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Verkehrschaos an der A100: Teil-Eröffnung der Berliner Elsenbrücke verzögert sich weiter
Das Winterwetter bremst die Bauarbeiten an der Elsenbrücke. Damit bleibt die angespannte Verkehrslage am Treptower Park wohl noch länger bestehen.
Stand:
Die Erweiterung der Berliner Elsenbrücke von derzeit zwei auf vier Autospuren wird sich weiter verzögern. „Anhaltend winterliche Witterungsverhältnisse lassen aktuell keine großflächigen Tiefbau- und Straßenbauarbeiten zu“, teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Mittwoch mit.
Ursprünglich sollte das nordwestliche Teilbauwerk der neuen Elsenbrücke Ende Januar in Betrieb gehen. Inzwischen geht die Verkehrsverwaltung von einer Eröffnung „voraussichtlich Anfang Februar“ aus.
Damit wird das Verkehrschaos am Treptower Park noch länger andauern. Infolge der Eröffnung des 16. Bauabschnitts der Stadtautobahn A100 Ende August 2025 hatte sich die Verkehrslage rund um die Brücke in den vergangenen Monaten stark verschärft. Auch Anwohnerinnen und Anwohner leiden aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens unter der Situation. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) erhofft sich von der Erweiterung der Elsenbrücke von zwei auf vier Spuren „eine wesentliche Entlastung“.
Ob diese tatsächlich eintritt, ist jedoch fraglich. Eine Ende Dezember öffentlich gewordene Verkehrssimulation der verantwortlichen Autobahn GmbH kommt zu dem Schluss, dass es auch in diesem Fall an zahlreichen Knotenpunkten zu einem erheblichen Rückstau kommen wird.
Die Eröffnung der A100 und das folgende Verkehrschaos sind am Mittwochnachmittag auch Thema im Mobilitätsausschuss des Abgeordnetenhauses. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Frage, warum der Abschnitt eröffnet wurde, obwohl die Verkehrssimulation der Autobahn GmbH das Verkehrschaos am Treptower Park detailliert prognostizierte.
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