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Am Mittwoch kehr es dem BER nicht den Rücken: ein Lufthansa-Flugzeug am Hauptstadtflughafen.
© dpa/Patrick Pleul
Update

Streik des Bodenpersonals: Lufthansa streicht am Berliner Flughafen BER alle Flüge

Verdi ruft das Bodenpersonal der Lufthansa am Mittwoch bundesweit zum Warnstreik auf. Auch der Hauptstadtflughafen ist davon betroffen.

Passagiere der Lufthansa haben wegen des Bodenpersonal-Warnstreiks am Mittwoch auch am Hauptstadtflughafen BER ihre Flüge nicht antreten können. Die Fluggesellschaft hat sämtliche ihrer rund 20 Flüge in Schönefeld gestrichen, wie der Flughafen auf seiner Internetseite mitteilt.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings blieb am BER von den Auswirkungen des Warnstreiks am Mittwoch eigenen Angaben zufolge unberührt. Der Flugbetrieb laufe normal.

Verdi hat die bundesweit rund 20.000 Bodenbeschäftigten der Fluglinie für Mittwoch zu flächendeckenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um Druck in den laufenden Gehaltsverhandlungen aufzubauen. Ein erstes Tarifangebot der Lufthansa hatte die Gewerkschaft abgelehnt, aber für den 3. und 4. August die Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart.

Die Fluggesellschaft hatte bereits am Dienstag einen Großteil des Angebots in Schönefeld gestrichen: 16 Lufthansa- und zwei Eurowings-Flüge. Lediglich vier Flüge nach München sollten am Mittwoch planmäßig starten, auch sie sind nun abgesagt. Lufthansa fliegt vom BER aus ausschließlich die innerdeutschen Drehkreuze Frankfurt und München an.

Die Lufthansa gab am Dienstag auf Anfrage an, die betroffenen Passagiere per SMS oder Mail über die Ausfälle informieren zu wollen. Sie biete ihren Kunden Alternativen an und helfe bei der Umbuchung. Zudem empfahl sie Passagieren ohne Umbuchungen nicht zu den Flughäfen kommen, weil dort „nur wenige oder gar keine“ Serviceschalter geöffnet sein würden.

Etwa 300 Beschäftigte beim Bodenpersonal am BER

Besonders betroffen von dem Warnstreik sind die Drehkreuze der Lufthansa: Frankfurt und München. Nahezu alle Lufthansa-Flüge fallen aber auch in Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln aus. Insgesamt sollen mehr als 1000 Flüge mit 134.000 betroffenen Passagieren ausfallen.

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Nach Angaben von Verdi Berlin-Brandenburg hat die Lufthansa am BER circa 300 Beschäftigte am Boden, die sich voraussichtlich am Streik beteiligen würden. Eine Kundgebung sei in Berlin, anders als in Frankfurt und Düsseldorf, nicht geplant.

Die Warnstreiks des Bodenpersonals sollten am Mittwoch, 27. Juli, um 3.45 Uhr beginnen und bis Donnerstag, 28. Juli, um 6 Uhr dauern. (mit dpa)

Marvin Wenzel

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