Firma der Woche: Ände : Ab Spandau ist Ände im Gelände

Abkühlung garantiert. Immerhin wurde die Ingwer-Limonade aus Spandau mit dem Namen "Ände" jüngst zum "Drinkstarter 2017" gewählt.

Die drei Firmenchefs Andrea Stenz (37), Jonas Lackmann (32) und Dominik Seele (34, rechts).
Die drei Firmenchefs Andrea Stenz (37), Jonas Lackmann (32) und Dominik Seele (34, rechts).Foto: promo

Wo ist eigentlich Pulle No. 1 – die allererste Flasche von „Ände“? Ach herrje, „ausgetrunken natürlich“, sagt Dominik Seele, 34, und wirkt kurz unsicher: Hätte man die aufheben müssen? Das Mindesthaltbarkeitsdatum wär’ eh abgelaufen.

Mit Pulle No. 1 fing alles an: die Erfolgsgeschichte aus Berlin-Spandau, Ortsteil Wilhelmstadt. Kein reicher Kiez, im Gegenteil, einer mit Altbauten, Problemchen, billigem Wohnraum und einer Studenten-Kneipe namens „Barfly“, die es schon seit einem Vierteljahrhundert in Spandau gibt und wo „Ände“ auf der Karte steht – logo, „sind ja unsere Nachbarn“, sagt die Wirtin.

„Ände“ aus Wilhelmstadt also, das ist: eine Ingwer-Limonade, die jüngst zwei wichtige Branchenpreise abgeräumt hat – „Edeka-Foodstarter“ und „Drinkstarter 2017“. Der Vertriebspartner Voelkel hat sie ganz frisch unter Vertrag genommen, in 1000 Supermärkten stehen ihre Bio-Pullen schon „und mit Biocompany und LPG stehen wir vor dem Abschluss“, erzählt Seele. Läuft also 2018.

Ein Herz für Spandau

Zurück aber zum ersten Tropfen, zurück in den Herbst 2014. Mit TU-Studenten – Fachrichtung: Brauereiwesen – tüftelten Andrea Stenz und Dominik Seele an ihrem Getränk: dem „Ginger Beer“. Das ist gar kein Bier, sondern eine Limo. Und nach eineinhalb Jahren waren sie am Ziel: Im Frühjahr 2016 wurde Pulle No.1 abgefüllt in der Mauerknolle, also diesen typisch, knuffigen Schultheiss-Flaschen: „Gentle Ginger“ ist für Ingwer-Einsteiger („mit Zitrone, Limette, milder“), Ginger-Root ist schärfer („für Ingwer-Liebhaber“). 30 000 Flaschen wurden in der ersten Charge in Niedersachsen abgefüllt – dort haben die „Ände“-Chefs den nächsten Abfüller gefunden. Auf dem Logo der Flasche klebt der Zusatz „Wilhelmstadt“ – eine kleine Hommage an Spandau.

„An Spandau lieben wir das viele Grün, die Havel, die Scharfe Lanke, das Wasser“, erzählt Seele. „Uns gefällt, dass es hier etwas beschaulicher als im Zentrum zugeht“. Seele wohnt seit 2011 in Wilhelmstadt; 2017 stieß Jonas Lackmann aus Neukölln zum Team. Im nächsten Jahr soll eine dritte Geschmacksrichtung auf den Markt kommen.

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Und woher kommt der Name? „Der Name Ände ist der Spitzname von unserer Frau im Team, Andrea Stenz“, erzählt Seele. „Andreas Vater hat ein Händchen für kreative Spitznamen: Andrea sagt immer: ’Nennt mich Ände’.“

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