• Randale bei Konzert in Spandau?: „Feine Sahne Fischfilet“ weist Kritik an Zitadelle-Konzert zurück

Randale bei Konzert in Spandau? : „Feine Sahne Fischfilet“ weist Kritik an Zitadelle-Konzert zurück

Die Punk-Band wirft einem CDU-Stadtrat Falschbehauptungen vor. Verletzungen der Sicherheitsvorschriften habe es nicht gegeben.

Leonhard Rosenauer
Jan "Monchi" Gorkow, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, tritt beim Open-Air Konzert in der Zitadelle Spandau auf.
Jan "Monchi" Gorkow, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, tritt beim Open-Air Konzert in der Zitadelle Spandau auf.Foto: dpa

Die Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ hat die Vorwürfe zurückgewiesen, dass es bei einem Konzert in der Zitadelle Spandau zu Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften gekommen sei. Auf Facebook warfen die Musiker der lokalen CDU vor, „getrieben durch eine AfD-Anfrage in der Bezirksversammlung, falsche und irreführende Meldungen“ zu verbreiten.

Die Band trat am 23. August in der Zitadelle Spandau auf. Bei dem Konzert sollen Bandmitglieder Bierflaschen an das Publikum verteilt und Schapps aus einem Feuerlöscher gespritzt haben. Außerdem sollen Konzertbesucher Pyrotechnik gezündet haben, wie das Bezirksamt in einer Stellungnahme von Donnerstag mitteilte. Laut „Feine Sahne Fischfilet“, handelte es sich bei den Bierflaschen allerdings um 0,33-Liter-Plastikflaschen, welche die Musiker bei all Ihren Konzerten an das Publikum verteilen. Der Einsatz von Pyrotechnik habe auf der Bühne stattgefunden, sei jedoch bei den zuständigen Stellen angemeldet und von diesen auch genehmigt gewesen.

Auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hatte der CDU-Stadtrat Gerhard Hanke in einer Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am Mittwoch gesagt: „Sie werden diese Gruppe dort nicht mehr sehen, das kann ich Ihnen sagen.“ Zudem führte das Bezirksamt Spandau in seiner Antwort mehrere Verstöße auf. Darin heißt es auch, der Veranstalter habe eine „ausdrücklich nicht genehmigte“ politische Veranstaltung durchgeführt.

Gegenüber dem Tagesspiegel relativierte Hanke seine Aussage danach. Ihm ginge es nicht um die Band oder ein mögliches Auftrittsverbot für zukünftige Konzerte, sondern um den Veranstalter Festsaal Kreuzberg. Dieser habe „in eklatanter Weise gegen unsere Sicherheitsbestimmungen verstoßen.“ Hanke kündigte an, man werde in Zukunft nicht mehr mit dem Veranstalter in der Zitadelle Spandau zusammenarbeiten.

Feine Sahne Fischfilet betonte, dass kein Veranstalter Einfluss auf die Inhalte der Konzerte habe. Während des Konzerts habe man jedoch thematisieren wollen, dass in der Zitadelle Räume „an AfD und neurechte Gruppierungen vermietet werden.“ Die Band kündigte an, auch in Zukunft in der Zitadelle Spandau auftreten zu wollen, allerdings nur in Zusammenarbeit mit dem selben Veranstalter. Hanke hatte gesagt, dass es keine Konzerte der Band in der Zitadelle mehr geben werde, solange der Festsaal Kreuzberg als Veranstalter auftritt. (mit dpa)

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