US-Elektrobauer in Grünheide : Tesla-Spatenstich soll „um Ostern herum“ erfolgen

Die Bauarbeiten für die Tesla-Fabrik sollen laut Brandenburgs Wirtschaftsminister Steinbach um Ostern herum beginnen. Zuvor war noch von Ende März die Rede.

Das Gelände der künftigen Tesla Gigafactory in Grünheide.
Das Gelände der künftigen Tesla Gigafactory in Grünheide.Foto: Patrick Pleul/dpa

Der zunächst noch im März angekündigte Spatenstich für die Bauarbeiten der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide soll nun "hoffentlich um Ostern herum" erfolgen. Das sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) der Wochenzeitung "Zeit" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Er hatte vor kurzem noch gesagt, er rechne "im Lauf der zweiten Märzhälfte" mit dem Spatenstich".

Der US-Elektroautobauer Tesla will die Produktion in Grünheide bei Berlin bereits im Juli 2021 starten und dort jährlich bis zu 500.000 Elektroautos herstellen. Das Unternehmen von Elon Musk hat dafür ein als Industriefläche ausgewiesenes, teils bewaldetes Gelände gekauft.

Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Wirtschafts- und Energieminister.
Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Wirtschafts- und Energieminister.Foto: dpa/Soeren Stache

Steinbach verteidigte die Ansiedlung in einem "Zeit"- Streitgespräch mit einem Vertreter der örtlichen Bürgerinitiative gegen das Werk. Er sehe Batteriefahrzeuge "als Übergangstechnologie für die nächsten 20 Jahre. Die Wertschöpfung, die Brandenburg so lange entsteht, kann nur eine Gewinnstory werden."

Steinbach: "Keine faulen Kompromisse"

Umweltschutzbedenken würden von der Landesregierung nicht ignoriert, versicherte Steinbach. "Wir haben Gesetze und Grenzwerte. Wenn Tesla die nicht einhält, gibt es keine faulen Kompromisse. Keine Lex Tesla."

Auch die Wasserversorgung, die einige Bürgerinitiativen bedroht sehen, werde sichergestellt: "Ich bestreite die Engpässe beim Wasserverbrauch gar nicht, aber es wird ein Generalverdacht gegenüber den Behörden ausgesprochen, dass sie das Problem zugunsten von Tesla ignorieren und die wirtschaftlichen Vorteile gegen Umweltschutz abwägen. Dagegen verwahre ich mich: Das tun die Behörden nicht." (AFP)

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