Gipfel gegen Einsamkeit im Abgeordnetenhaus : So will die CDU einsamen Menschen in Berlin helfen

Die CDU im Abgeordnetenhaus veranstaltet heute einen „Einsamkeitsgipfel". Mit Wissenschaftlern will sie „Wege aus der Einsamkeit" für Berliner finden.

Einsamkeit betrifft alle Altersklassen - aber besonders die älteren Menschen.
Einsamkeit betrifft alle Altersklassen - aber besonders die älteren Menschen.Foto: imago/photothek

„Gemeinsam" - nur so kann man das Thema Einsamkeit angehen, findet die CDU-Abgeordnete Emine Demirbüken-Wegner. Die ehemalige Staatssekretärin hatte sich bereits für einen Einsamkeitsbeauftragten im Senat stark gemacht. Doch der wurde von der rot-rot-grünen Koalition jüngst abgelehnt. Nun startet Demirbüken-Wegner, häufig „EDW" abgekürzt, einen neuen Anlauf: Mit ihrer Fraktion lädt sie an diesem Montag ins Berliner Abgeordnetenhaus zum Einsamkeitsgipfel.

Mediziner, Psychologen und andere Fachexperten werden Impulsreferate halten, im Anschluss folgt eine Podiumsdiskussion zu: „Lieber gemeinsam - Wege aus der Einsamkeit". Auch das Phänomen "Einsamkeit" an sich soll besprochen werden. Warum?

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Auch, so EDW, weil man über das Problem noch zu wenig weiß. Es sei kaum greifbar. Das will die CDU ändern. „Wir reden heute über eine bestimmte Art von Einsamkeit, nämlich die Einsamkeit, die Gesundheitspsychologen als einen negativen und stressreichen emotionalen Zustand beschreiben", sagt Emine-Demirbüken-Wegner.

Der Gipfel als erster Schritt

Dieser stressreiche Zustand könne wie ein Warnsignal anzeigen, dass soziale Beziehungen gefährdet oder beschädigt sind. „Wie sieht es damit im Land Berlin aus? Was passiert mit denjenigen, die dem Dauerstress Einsamkeit ausgesetzt sind? Wie viele Menschen leiden darunter und wird das überhaupt von der Öffentlichkeit wahrgenommen?", das möchte die CDU-Fraktion herausfinden.

Der Einsamkeitsgipfel soll nur der erste Schritt sein. „Mir schwebt als zweiter Schritte eine Auswertung des Gipfels mit den Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis vor", sagte Demirbüken-Wegner vorab dem Tagesspiegel. Der dritte Schritt bei diesem auch gesellschaftspolitisch wichtigen Thema müsse dann natürlich die praktische Umsetzung der Vorschläge für die betroffenen Menschen sein.

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