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Drei Schülerinnen des Beethoven-Gymnasiums in Berlin-Lankwitz vor Schautafeln einer selbst gestalteten Ausstellung zum Schicksal einer jüdischen Familie in der Nazi-Zeit.
© Boris Buchholz

Berliner Gedenken zwischen Engagement und Vandalismus: Hier Erinnerung, dort Schmierereien

Ein Denkmal wird geschändet, unweit davon gestalten Schüler:innen eine Ausstellung. Die Hoffnung bleibt, dass Aufklärung hilft. Ein Kommentar.

Von Markus Hesselmann

Wer wie wir über Berlin im Kleinen berichtet, über das, was sich tut auf Straßen und Plätzen, in Bildungs- und Freizeitstätten, in Rat- und Gotteshäusern, in Bahnhöfen und an Ufern, im öffentlichen Raum, der von den Initiativen der Zivilgesellschaft genutzt und gestaltet wird, stößt überall auf Stadtgeschichte, an die schon im Stadtbild erinnert wird oder an die erinnert werden sollte.

Gedenken und Erinnerung sind wichtige Themen in unseren bezirklichen Newslettern. Die Freude über ein neues Erinnerungsprojekt und das Entsetzen über Vandalismus an Gedenkorten, oft politisch motiviert, liegen dabei nicht weit auseinander, in diesem Fall nur ein paar Ecken, zehn Minuten mit dem Fahrrad.

In der Wismarer Straße, am Ufer des Teltowkanals, wurde das Denkmal für das KZ-Außenlager Lichterfelde mit dem Spruch „They deserved it“ geschändet, eine offenkundig rechtsextreme Tat.

In der Geraer Straße laden Schüler:innen ein zu ihrer Ausstellung über jüdische Nachbar:innen und deren Verfolgung in Nazi-Deutschland.

Über beides berichten wir im bezirklichen Newsletter, hier und hier. In der leisen Hoffnung, dass solche aufklärerischen Projekte solche Schmierereien zumindest weniger wahrscheinlich machen.

Hier noch einige Themen, die Sie im aktuellen Newsletter für Steglitz-Zehlendorf vom Tagesspiegel finden:

  • "Omas gegen Rechts" besuchten mit Schüler;innen das ehemalige Konzentrationslager Ravensbrück: „Ich finde es so schrecklich, was Menschen anderen Menschen antun“
  • Senat unterstützt Gedenkort für Karl Wolffsohn am Stölpchensee: Aber der Bezirk ist in der Pflicht
  • "Niemand hat das verdient": Reaktion auf die Schändung der "Säule der Gefangenen" des früheren KZ-Außenlagers Lichterfelde
  • 588 Zauneindechsen und 78 Ringelnattern: Die Ureinwohner müssen das Baugebiet in Lichterfelde-Süd verlassen
  • Den neuesten Stand der Planung für das Mammutprojekt: 200 Interessierte kamen in die Thermometersiedlung
  • Im grünen Künstler-Ahrenshoop des Südwestens: Kleingärtner laden zur Kunstmeile – und berichten, wo der Holzclog drückt
  • Neuer Glanz für die Zehlendorfer Dorfaue: Großes Kino oder vertane Chance?
  • Ideen für den Kinder- und Jugendhaushalt 2022? Immer her damit
  • Neu in der Nachbarschaft: Shakespeare und "Viel Lärm um nichts"
  • "Allein": Gartenlesung mit Daniel Schreiber
  • „Am Ende geht doch noch was": Theatergruppe "Rosa Falten" über das Alt werden
  • Vier Teams im Wasser: Die Segelbundesliga hat wieder begonnen
  • Einsteigen bitte! Steglitz und Zehlendorf sollen zu Regionalbahnhöfen werden – Berlin und Brandenburg einigen sich auf die Reaktivierung der Stammbahntrasse
  • Den Newsletter schreibt Boris Buchholz

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