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Kerzen vor der Kaulbach-Schule im nordhessischen Bad Arolsen.
© REUTERS/Riham Alkousaa

Amokfahrer in Berlin tötet Lehrerin: Hessische Schule steht am Tag danach unter Schock

Eine Abschlussfahrt der Kaulbach-Schule aus Bad Arolsen endet mit der Amokfahrt eines Mannes in Berlin tragisch. Die Heimkehrenden müssen betreut werden.

Sie waren auf Abschlussfahrt in Berlin, für ihre Lehrerin endete der Ausflug tödlich: Am Mittwochvormittag war an der Tauentzienstraße ein 29-Jähriger mit seinem Auto in eine Menschengruppe gefahren und anschließend in das Schaufenster einer Parfümerie. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, die 51-jährige Lehrerin aus dem nordhessischen Bad Arolsen starb.

Am Tag danach sprechen Ermittler und Politiker von einer "Amoktat". Von den 24 Schülern der 10. Klasse der Kaulbach-Schule, einer Haupt- und Realschule in Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg), lägen sieben im Krankenhaus, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag.

Schulpsychologen betreuen die Jugendlichen

Insgesamt seien sechs Menschen lebensgefährlich und drei weitere schwer verletzt worden. Darunter ist auch ein Lehrer. Die unverletzten Jugendlichen seien in ihrem Hotel von Berliner Schulpsychologen betreut worden. Noch am Mittwoch seien Eltern der Jugendlichen zusammen mit Schulpsychologen aus Hessen mit einem Bus angereist.

Am Donnerstag sollte die Schule ihren Regelbetrieb aufnehmen und zugleich die Schüler in Empfang nehmen, die aus Berlin mit Bussen zurückgebracht würden, sagte der Bürgermeister von Bad Arolsen, Marko Lambion.

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Die Schüler sollen von psychologischem Personal vor Ort betreut und aufgefangen werden, sagte Waldeck-Frankenbergs Landrat Jürgen van der Horst (parteilos) in einem von der Schule anberaumten Pressegespräch am Mittwochnachmittag, berichtete die "Hessenschau". Es sei "ein schlimmer Tag mit schlimmen Nachrichten". Laut van der Horst stehe das Kollegium der Schule unter Schock.

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Auch Hessens neuer Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) äußerte sich tief bestürzt. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen“, sagte er in Wiesbaden. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude auf einer Klassenfahrt in der Hauptstadt waren.“

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte, neben der Aufklärung der Tat sei es wichtig, "dass die Schülerinnen und Schüler über die traumatischen Erlebnisse sprechen können".

Als nächster Schritt folge nun die rechtliche und finanzielle Unterstützung zusammen mit der Opferhilfe und der hessischen Landesregierung, sagte Giffey. Sie habe in der Nacht noch mit dem hessischen Ministerpräsidenten gesprochen. (mit dpa, KNA)

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