zum Hauptinhalt
Weihnachten im Juni? Coronamäßig auf jeden Fall eine gute Idee.
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Feiern mit Corona-Maßnahmen?: Verschieben wir Weihnachten doch einfach um ein halbes Jahr!

Wenn Corona das Feiern in diesem Jahr so kompliziert macht, muss eben der Kalender der Altkirchenväter reformiert werden, findet unsere Autorin.

Weihnachten lässt ja so schon wenig innere Einkehr zu, aber dieses Jahr setzt dem Tännchen wirklich die Krone auf.

Während Fest und Virus immer näher rücken, vergeht kein Tag ohne Schlagzeile: Weihnachtsmärkte fallen aus. Ins Pflegeheim am 24. bitte nicht alle gleichzeitig. Zu Hause eh eine Nummer kleiner dieses Jahr. Schulferien nach vorne oder hinten verlängern oder lieber beides.

Und wie machen wir das mit den Christvespern? Gottesdienste als einziges analoges Event, wo ein bisschen menschliche Wärme abfallen könnte – da trifft die Besucherregulierung sicher auf erhöhte Nachfrage. Also: noch mehr Frust.

Da kann Friedrich Merz noch so sehr darauf bestehen, es gehe „den Staat“ nichts an, wie er mit seiner Familie Weihnachten feiere – geht es ihn halt dieses Jahr leider doch.

Warum tun wir uns das an? Die Lösung liegt doch auf der Hand: Verschieben wir Weihnachten einfach um ein halbes Jahr. Dem Heiland wird es herzlich egal sein, ob sein Geburtstag mit der Winter- oder Sommersonnenwende synchronisiert wird.

[Behalten Sie den Überblick: Corona in Ihrem Kiez. In unseren Tagesspiegel-Bezirksnewslettern berichten wir über die Krise und die Auswirkungen auf Ihren Bezirk. Kostenlos und kompakt: leute.tagesspiegel.de]

Und alles wäre praktischer: Im Juni sind sicher schon etwas mehr Schäfchen in unserer Herde immun, die ewige Schneefrage erledigt sich von selbst, im Sommer sind alle besser drauf und streiten weniger – und Wein, seien wir ehrlich, schmeckt kalt doch eh besser als heiß.

Aber vor allem: Alle können draußen feiern. Am besten direkt im Wald, unter der Tanne – viel nachhaltiger. Draußen nur Tännchen? Nein: nur draußen Tännchen.

Zur Startseite