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Ein "Kiss"-Zug der Odeg. (Archivbild)
© Jochen Brockmann

Waggon entgleist am Berliner Bahnhof: Güterzug rammt Regionalzug der Odeg

Eine verstellte Weiche soll den Unfall am Berliner Bahnhof Lichtenberg verursacht haben. Die Polizei ermittelt. Verletzt wurde niemand.

Am Mittwoch ist am Bahnhof Lichtenberg ein Regionalzug der Odeg mit einem Güterzug kollidiert. Verletzt wurde niemand. Möglicherweise wurde der Unfall durch eine falsch gestellte Weiche ausgelöst.

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, dass kurz nach Mitternacht, um 0.52 Uhr, unter dem fahrenden Güterzug eine Weiche verstellt wurde. Der Zug fuhr deshalb ein Stück auf zwei parallelen Gleisen – bis der hintere Teil gegen den Regionalzug stieß. Dieser vierteilige Zug vom Typ „Kiss“ stand ohne Fahrgäste vor einem roten Signal. Ein Waggon des Güterzuges entgleiste. Verletzt wurde niemand.

Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Unklar ist noch, ob es sich um einen menschlichen Fehler im Stellwerk handelt oder um einen technischen Defekt. Nach Angaben einer Odeg-Sprecherin lässt sich der Schaden am Zug noch nicht beziffern. Klar ist: Der Zug kann bis auf weiteres nicht eingesetzt werden, die Odeg bemühe sich um einen Ersatzzug. Bis dahin können auf der von der Odeg gefahrenen Linie RE4 Fahrten ausfallen. 

Ein ähnlicher Unfall war nur 100 Meter entfernt vor einem Jahr geschehen: Damals war eine S-Bahn entgleist, nachdem unter dem fahrenden Zug sich eine Weiche verstellt hatte. Dies war durch einen technischen Defekt passiert, wie die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung kürzlich mitgeteilt hatte. Auch bei diesem Unfall war der Zug ein Stück weit auf zwei parallelen Gleisen gefahren, bis er entgleiste. 

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Wie auf Luftfotos zu erkennen ist, fuhr ein langer Güterzug auf zwei Gleisen Richtung Ostring. Die Kohlenstaubwaggons waren nach Polizeiangaben leer.

Am Nachmittag traf ein Hilfszug der Deutschen Bahn mit einem Drehkran an der Unfallstelle ein, der den Güterwaggon wieder in die Schienen hob.

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