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Wellen schlagen über das Ufer. Der Wintersturm „Elli“ hat Schleswig-Holstein erreicht.

© dpa/Frank Molter

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„Elli“ schneit Deutschland ein: Flensburg bereitet sich auf Sturmflut vor – weiteres Bundesliga-Spiel abgesagt

Bahn will Fernverkehr im Norden am Samstag schrittweise wieder aufnehmen + Flugverkehr läuft weitgehend normal + DWD erwartet Sonntag „Wintertag aus dem Bilderbuch“ + Der Newsblog.

Stand:

Viel Schnee, starker Wind und Glatteis: Für Freitag ist gefährliches Winterwetter angekündigt. Es gab bereits Unfälle auf den Straßen. Alle wichtigen Meldungen hier.

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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Sturmflut in Schleswig-Holstein erwartet

Prognosen sagen für Flensburg eine Sturmflut voraus. Das berichtet der NDR. Demnach werde der Höhepunkt gegen Mitternacht erwartet. Einem Reporter zufolge sei das Wasser am Hafen in den vergangenen Stunden schneller gestiegen als erwartet. Pumpen sollen das Wasser umleiten. Mittag hatte die Feuerwehr dem NDR zufolge Sandsäcke verteilt. Der Ostwind drücke das Wasser in die Flensburger Förde hinein. 

Auch in Schleswig sorgt man sich vor Überschwemmungen. Der Fluss Schlei sei bereits über die Ufer getreten, berichtet der NDR. Der Höhepunkt werde am frühen Morgen erwartet. Eine Turnhalle stehe als Notunterkunft bereit. Auch in Kiel werde Hochwasser erwartet. (Tsp)
Ein Schiff fährt bei stürmischem Wetter auf der Ostsee.
Ein Schiff fährt bei stürmischem Wetter auf der Ostsee.   Bild: Frank Molter/dpa
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Julia Weiss
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Bahn will Fernverkehr im Norden am Samstag schrittweise wieder aufnehmen

Die Deutsche Bahn will den wegen Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Am Samstag sei trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

In den betroffenen Regionen im Norden hatten laut Bahn insbesondere Schneeverwehungen für erhebliche Beeinträchtigungen gesorgt. Die Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Bahn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. (dpa)

Eine Schneefräse der Deutschen Bahn ist auf dem Streckenabschnitt zwischen Eckernförde und Rieseby Süd unterwegs und befreit die Gleise von Schneeverwehungen.
Eine Schneefräse der Deutschen Bahn ist auf dem Streckenabschnitt zwischen Eckernförde und Rieseby Süd unterwegs und befreit die Gleise von Schneeverwehungen.   Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Weiteres Bundesliga-Spiel fällt aus

In der Fußball-Bundesliga fällt an diesem Samstag auch das Spiel zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim fällt aus. Die Partie kann wegen des starken Schneefalls und des Sturmtiefs Elli nicht stattfinden, teilten die Bremer und die Deutsche Fußball Liga mit.

„Grund für die Absage ist eine erhebliche Glättebildung in den Umläufen, Zuschauerbereichen und Verkehrsflächen im Weserstadion sowie erhebliche Schneeverwehungen in weiten Teilen des Stadionareals“, hieß es in einer Werder-Mitteilung. „Daraus ergeben sich eingeschränkte Zugänge und die dadurch nicht sichere Nutzung von Rettungs- und Fluchtwegen.“

Ein Nachholtermin wird nach Angeben der DFL „zeitnah“ bekanntgegeben. Zuvor war bereits das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig abgesagt worden. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

VW sagt Golf-Spätschicht in Wolfsburg ab

Das Sturmtief Elli bremst bei VW nun auch in Wolfsburg die Produktion: Weil wegen verschneiter Straßen nicht genug Teile von den Zulieferern ankommen, ist im Stammwerk eine der drei geplanten Spätschichten abgesagt worden. Betroffen sei ausschließlich die Golf-Fertigung, die vorzeitig ins Wochenende gehe. Tiguan, Touran und Tayron laufen laut Volkswagen auf zwei Produktionslinien weiter.

In Emden hatte VW die Produktion bereits vorsorglich komplett gestoppt. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden. Der Standort hat mehr als 8000 Mitarbeiter. (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Ein Mann geht beim Schneesturm an einem Hof in der Region Hannover vorbei.
Ein Mann geht beim Schneesturm an einem Hof in der Region Hannover vorbei.   Bild: dpa/Julian Stratenschulte

Wetterdienst erwartet bis zum Abend im Norden und Osten ergiebige Schneefälle

Bis zum Abend erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiter teils kräftige Schneefälle und schwierige Verkehrsverhältnisse. Von der Nordsee bis in den Osten Deutschlands falle verbreitet Schnee, örtlich auch intensiv.

„Teilweise kommen zwei bis drei Zentimeter Neuschnee pro Stunde zusammen“, sagte ein DWD-Meteorologe. „Also da ist ganz ordentlicher Neuschneezuwachs.“ Im Laufe des Nachmittags lasse der Schneefall zwar etwas nach, halte regional aber an. (dpa)

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Benjamin Reuter
Das Millerntor-Stadion in Hamburg.
Das Millerntor-Stadion in Hamburg.   Bild: Christian Charisius/dpa
Der Wintereinbruch im Norden Deutschlands hat offenbar zu einer ersten Spielabsage in der Fußball-Bundesliga geführt. Wie die „Bild“ unter Berufung auf Behördenkreise berichtete, kann die für Samstag (15.30 Uhr) geplante Partie des FC St. Pauli gegen RB Leipzig nicht stattfinden. Grund ist demnach, dass sowohl die Wege zum Millerntor-Stadion in Hamburg als auch die Ränge nicht ausreichend von Schnee geräumt werden könnten. Überdies hätte Gefahr durch Schnee und Eis auf den Stadiondächern bestanden. Der FC St. Pauli und die Deutsche Fußball-Liga wollten eine Spielabsage zunächst nicht bestätigen. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Flugverkehr läuft weitgehend normal

Das Winterwetter hat zunächst keine größeren Auswirkungen auf den Betrieb am Frankfurter Flughafen. Am Morgen gab es keine Einschränkungen bei Starts und Landungen, teilte Fraport mit. Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) läuft der Flugverkehr trotz des angekündigten Schneefalls ebenfalls. „Wir haben kompletten Normalbetrieb“, sagte ein Sprecher des Flughafens am Morgen.
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Sven Lemkemeyer

DWD erwartet Sonntag „Wintertag wie aus dem Bilderbuch“

Sturmtief „Elli“ löst sich am Wochenende langsam auf. Am Samstag schneit es – diesmal eher im Süden als im Norden. Am Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) „einen Wintertag wie aus dem Bilderbuch“. Aber am Montag droht schon neuer Ärger. 

„Am Samstag verlagern sich die Schneefälle in die Südhälfte“, sagt DWD-Meteorologe Marcel Schmid. Vor allem in den Staulagen der Mittelgebirge und im Allgäu schneit es teils heftig, mehr als 30 Zentimeter Neuschnee sind drin. Auch in tieferen Lagen können zehn Zentimeter zusammenkommen. 

„Im Norden und Osten kehrt, abgesehen von vereinzelten Schneeschauern, Ruhe ein“, so der Meteorologe. Positive Temperaturen werden nur noch südlich des Mains gemessen, aber auch dort fallen die Temperaturen im Tagesverlauf in den Frostbereich. „In der Nacht wird es knackig kalt.“ Wo Schnee liegt, rechnet der DWD mit minus zehn Grad.

„Der Sonntag ist dann oftmals ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch“, sagt der Meteorologe. „Bei zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch die frisch verschneite Landschaft.“ Allerdings sollte man sich warm anziehen, denn verbreitet herrscht weiter Dauerfrost. 

„Zum Start in die neue Woche droht dann aus Westen neues Ungemach in Form von gefrierendem Regen“, sagt der DWD voraus. „Im Anschluss deutet sich dann eine Milderung an, wobei abgewartet werden muss, wie weit diese nach Nordosten vorankommt.“ (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Niederbayern zwei Menschen ums Leben gekommen.
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Niederbayern zwei Menschen ums Leben gekommen.   Bild: dpa/Jason Tschepljakow

Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß in Bayern

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Niederbayern zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters. Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenfahrbahn. Es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto.
Ein Fahrer und sein Beifahrer erlitten tödliche Verletzungen, der Fahrer des anderen Wagens wurde laut Polizei schwer verletzt. Die Straße war bis in den Morgen gesperrt, die Einsatzkräfte waren vor Ort, wie die Polizei erklärte. Zunächst gab es keine weiteren Informationen zu dem Unfall im Landkreis Dingolfing-Landau. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Starker Wind macht Wintersport im Harz nicht überall möglich

Im Harz gibt es eine Menge Neuschnee. Doch nicht überall können ihn Wintersportlerinnen und -sportler nutzen, berichtet der NDR. Denn einige Skigebiete haben geschlossen. So läuft wegen des starken Windes auf dem Wurmberg kein einziger Lift, wie die Betreiber mitteilten. Auch am Sonnenberg in Sankt Andreasberg sowie am Rodellift in Torfhaus werde der Betrieb eingestellt, hieß es demnach.
Aktuellen Informationen zufolge sollen aber die Lifte am Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg und am Bocksberg in Hahnenklee in Betrieb sein. Auch der Schlepplift in Braunlage soll öffnen. Ein Großteil der Langlaufloipen im Harz ist ebenfalls gespurt und geöffnet. Wintersportler sollten allerdings auf herabfallende Äste und umknickende Bäume achten, warnte die Polizei.
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Sven Lemkemeyer
Der Verkehr staut sich auf der A7 auf Höhe Bad Hersfeld. 
Der Verkehr staut sich auf der A7 auf Höhe Bad Hersfeld.    Bild: dpa/Osthessen News/Rene Kunze

Mehrere Autobahnen in Hessen durch festgefahrene Lastwagen blockiert

Die winterlichen Straßenverhältnisse sorgen für erhebliche Behinderungen auf den Autobahnen in Osthessen. In der Region sind laut Polizeipräsidium drei Autobahnen in beide Richtungen blockiert: die A7, die A4 und die A5. Grund sind nach Angaben eines Sprechers festgefahrene und querstehende Lastwagen.

Die A4 ist zwischen Kirchheimer Dreieck und Friedewald (Kreis Hersfeld-Rotenburg) blockiert, die A5 vom Hattenbacher Dreieck bis Alsfeld Ost (Vogelsbergkreis), die A7 zwischen Homberg und Bad Hersfeld. 

„Das Problem ist der Schwerlastverkehr“, sagte der Sprecher. Lkw-Fahrer werden aufgefordert, die Autobahnen zu verlassen und Rastplätze anzufahren. Räumfahrzeuge und das Technische Hilfswerk sind im Einsatz. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm „Goretti“ ohne Strom

In Frankreich sind rund 380.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Sturm „Goretti“ in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist. Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.

In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne sollte der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen. Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.

In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut. (dpa) 

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Sven Lemkemeyer

Update 12:50 Uhr
Deutsche Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein – Dauer ungewiss

Fahrgäste müssen sich bis auf Weiteres auf erhebliche Beeinträchtigungen im Fern- und Regionalverkehr der Bahn im Norden Deutschlands einstellen. „Wie lange die Einschränkungen in Norddeutschland andauern, kann ich im Moment noch nicht sagen“, sagte ein Bahnsprecher am Vormittag in Berlin. Die Lage sei sehr dynamisch, eine seriöse Prognose nicht möglich. „Ich kann nur versprechen, dass wir alles dafür tun, die Strecken schnell und sicher freizubekommen“, betonte er.

Die Bahn hatte zuvor den Zugverkehr im Großraum Hannover aufgrund des Wintersturms „Elli“, der mit geballten Schneeladungen übers Land zieht, eingestellt. Betroffen davon ist auch der Fernverkehr, vor allem Verbindungen von Hannover in Richtung Norden. Auch zwischen Berlin und NRW fahren derzeit keine Fernzüge. Es bringe nichts, Züge fahren zu lassen, die dann auf freier Strecke halten müssten, sagte der Bahnsprecher. Die Bahn könne Fahrgäste besser in den Bahnhöfen versorgen als draußen.

Die Bahn empfiehlt, Verbindungen vor Reiseantritt zu prüfen oder Reisen nach Möglichkeit zu verschieben. Die Bahn hat die Zugbindung bei Tickets bis einschließlich Samstag aufgehoben. Fahrkarten behalten auch in den Tagen danach ihre Gültigkeit und sind flexibel nutzbar. (dpa)


Ein ICE der Deutschen Bahn steht inmitten eines Schneesturmes im Hauptbahnhof Hannover.
Ein ICE der Deutschen Bahn steht inmitten eines Schneesturmes im Hauptbahnhof Hannover.   Bild: dpa/Julian Stratenschulte
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Sven Lemkemeyer

Sperrungen auf der A1 und A2 in NRW


Ab 9 Uhr wird die A1 zwischen Nettersheim und Wißkirchen in Richtung Euskirchen bis zum Nachmittag gesperrt, allerdings nicht wegen des Wetters. Laut WDR-Verkehrsstudio wird dort für etwa sechs Stunden ein Lkw geborgen. Es handelt sich um einen Getränkelaster, an dem ein Reifen geplatzt ist. Kurz hinter Hannover ist aktuell die A2 Richtung Dortmund gesperrt. Da steht offenbar ein Lkw quer und hat Feuer gefangen.
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Sven Lemkemeyer
Ein ICE-Zug verlässt am Donnerstag den Berliner Hauptbahnhof. 
Ein ICE-Zug verlässt am Donnerstag den Berliner Hauptbahnhof.    Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka 

Deutsche Bahn erwartet Entspannung am Samstag

Die Deutsche Bahn rechnet nach den aktuellen Unwettern durch Sturmtief „Elli“ ab Samstag mit einer Entspannung im Zugverkehr. Eine generelle Reisewarnung gebe es derzeit nicht, sagte Bahnsprecher Achim Stauß im „ZDF-Morgenmagazin“. Sicherheit habe für die Bahn weiterhin oberste Priorität. „Wir wollen natürlich auch nicht in unsicheren Situationen Züge auf die Strecke schicken, die dann vielleicht das Ziel nicht erreichen oder nicht wieder zurückfahren können“, sagte der Bahnsprecher. Da sei es besser, den Zug am Bahnhof zurückzuhalten.

Bis dahin komme es vor allem auf Strecken in Richtung Norden weiter zu Einschränkungen, unter anderem an die Nordsee sowie nach Kiel, Rostock und Rügen. Als Vorsichtsmaßnahme habe die Bahn dort bereits rund die Hälfte der Züge aus dem Verkehr genommen, um nach Abklingen der Wetterlage schneller wieder einen stabilen Betrieb aufnehmen zu können. Fahrgäste würden darüber rechtzeitig über die Auskunftssysteme informiert.

Probleme in den Zügen selbst, zum Beispiel bei Heizung, Toiletten oder Bordgastronomie, erwartet die Bahn nach eigenen Angaben eher weniger. Die Fahrzeuge würden vorgeheizt, auch Werkstätten seien entsprechend vorbereitet, sagte Stauß. Schwierig könne es erst dann werden, wenn es durch Eisbildung an Oberleitungen zu Stromausfällen komme. Sicherheit habe in solchen Fällen Vorrang, weshalb Züge teils vorsorglich gar nicht erst auf die Strecke geschickt würden.

Die Bahn senkte aufgrund der Wetterlage auch die Höchstgeschwindigkeit auf mehreren ICE-Schnelltrassen, darunter zwischen Frankfurt am Main und Köln sowie Berlin und Wolfsburg. „Dadurch kann es zu Verspätungen und Anschlussverlusten kommen“, erklärte der Konzern am Freitag. Reisende sollten prüfen, ob sie ihre Fahrten gegebenenfalls verschieben könnten. (dpa, AFP)

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Sven Lemkemeyer

Lagezentren beschreiben Lage auf Straßen als insgesamt ruhig

Die Lagezentren in den Bundesländern sprechen in den frühen Morgenstunden insgesamt von einem bis dahin ruhigen Verlauf auf den Straßen mit eher kleinen Unfällen. Mancherorts wurde für Freitag vorsichtshalber der Busverkehr eingestellt oder schon vor Einschränkungen gewarnt. (dpa)
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