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Der geht in die Luft. Dieser Easyjet-Airbus „Willy Brandt“ sollte am 3. Juni 2012 als erste Maschine auf dem BER landen – sollte!
© dpa

Prominenter Pate: Sollte der BER weiterhin den Namen Willy Brandts tragen?

Die Ausstellung über den Namensgeber des künftigen Flughafens BER ist schon fertig. Aber sollte der Name Willy Brandts eigentlich noch mit dem Pannen-Flughafen verknüpft werden?

Es gibt etwas, das im „Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt“ schon fertiggestellt ist: Die Ausstellung über den Namensgeber, den früheren Regierenden Bürgermeister, vierten Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden, Friedensnobelpreisträger wegen seiner Verdienste um die Ostpolitik: Der Flughafen ist laut der „Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung“ der erste Airport in Deutschland, in dem der Namensgeber derart groß gewürdigt wird. So könnten nach der Eröffnung täglich Millionen von Passagieren sein feuerfestes Porträt auf Metall betrachten, Infos auf Deutsch und Englisch lesen. Auf der von der Agentur Scholz and Friends geschaffenen, nun länger staubfest abgehängten Gedenkwand könne man zudem mit Smartphones weiterführende Informationen zu Willy Brandt abrufen. Die Stiftung, bei der Brandt-Witwe Brigitte Seebacher im Kuratorium sitzt, will den Namen trotz all der aktuellen Pannen und der erneuten Eröffnungsverschiebung nicht zurückziehen: Dieser werde langfristig an einen Menschen erinnern, auch in Zukunft, wenn die Eröffnungsvorgeschichte schon lange vergessen sei.

So bekam der BER seinen Namen

Wie der Nachfolger von SXF und TXL heißen soll, hat der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft 2009 entschieden. Mit der Namensgebung ehre man eine herausragende, weltweit geachtete Persönlichkeit, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der sich schon 2004 für Willy Brandt eingesetzt hatte. So wurde aus dem alten Planungstitel „Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI)“ der „Flughafen Berlin-Brandenburg (FBB)“, der international als „Berlin-Brandenburg Airport“ (BER) vermarktet wird – mit dem Beinamen „Willy Brandt“. „BBI“ war schon an den indischen Provinzflughafen Bhubanes vergeben.

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