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Die Baustelle der Erweiterung der A100. Im August wollen Musiker mit einem Konzert gegen den Weiterbau protestieren.
© picture alliance/dpa

Auf der Auffahrt Tempelhof: Konzert gegen Weiterbau der A100 auf Berliner Stadtautobahn geplant

Rund 100 Musiker wollen auf der A100 mit einem Konzert gegen den Ausbau der Autobahn protestieren. Stattfinden soll die Veranstaltung am 4. August.

Rund 100 Musiker und Musikerinnen wollen am 4. August auf der Berliner Stadtautobahn mit einem Konzert gegen den Weiterbau der A100 protestieren. Der Auftritt unter dem Motto „Musizieren statt Betonieren“ ist Teil einer Aktionswoche von Freitag bis zum 5. August, wie die Initiative „Lebenslaute“ am Dienstag in Berlin mitteilte.

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Die bundesweite Gruppe treffe sich ab Ende Juli in Berlin, um "Konzerte und Aktionen für eine umfassende, sozialgerechte Verkehrswende und gegen den Ausbau der A100" vorzubereiten. An der Aktionswoche beteiligen sich auch die lokalen Initiativen "Sand im Getriebe Berlin" und "Bürger*innenInitiative A100 (BI A100)".

Zu dem Protestkonzert am 4. August werde ein klassisches Orchester mit Chor erwartet, hieß es weiter. Geplant ist das Konzert auf der Auffahrt Tempelhof der A100. Auf dem Programm stehen Kompositionen unter anderem von Joseph Haydn, Franz Schubert, Dmitri Schostakowitsch und Rio Reiser. Bereits am 2. August wird zu einem „Vorkonzert“ in die Taborkirche im Stadtteil Kreuzberg eingeladen. Das Konzert auf der Autobahn sei als Kundgebung angemeldet, Publikum erwünscht.

„Der Ausbau dieser und anderer Autobahnen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans ist völlig aus der Zeit gefallen“, heißt es in dem Protestaufruf. „Wir müssen alles tun, um diesen Irrsinn zu beenden. Die Klimakatastrophe kann und muss gestoppt werden, bevor mit den Mobilitätskonzepten des vergangenen Jahrtausends unsere Zukunft einzementiert wird“, erklärte Pressesprecherin Viola Forte. Dazu seien Aktionen zivilen Ungehorsams mehr als gerechtfertigt.

Der Weiterbau der A100 bedeute eine "Katastrophe für Wohnquartiere, Kultur und Lebensqualität", sagt Briti Beneke von der "Bürger*innenInitiative A100". Stadträume würden verschandelt und „zu Unorten degradiert“. "Wir wollen ein Berlin, in dem die Menschen sich wohlfühlen. Ein Konzert auf der Autobahn gehört auf jeden Fall dazu". (epd/tsp)

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