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Szene aus "Chaos auf Deponia".

© Daedalic Entertainment

„Chaos auf Deponia“: Irres Spiel: Preisträger von der Müllhalde

Skurrilität siegt. Als bestes deutsches Computerspiel 2013 wurde am Mittwochabend in Berlin der Titel „Chaos auf Deponia“ des Entwicklerstudios Daedalic Entertaiment ausgezeichnet.

Bereits zum zweiten Mal haben die Hamburger damit in der wichtigsten Kategorie des Deutschen Computerspielpreises gewonnen. Der Preis, der von Staatsminister Bernd Neumann als Beauftragtem der Bundesregierung für Kultur und Medien zusammen mit den Branchenverbänden Biu und Game vergeben wird, ist mit insgesamt 385 000 Euro dotiert. Das Hamburger Studio Daedalic ist für irre Figuren wie Edna und Harvey und außergewöhnliche Produktionen bekannt. „Chaos auf Deponia“ ist der zweite Teil einer Trilogie und entführt die Spieler auf Müllhalden voller Abenteuer und schwimmende Schwarzmärkte.

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Die Charaktere um Anti-Held Rufus sind bizarr, die Grafiken handgezeichnet und die Dialoge von schwarzem Humor geprägt, lobt die Jury das Rätselspiel. Der Deutsche Computerspielpreis wird in sieben Kategorien vergeben. Als bestes Kinderspiel wurde „Meine 1. App“ ausgezeichnet, als bestes Jugendspiel „Tiny & Big: Grandpa’s Leftovers“. Weitere Preise wurden für mobile Spiele, Serious Games, Browserspiele und Nachwuchskonzepte ausgelobt. Mit dem 2009 erstmals gestifteten Preis soll die Entwicklung hochwertiger und gewaltfreier Computerspiele aus Deutschland gefördert werden. Im vergangenen Jahr ging der Preis für das beste deutsche Computerspiel an den Ego-Shooter „Crysis 2“. Neumann erwiderte auf die Kritik an der Entscheidung, dass die Kriterien für die Preisvergabe angepasst werden müssten, weil sich die Zeiten geändert hätten. Dass nun mit „Chaos auf Deponia“ die Fortsetzung eines bereits mit Preisen überhäuften Titels als bestes deutsches Spiel ausgezeichnet wurde, zeigt indes, dass nicht nur die Kriterien ein Problem darstellen.

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