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Über eine Milliarde Streamingstunden: Die 80er-Jahre-SciFi-Horrorserie "Stranger Things" ist das derzeit populärste Produkt von Netflix.
© Courtesy Of Netflix

Neue Zahlen zur Streamingnutzung: Netflix wieder im Aufwind

Zuletzt gab es einige Negativschlagzeilen bei Netflix. Die aktuelle AGF-Plattformstudie zeichnet ein anderes Bild. Und es gibt einen neuen Rekord.

Zumindest in Deutschland liegt der Videostreamingdienst Netflix wieder im Aufwind. Das ergibt die gerade veröffentlichte AGF Plattformstudie, die zweimal jährlich erhoben wird.

Nachdem Netflix im Herbst noch einen Rückgang verzeichnen musste, wurde der Dienst in der aktuellen Frühjahrsbefragung wieder häufiger genutzt.

Der Plattformstudie 2022-I zufolge wurde Netflix in den vergangenen vier Wochen – ausgehend vom Befragungszeitraum - von 33,3 Prozent der Gefragten gesehen, davor waren es 30,5 Prozent. Auch Prime Video legte zu – von 22,6 auf 23,9 Prozent. Disney+ verlor hingegen in der Gunst der Nutzer, die Quote sank von 8,3 auf 7,6 Prozent.

Wegen Rückgängen bei den Abonnentenzahlen hatte Netflix zuletzt mehrere hundert Mitarbeiter entlassen. Aktuell kann sich der US-Dienst über einen neuen Rekord freuen: Die vierte Staffel der SciFi-Serie „Stranger Things“ brachte es seit Veröffentlichung auf 1,15 Milliarden Sehstunden.

Noch liegt „Squid Game“ vorn

Zuvor hatte nur die koreanische Serie „Squid Game“ die Marke von einer Milliarde Streamingstunden geknackt. Deren Rekord von 1,65 Milliarden Stunden kann jedoch noch gebrochen werden, da die Zählung von „Stranger Things“ bis Monatsende läuft.

Bei der Plattformbefragung von AGF und Kantar legten aber auch die öffentlich-rechtlichen Kanäle kräftig zu. Die Nutzung in den vergangenen vier Wochen stieg um 2,9 Prozentpunkte auf 28,1 Prozent.

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Kerstin Niederauer-Kopf, Chefin der AGF Videoforschung in Frankfurt, führte das auf eine verstärkte Nutzung von Informationsangeboten durch den Ukraine-Krieg zurück. Die aktuelle Befragung lief vom 14. Februar bis zum 3. April und startete damit kurz vor dem Kriegsbeginn in der Ukraine am 24. Februar.

Der Aufwärtstrend bei den kommerziellen Streamern und der öffentlich-rechtlichen Kanäle ging zulasten von Youtube. Der Frühjahrsstudie zufolge nutzen 49,9 Prozent der über 14-Jährigen den Dienst in den vergangenen vier Wochen, 3,3 Prozentpunkte weniger als im Herbst. Insgesamt gesehen bleibt Youtube damit aber weiterhin die meistgenutzte Plattform.

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