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Hakenkreuze und linksextremistische Symbole : Mendelssohn-Ausstellung in Friedhofskapelle verwüstet

Die Kapelle eines Friedhofes in Kreuzberg wurde beschädigt. Unbekannte demolierten Schaukästen, Tafeln und Wände. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Evangelischer Dreifaltigkeits-Friedhof I am Mehringdamm (Archivbild).
Evangelischer Dreifaltigkeits-Friedhof I am Mehringdamm (Archivbild).Foto: doris S. klaas

Unbekannte haben eine Dauerausstellung über die ursprünglich jüdische Familie Mendelssohn in einer Friedhofskapelle in Berlin-Kreuzberg verwüstet. Die Täter sollen auf dem Dreifaltigkeits-Friedhof am Mehringdamm bereits am vergangenen Wochenende in die Kapelle eingedrungen sein und dort Schaukästen und eine Infotafel eingeschlagen haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Zudem wurden auch Farbschmierereien an der Kapellenwand festgestellt.

Eine bestimmte politische Richtung stellten die Ermittler nach Angaben der Polizeisprecherin nicht fest. Neben Hakenkreuzen wurden auch Symbole aus der linksextremistischen Szene sowie diverse römische Zahlen hinterlassen.

Die Verwüstung war am Montag bei der Polizei gemeldet worden. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Sachbeschädigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Auf dem Friedhof ruhen mehrere Mitglieder der Familie Mendelssohn, unter anderem der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy sowie seine Schwester, die Pianistin Fanny Hensel. Die Nachfahren des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn waren zum Schutz gegen die im Anfang des 19. Jahrhunderts vorherrschenden antisemitischen Vorurteile zum Protestantismus konvertiert. (dpa)