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Der gestürzte Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, und seine Frau Cilia Flores kommen am Wall Street Heliport im New Yorker Stadtteil Manhattan an.

© IMAGO/ZUMA Press Wire/Kyle Mazza-CNP

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Mit Hubschrauber und gepanzertem Fahrzeug: Maduro von US-Drogenpolizei zum Gerichtstermin gebracht

Offenbar Dutzende Tote durch US-Angriff auf Venezuela + Schweiz friert mögliche Vermögenswerte von Maduro ein + Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität + Der Blog.

Stand:

In einer beispiellosen Militäroperation haben US-Eliteeinheiten Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro in der Nacht zu Samstag in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht. Über alle aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie im Liveblog.

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Maduro bei New Yorker Gericht angekommen

Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist bei einem New Yorker Bundesgericht angekommen. Um 12 Uhr (Ortszeit, 18 Uhr MEZ) soll er dort erstmals zu einem Termin erscheinen. 

Auf Videoaufnahmen, die vom US-Sender CNN übertragen wurden, war zu sehen, dass für seinen Transport neben einem gepanzerten Fahrzeug auch ein Helikopter benutzt wurde. Maduro wurde unter anderem von Beamten der US-Drogenpolizei DEA begleitet. (dpa)
Der festgenommene venezolanische Präsident Nicolás Maduro am Downtown Manhattan Heliport, bevor er zum Gericht gebracht wird.
Der festgenommene venezolanische Präsident Nicolás Maduro am Downtown Manhattan Heliport, bevor er zum Gericht gebracht wird.   Bild: REUTERS/Eduardo Munoz
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Macron zur Entmachtung Maduros: Methode war „nicht gebilligt“

Nach seiner anfangs zurückhaltenden Reaktion auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron leichte Kritik am Vorgehen der USA geübt. Frankreich habe „die angewandte Methode weder unterstützt noch gebilligt“, sagte Macron nach den Worten der Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montag in Paris. „Wir verteidigen das Völkerrecht und die Freiheit der Völker“, habe Macron während der Kabinettssitzung hinzugefügt.

Frankreich unterstütze die Souveränität des Volkes, die sich in der Wahl von 2024 in Venezuela ausgedrückt habe. „Wenn es einen Übergang gibt, dann muss der Wahlsieger von 2024 dabei eine zentrale Rolle spielen“, sagte Macron mit Blick auf den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia. Dieser hatte den Sieg für sich beansprucht, war dann aber von den Behörden des südamerikanischen Landes als Wahlbetrüger verfolgt worden und ins spanische Exil geflohen. 

Macron war in die Kritik geraten, als er nach der Festnahme Maduros durch US-Streitkräfte zunächst lediglich bemerkt hatte, dass das venezolanische Volk nun „Grund zur Freude“ habe, da es „von der Diktatur von Nicolás Maduro befreit“ sei. Zum vielfach als völkerrechtswidrig eingeschätzten Vorgehen der USA hatte der französische Präsident zunächst nichts gesagt. (AFP)
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Daniel Krause
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Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat: Angst in Venezuela ist groß

Nach dem Militärschlag der USA und der Inhaftierung von Staatschef Nicolás Maduro ist die Lage in Venezuela weiter angespannt. „Die Menschen haben Angst“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier, am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Essen. „Niemand traut sich, auf der Straße offen zu sprechen, schon gar keine Kritik am Regime zu äußern.“

Dort führten nach wie vor die sogenannten Colectivos, die Schlägertrupps der weiterhin regierenden Administration, Kontrollen durch, sagte Maier. „Die Menschen befürchten, dass die Repression noch weiter steigt, und ihre Situation noch dramatischer wird. Deswegen kam es bereits zu Hamsterkäufen.“

Situation an Grenze zu Kolumbien unklar
Ob es an der Grenze zum Nachbarland Kolumbien zu neuen Migrationsbewegungen komme, sei bislang unklar, sagte der Adveniat-Hauptgeschäftsführer. „Natürlich kann die Angst vor Repression durch das nach wie vor regierende Regime oder vor weiteren Angriffen der USA dazu führen, dass noch mehr Menschen das Land verlassen.“ Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass bereits mehr als acht Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner infolge der schweren Staats- und Wirtschaftskrise nach dem Amtsantritt von Maduro geflohen seien. „Wer also die Möglichkeiten hatte, ist nicht mehr im Land.“

Adveniat gelingt es nach Maiers Angaben weiter, den Menschen in dem südamerikanischen Land zu helfen. Als Lateinamerika-Hilfswerk der Kirche arbeite Adveniat direkt mit den kirchlichen Institutionen und den Pfarrgemeinden in Venezuela zusammen. Das sei auch schon in den vergangenen Jahren von großem Vorteil gewesen. (KNA)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Neben den 32 Kubanern, die bei dem US-Angriff auf Venezuela getötet worden sind, sollen laut Caracas auch Armeeangehörige und Zivilisten getötet worden sein. Eine Ärzteorganisation in Venezuela berichtete der Nachrichtenagentur AFP von rund 70 Toten und 90 Verletzten. (Tsp/AFP)
Ein ausgebranntes Raketenabwehrfahrzeug ist am 3. Januar 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota in Caracas zu sehen.
Ein ausgebranntes Raketenabwehrfahrzeug ist am 3. Januar 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota in Caracas zu sehen.   Bild: AFP/Frederico Parra
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Der Co-Vorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, hat den US-Militäreinsatz zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als klaren Völkerrechtsbruch verurteilt. Zwar könne man Maduros „tyrannisches diktatorisches Regime“ verurteilen. Dies rechtfertige aber nicht das Vorgehen der USA, sagt Banaszak in Berlin. Zugleich warf er Teilen der Union und der Bundesregierung vor, mit „windelweichen Reaktionen“ auf den US-Militäreinsatz zu reagieren. Dies sei gefährlich und könne von US-Präsident Donald Trump als Einladung verstanden werden, sich „die nächsten Ziele herauszusuchen“. Als Konsequenz forderte Banaszak eine Stärkung der „europäischen Souveränität“. Europa müsse sich „selbständig verteidigen können“, die Rüstungskooperation ausbauen und unabhängiger werden bei Zukunftstechnologien sowie der Energieversorgung. (Reuters)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Linken-Chef van Aken kritisiert „Wegducken“ von Kanzler Merz

Linken-Chef Jan van Aken hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für dessen Zurückhaltung nach der US-Militärintervention in Venezuela scharf kritisiert. Merz ducke sich weg: Wenn er sage, das sei komplex und könne nicht so schnell bewertet werden, „dann ist das gelogen“, sagte van Aken am Montag in Berlin. Merz sei Jurist und wisse genau, dass Völkerrecht gebrochen worden sei. „Das muss er auch laut sagen.“

„Bei aller berechtigten Kritik an der Regierung Maduro: Niemand darf ein anderes Land überfallen. Niemand darf einen Präsidenten oder seine Ehefrau entführen. Die beiden Entführten müssen natürlich sofort freigelassen werden“, sagte der Linken-Chef.

Nötig sei nun eine „sehr klare und starke Reaktion“ aus Deutschland und Europa, fuhr van Aken fort. Auch unter Partnern müsse Kritik möglich sein. Wenn das ausbleibe, „dann werden die USA sich ermuntert fühlen, genauso weiter zu machen“. Eine klare Antwort sei außerdem „allein schon, um Grönland zu schützen“, nötig.

Von Europa fordert er eine klare Absage an US-Ansprüche auf die zu Dänemark gehörende Insel Grönland. „Warum nicht mal einen EU-Gipfel auf Grönland durchführen, um klarzumachen, die USA haben hier nichts zu suchen“, sagte van Aken. „Grönland gehört zu Europa und sonst gar nichts.“ (AFP/dpa)
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Christoph Zempel

Nach US-Coup in Venezuela: EU-Kommission spricht von Chance

Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen vermeidet eine klare Bewertung des US-Vorgehens in Venezuela und betont stattdessen positive Aspekte. „Die Ereignisse vom Wochenende bieten die Möglichkeit eines vom venezolanischen Volk geführten demokratischen Übergangs“, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Der von den USA nach New York gebrachte Präsident Nicolás Maduro habe nicht über die Legitimität eines demokratisch gewählten Staatschefs verfügt.

Auf die Frage eines Journalisten, ob das US-Vorgehen aus Perspektive der EU-Kommission „eine Invasion, eine Intervention, einen Akt der Aggression oder einen von außen betriebenen Staatsstreich“ darstelle, wollte sich die Sprecherin nicht äußern. „Wir haben nicht wirklich darüber gesprochen, wie wir das nennen“, sagte sie.

Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas erinnerte unterdessen an eine am Sonntagabend veröffentlichte Erklärung, die von allen EU-Staaten mit Ausnahme von Ungarn mitgetragen wird. In ihr wird darauf verwiesen, dass unter allen Umständen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen gewahrt werden müssen.

Dies kann als Kritik am US-Vorgehen verstanden werden, zumal es in der Erklärung weiter heißt, dass die USA und alle anderen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen eine besondere Verantwortung tragen, diese Grundsätze als Pfeiler der internationalen Sicherheitsarchitektur aufrechtzuerhalten. (dpa)

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Christoph Zempel

Staatstrauer in Kuba wegen in Venezuela getöteter Soldaten

In Gedenken an die 32 bei dem US-Angriff auf Venezuela getöteten Kubaner hat die Regierung in Havanna eine zweitägige Staatstrauer angeordnet. Am Montag und Dienstag werden die Flaggen vor öffentlichen Gebäuden und Militärstützpunkten auf halbmast gesetzt, hieß es in einem von Präsident Miguel Díaz-Canel unterzeichneten Dekret. Öffentliche Feiern sind während dieser Zeit untersagt.

Die Angehörigen der kubanischen Sicherheitskräfte waren bei dem US-Einsatz zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in der Nacht auf Samstag ums Leben gekommen. Nach Angaben der regierenden Kommunistischen Partei Kubas waren sie auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt worden. (dpa)

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Christoph Zempel

Schweiz friert mögliche Vermögenswerte von Maduro ein

Die Schweiz friert mögliche Vermögenswerte des von US-Spezialkräften gefangen genommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ein. Die Maßnahme gelte ab sofort, teilt der Bundesrat in Bern mit. Sie ziele darauf ab, einen Abfluss potenziell unrechtmäßig erworbener Vermögenswerte zu verhindern. Mitglieder der amtierenden venezolanischen Regierung seien davon nicht betroffen. 

Sollte sich herausstellen, dass Gelder unrechtmäßig erworben wurden, werde die Schweiz sich bemühen, dass diese der venezolanischen Bevölkerung zugutekommen. Maduro war am Wochenende von US-Spezialkräften in Venezuela festgenommen und nach New York gebracht worden. (Reuters)
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Christoph Zempel

Bundesregierung: Auch USA müssen Völkerrecht achten

Die Bundesregierung will vor einer abschließenden Bewertung des US-Militäreinsatzes in Venezuela zunächst die Begründung der US-Regierung im UN-Sicherheitsrates abwarten. „Der Bundeskanzler hat unterstrichen, dass alle, auch die USA, das Völkerrecht achten müssen“, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. „Dies gilt ausdrücklich für staatliche Souveränität und territoriale Integrität.“ 

Die Regierung sehe aber, dass es sich um eine komplexe Lage handele. Er verweist darauf, dass die Wahlen in Venezuela manipuliert gewesen seien, weshalb Präsident Nicolas Maduro nicht anerkannt worden sei. Ob es sich um einen völkerrechtswidrigen Einsatz der USA gehandelt hat, wollen er und die Sprecherin des Auswärtigen Amtes nicht sagen. (Reuters)
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Christoph Zempel

Gerichtstermin für Maduro wegen Drogenhandels in New York

Der von US-Spezialkräften gefangengenommene venezolanische Präsident Nicolas Maduro soll im Laufe des Tages einem Bundesgericht in New York vorgeführt werden. Maduro und seine ebenfalls festgenommene Ehefrau Cilia Flores sollen um 18.00 Uhr deutscher Zeit vor einem Bundesgericht in Manhattan erscheinen. 

Dem 63-jährigen Maduro wird von US-Anklägern vorgeworfen, ein Kokain-Handelsnetzwerk geleitet zu haben. Dieses habe mit gewalttätigen Gruppen wie den mexikanischen Kartellen Sinaloa und Zetas sowie den kolumbianischen FARC-Rebellen zusammengearbeitet. Maduro, ein früherer Busfahrer und Gewerkschafter, hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er bezeichnete sie als Vorwand für Pläne der USA, sich die Ölreserven des Landes anzueignen. (Reuters)
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Christoph Zempel

Iran fordert Freilassung Maduros und nennt Beziehungen zu Venezuela unverändert

Der Iran als enger Verbündeter Venezuelas hat nach der US-Militärintervention die Freilassung von Nicolás Maduro gefordert. „Der Präsident eines Landes und seine Ehefrau sind entführt worden. Es gibt keinen Grund, stolz zu sein, das ist ein illegaler Akt“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Montag in Teheran. „Wie die venezolanische Bevölkerung betont hat, muss ihr Präsident freigelassen werden“, fügte er hinzu. 

Das US-Militär hatte Venezuela in der Nacht zum Samstag angegriffen und Maduro sowie seine Ehefrau gefangen genommen. Er wurde in New York inhaftiert, wo ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll. 

Die Beziehungen des Iran zu Venezuela blieben unverändert, sagte der iranische Ministeriumssprecher weiter. „Unsere Beziehungen zu allen Ländern, einschließlich Venezuela, basieren auf gegenseitigem Respekt und so wird es bleiben“, sagte er. Die Regierung in Teheran stehe in Kontakt mit den venezolanischen Behörden. (AFP)

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Christoph Zempel

Barley: EU muss nach US-Militärangriff auf Venezuela Verbündete an einen Tisch holen

Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela muss die Europäische Union nach Ansicht der Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), Verbündete suchen und ihren Zusammenhalt stärken. US-Präsident Donald Trump gehe es „darum, die Einflusssphäre der USA zu sichern, die westliche Hemisphäre als Einflusssphäre der USA zu definieren“, sagte Barley am Montag im „ZDF-Morgenmagazin“.

„Das ist das, worum es eigentlich geht“, sagte sie mit Verweis auf die US-Militärintervention. Die EU müsse dringend „untereinander und mit unseren Verbündeten“ diskutieren, wie sie mit diesem Anspruch umgehe, forderte Barley. 

Es werde „jetzt eine Neuordnung geben der Welt“, warnte sie. „Wenn jetzt die Regierenden der großen Blöcke beginnen, Einflusssphären einzuteilen, dann wird es darum gehen: Wo sind unsere Partnerinnen und Partner?“, fragte Barley. „Denn wenn das jetzt zwei bis drei große Länder tun“, dann gebe es „sehr, sehr viele, die damit nicht einverstanden sind, die daran kein Interesse haben“. 

Die EU müsse diese befreundeten Staaten an einen Tisch holen „und sehen, wie wir damit umgehen“. Im Moment gehe es vor allem darum, „die Europäische Union zusammenzuhalten und sie stark zu machen“, denn „diese großen Blöcke haben alle das Interesse, die Europäische Union auseinanderzudividieren“, warnte Barley. (AFP)

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Christoph Zempel

Kolumbiens Präsident weist Trump-Drohungen zurück

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Äußerungen seien eine „illegitime Drohung“, er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. „Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln.“ Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die größte Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet.

Zugleich rief der Staatschef die Sicherheitskräfte zur Loyalität auf. „Jeder Soldat in Kolumbien hat ab sofort einen Befehl: Jeder Kommandant der Sicherheitskräfte, der die Flagge der USA der Flagge Kolumbiens vorzieht, wird auf Befehl der Basis, der Truppe und mir sofort aus der Institution entlassen.“ Er habe Vertrauen in sein Volk: „Der Befehl an die Sicherheitskräfte lautet, nicht auf das Volk zu schießen, sondern auf den Angreifer.“

Trump: Kolumbien sei von „krankem Mann“ regiert

Trump hatte Kolumbien zuvor scharf attackiert. Der Republikaner sagte, das Land werde von einem „kranken Mann“ regiert, der es liebe, „Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen“. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: „Das klingt für mich gut.“ 

Petro wies Vorwürfe zurück, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies etwa auf große Kokainbeschlagnahmen und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen. „Ich bin weder illegitim noch ein Drogenhändler“, schrieb er auf X. (dpa)

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Christoph Zempel

Ölpreise nach Maduro-Gefangennahme nur wenig bewegt

Die Ölpreise haben kaum auf die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten reagiert. Nach Verlusten von etwas mehr als einem Prozent zu Handelsbeginn drehten die Preise zwischenzeitlich ins Plus. Am frühen Montagmorgen kostete Öl dann wieder etwas weniger als noch Ende vergangener Woche. Derzeit wägen die Investoren die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des US-Angriffs auf das ölreiche südamerikanische Land ab.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März lag am Montagmorgen bei 60,45 Dollar und damit 30 Cent oder ein halbes Prozent unter dem Freitagsschluss. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar fiel um 36 Cent oder rund 0,6 Prozent auf 56,96 Dollar.

Venezuela hat zwar riesige Ölvorkommen, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern. Daher steuert das Land derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei und hat zudem wegen des politischen Drucks durch die Vereinigten Staaten kaum Abnehmer. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mit Hilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben. (dpa)

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Benjamin Reuter

Venezuelas Interimspräsidentin ernennt Kommission zur Freilassung von Maduro

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Kommission ins Leben gerufen, die sich für die Freilassung des von den USA gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Frau einsetzen soll. Am Sonntag (Ortszeit) ernannte Rodríguez ihren Bruder Jorge Rodríguez, den Präsidenten der Nationalversammlung, sowie Außenminister Iván Gil zu Vorsitzenden des neu geschaffenen Gremiums. Auch Informationsminister Freddy Ñáñez werde der Kommission angehören. 

Rodríguez, die am Sonntag in Caracas ihre erste Kabinettssitzung einberufen hatte, drang derweil auf eine „ausgewogene und respektvolle“ Beziehung zwischen den USA und Venezuela. „Wir laden die US-Regierung dazu ein, gemeinsam an einem Programm für die Zusammenarbeit zu arbeiten“, erklärte die Interimspräsidentin im Onlinedienst Telegram. (AFP)
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Benjamin Reuter

Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität

US-Präsident Donald Trump sieht nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. „Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt“, sagte Trump vor der Presse. „Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir große Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen“, sagte der US-Präsident.

Auf die Frage von Reportern, ob die USA von Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez verlangen werden, dass sie Oppositionelle zurückkehren lässt oder politische Gefangene freilässt, sagte Trump: „So weit sind wir noch nicht. Im Moment wollen wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten“. Die USA hatten in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen, Maduro festgenommen und außer Landes gebracht. 

Trump sagte danach, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Außenminister Marco Rubio machte nun in einem Interview mit dem US-Sender CBS deutlich, dass Washington Venezuela nicht regieren werde, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade aber politische Veränderungen in dem Land herbeiführen werde. Die Blockade sei ein „enormer Hebel“ und bleibe so lange, bis zentrale Forderungen erfüllt seien. (dpa)
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