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Eine obdachlose Person liegt in einem Schlafsack auf einer Parkbank. (Symbolbild)

© imago images/Bernd Elmenthaler/Bernd Elmenthaler via www.imago-images.de

Tödliche Temperaturen auf Berlins Straßen: So können Sie Obdachlosen mit dem Kältebus helfen

Minus zwölf Grad werden in der Nacht zu Montag in Berlin erwartet. Für knapp 6000 Menschen geht es dabei um das eigene Überleben. So können Sie helfen.

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Berlin erwartet in der Nacht zu Montag die bislang kälteste Nacht des noch jungen Jahres. Bei bis zu minus zwölf Grad droht für Menschen ohne Obdach der Kältetod. Nach Angaben der Berliner Stadtmission leben etwa 6000 Menschen auf Berlins Straßen.

Zwischen 20 Uhr und zwei Uhr morgens fahren deshalb bis zu drei Kältebusse der Helfer nach Hinweisen aus der Bevölkerung durch die Stadt, um den Obdachlosen Kleidung, Essen und weitere Mittel zu liefern. Zusätzlich verkehren auch zwei sogenannte Wärmebusse des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Hauptstadt.

Die Stadtmission hat für Hilfswillige gleich mehrere Tipps. „Wenn Sie Menschen sehen, die auf der Straße liegen, sprechen Sie sie an, ob sie Hilfe brauchen. Wenn sie nicht sprechen können, schauen Sie, ob sich der Körper bewegt, das ist ein Zeichen, dass sie noch atmen“, teilt Sünje Hansen, Einrichtungsleiterin der Bahnhofsmission, dem Tagesspiegel mit.

Erst ansprechen, dann anrufen: So rufen Sie den Kältebus

Ist die Person nicht ansprechbar, sollte direkt die Feuerwehr oder die Polizei gerufen werden. Ansonsten kann auch der Kältebus der Berliner Stadtmission kontaktiert werden.

An der Hotline wird genau abgefragt, ob eine Anfahrt Sinn ergibt. Denn die betroffene Person müsse die angebotene Hilfe annehmen wollen, heißt es. Deshalb sollten Anrufer nicht die Nummer wählen, ohne vorher einen Gesprächsversuch gemacht zu haben.

Grundsätzlich brauchen Menschen bei den derzeitigen Temperaturen auf der Straße laut der Stadtmission mindestens zwei Schlafsäcke. Auch Isomatten und ein Zelt sind notwendig.

Weitere 100 Schlafplätze eingerichtet

In den vergangenen Nächten stieß die Berliner Kältehilfe bereits an ihre Grenzen. So waren die 125 Plätze in der Notübernachtung Lehrter Straße bereits voll gewesen.

Deshalb hat die Stadtmission am Bahnhof Zoologischer Garten ein Nachtcafé eingerichtet. Von Freitagabend bis Montagfrüh sind die Räume der ehrenamtlichen Helfer zu einer zusätzlichen Notunterkunft umfunktioniert worden.

Nach Angaben von Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) werden die zusätzlichen Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen gut angenommen. „Bisher hat alles wirklich sehr gut geklappt“, teilte Kiziltepe am Sonntag mit, nachdem sie am Samstagabend das Nachtcafé am Bahnhof Zoo besucht hatte. „Wie gut, dass wir mit Blick auf die Kälte an diesem Wochenende noch 100 zusätzliche Plätze eingerichtet haben.“

Sie habe in Telefonaten etwa mit der Polizei, der BVG und Senatskollegen um einen besonders sensiblen Umgang gebeten. „Ich wollte verhindern, dass irgendjemand nachts in der eisigen Kälte draußen schlafen muss oder von einem warmen Ort vertrieben wird. Das wäre lebensgefährlich.“

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales verwies außerdem auf die Kältehilfe-App. Dort werde angezeigt, wo die nächsten Anlaufstellen in der Umgebung seien.

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