Als erstes asiatisches Land : Taiwan führt die Ehe für alle ein

In Taiwan können gleichgeschlechtliche Paare künftig schrittweise die Ehe beantragen. Zuerst müssen sie einen „dauerhaften exklusiven Bund“ eingehen.

Unterstützerinnen der gleichgeschlechtlichen Ehe bejubel in Tapei die Parlamentsentscheidung.
Unterstützerinnen der gleichgeschlechtlichen Ehe bejubel in Tapei die Parlamentsentscheidung.Foto: Tyrone Siu/REUTERS

Taiwan führt als erstes asiatisches Land die Ehe für alle ein. Das Parlament in Taipeh stimmte am Freitag für ein entsprechendes Gesetz. Das Verfassungsgericht des Inselstaats hatte im Mai 2017 ein Urteil zugunsten gleichgeschlechtlicher Ehen gefällt und der Regierung eine Frist von zwei Jahren gesetzt, um entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen. Noch im November 2018 hatte ein Referendum gegen die Ehe für alle Erfolg.

Das neue Gesetz sieht vor, dass Paare zunächst einen „dauerhaften exklusiven Bund“ eingehen und später die Eintragung als Ehe beantragen können.

Konservative Politiker hatten in den vergangenen Monaten versucht, die Reform zu verhindern. Sie setzten sich dafür ein, gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich gesondert zu behandeln. Das Wort Ehe tauchte in ihrem Gesetzesvorschlägen hingegen nicht vor. (Tsp, AFP)

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