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Der Club "Yaam" am Ostbahnhof.

© Kitty Kleist-Heinrich

Beenie Man in Berlin-Friedrichshain: Homophober Reggae-Musiker trat im Yaam auf

Der umstrittene jamaikanische Rapper Beenie Man hatte am Mittwochabend einen Auftritt im Yaam-Club - trotz heftiger Proteste der Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg.

„Beenie Man ruft in seinen Songtexten offen zum Mord an Lesben und Schwulen auf“, erklärten die Grünen. Auch der Lesben- und Schwulenverband war über den Auftritt verärgert und hatte den Polizeipräsidenten um Hilfe gebeten. Der ordnete eine präventive Ansprache des Rappers an.

Beenie Man habe eine Erklärung unterzeichnet, keine homophoben Songs zu spielen, erklärte ein Sprecher des LSVD und lobte die Polizei für ihren Einsatz. Das Yaam rechtfertigte den Auftritt. Beenie Man habe sich längst glaubhaft von den inkriminierten Songs distanziert. „Wir wollen den Dialog, kein Berufsverbot“, sagt Yaam-Chef Ortwin Rau. Das Konzert selbst sei völlig friedlich verlaufen, fast wie „Kuschelrock“.

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