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Rettungskräfte durchsuchen in Charkiw nach einem russischen Angriff Trümmer.

© Imago/Le Pictorium/Nicolas Cleuet

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Attacken in der Neujahrswoche: Selenskyj meldet 2000 russische Luftangriffe auf die Ukraine

Russland registriert einen Toten bei Attacke auf Grenzregion + Kiew: Sicherheitsberater der Unterstützer-Länder erörtern „Rahmendokumente“ + Trump zeigt sich „nicht begeistert“ von Putin + Der Newsblog.

Stand:

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Sven Lemkemeyer

Selenskyj meldet 2000 russische Luftangriffe in der Neujahrswoche

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. „Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1.070 Gleitbomben, fast 1.000 Drohnen und 6 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt.

Dabei erinnerte Selenskyj in einem Video auch an einen Angriff auf die Stadt Charkiw; dort gab es am 2. Januar zahlreiche Opfer. Am Sonntag stieg die Zahl der aus den Trümmern eines getroffenen Hauses geborgenen Toten auf vier, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 30 Menschen waren verletzt worden. (dpa)

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Trump zweifelt russische Angaben zu Angriff auf Putin-Residenz an
US-Präsident Donald Trump zweifelt die russischen Angaben zu einem angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des Präsidenten Wladimir Putin an. „Ich glaube nicht, dass ⁠dieser Angriff stattgefunden hat“, sagt Trump am Sonntag. Es sei zwar ‌etwas in der Nähe passiert, dies habe aber nichts damit zu tun. Moskau wirft Kiew vor, am Montag versucht zu haben, mit 91 Langstreckendrohnen eine Residenz Putins ‍in der nordrussischen Region Nowgorod anzugreifen. Die Ukraine und westliche Staaten bestreiten die russische Darstellung. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Kiews Bürgermeister meldet russischen Luftangriff auf die Hauptstadt
Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew aus der Luft an. Das teilt Bürgermeister Vitali ⁠Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr sei ‌im Einsatz. Klitschko ruft die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Russland: Moskau offenbar täglich Ziel ukrainischer Drohnenangriffe
Die Ukraine greift die russische Hauptstadt Moskau seit ⁠Jahresbeginn offenbar täglich mit Drohnen an. Das russische ‌Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, allein bis Sonntag Mitternacht seien 57 Drohnen über der Region Moskau zerstört worden. Wegen ‍der Angriffe müssen die Flughäfen in der Hauptstadt nach Angaben der russischen ​Luftfahrtbehörde Rosawiazija immer wieder vorübergehend schließen. Eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor. Die Regierung in Kiew erklärt jedoch seit Längerem, mit solchen Angriffen die russische Militärlogistik und ‌Energieinfrastruktur schwächen zu wollen. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Brand nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Lipezk
Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der Stadt Jelez ‍in der russischen Region Lipezk einen ​Brand in einem Industriegebiet aus. Das teilt der Gouverneur der Region, Igor Artamonow, ‌mit. Verletzte gebe ​es ​nicht. ⁠In Jelez befindet sich das Batteriewerk ‌Energija, ein wichtiger Hersteller für die russische ‍Rüstungsindustrie. Die Ukraine hat ‍das Werk nach eigenen Angaben bereits ​früher angegriffen. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Lettlands Polizei untersucht Schiff nach Schaden an Ostsee-Kabel
Nach einem erneuten Schaden an einem Telekommunikationskabel in der Ostsee hat die lettische Polizei ein Schiff untersucht. Das Schiff und seine Besatzung seien nicht festgesetzt worden und die Besatzung kooperiere mit den Ermittlern, teilte die lettische Polizei ⁠am Sonntag mit. Der Schaden sei bereits am Freitag aufgetreten. ‌Die Polizei habe das Schiff am Sonntag betreten.

Nach Angaben des südlichen Nachbarlandes Litauen verläuft das Kabel von der Ortschaft Sventoji in Litauen zur Stadt Liepaja in ‍Lettland. Die Entfernung beträgt etwa 65 Kilometer. Die Ursache des Vorfalls sei zunächst unklar, teilte das litauische ​Krisenmanagementzentrum mit. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina erklärte, der Schaden sei in der Nähe von Liepaja aufgetreten. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die lettischen Kommunikationsnutzer, schrieb sie auf X.

Die Ostseeregion ist seit Russlands Großangriff auf ‌die Ukraine im Jahr ​2022 nach ​einer ⁠Reihe von Ausfällen von Stromkabeln, Telekommunikationsverbindungen und Gaspipelines in Alarmbereitschaft. Die Nato hat ihre ‌Präsenz mit Schiffen, Flugzeugen und Drohnen verstärkt. Erst vor wenigen Tagen hatte die finnische Polizei ein Frachtschiff ‍auf dem Weg von Russland nach Israel beschlagnahmt. Es ‍steht unter dem Verdacht, mit seinem Anker ein Untersee-Telekommunikationskabel zwischen Helsinki und Estland beschädigt ​zu haben. Die Polizei sprach von schwerer Sabotage. (Reuters)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz
Bei einer Autoexplosion in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben ein Soldat verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Millionenmetropole mitteilte, kam es beim Öffnen des Kofferraums zu der Detonation. Der Soldat sei durch Splitter verletzt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts eines Terroranschlags. Nähere Angaben etwa zum Besitzer des Fahrzeugs oder möglichen Hintergründen machten die Ermittler nicht. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Trump: Bin nicht begeistert von Putin

US-Präsident Donald Trump ist ‌unzufrieden mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem andauernden Krieg gegen die Ukraine. „Ich ‍bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele ​Menschen“, sagte Trump auf einer Pressekonferenz zur US-Militäraktion in Venezuela. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer

Kiew: Sicherheitsberater der Unterstützer-Länder erörtern „Rahmendokumente“

Die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen haben nach ukrainischen Angaben über „Rahmendokumente“ zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gesprochen. Zu den am Samstag erörterten Dokumenten gehörten laut Verhandlungsführer Rustem Umerow „Sicherheitsgarantien und Ansätze für den Friedensplan“. Zudem sei es bei dem Treffen um die „Abfolge weiterer gemeinsamer Schritte“ gegangen, erklärte Umerow im Onlinedienst Telegram

Die Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten, der EU und der Nato berieten in Kiew. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff nahm per Videolink an dem Treffen teil, wie ein ukrainischer Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte.

Nach ukrainischen Angaben soll am Dienstag ein Folgetreffen in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine stattfinden. (AFP)

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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Offenbar ein Toter bei Drohnenangriff auf russische Grenzregion

Der Gouverneur der russischen ‌Grenzregion Belgorod meldet einen ukrainischen Drohnenangriff, bei dem ein Mann getötet worden sei. Zudem ‍seien eine Frau und ein vierjähriges Kind verletzt worden, ​teilt Wjatscheslaw Gladkow weiter mit. Ihr Zustand sei ernst, sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Feuerwehr ‌habe einen ​Brand gelöscht, ​der nach ⁠dem Angriff ein Auto erfasst habe. ‌Das russische Verteidigungsministerium teilte daneben mit, es seien in ‍der Nacht 90 ukrainische Drohnen und ‍am Sonntagmorgen 42 weitere Drohnen abgeschossen worden. Drei ​von ihnen seien Richtung Moskau unterwegs gewesen. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer
Die Halle der Namen in Yad Vashem ist der Aufbewahrungsort der Namen von Opfern des Holocaust.
Die Halle der Namen in Yad Vashem ist der Aufbewahrungsort der Namen von Opfern des Holocaust.   Bild: Imago/Zuma Press Wire/Nir Alon

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz nach dem Start des russischen Angriffskriegs keine Rede in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem halten dürfen. Dies bestätigte nun der Vorsitzende der Gedenkstätte, Dani Dayan, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf ein Gespräch mit Dayan in Jerusalem berichtet.

Selenskyj habe damals vor 300 Gästen sprechen wollen, verbunden mit einer weltweiten Übertragung. „Ich habe das abgelehnt“, sagte Dayan. Er hätte befürchtet, der Auftritt habe den Holocaust mit dem Krieg in der Ukraine gleichsetzen sollen. „Nicht jedes Kriegsverbrechen ist ein Genozid, und nicht jeder Genozid ist ein Holocaust“, erklärte er mit Bezug auf den Angriffskrieg, den Russland im Februar 2022 in der Ukraine begann.

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Sven Lemkemeyer

Kiesewetter: Ukraine-Einsatz der Bundeswehr nicht ausschließen

Politiker von CDU und FDP halten einen Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine für möglich – nach einem Waffenstillstand und innerhalb einer multinationalen Truppe. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem „Spiegel“, die Frage der Bodentruppen stelle sich erst nach einem Waffenstillstand. Er betonte aber: „Deutschland als selbst ernannte Führungsnation sollte hier zumindest in der öffentlichen Kommunikation nichts ausschließen.“

Deutschland, so Kiesewetter, sollte die sogenannte Koalition der Willigen mit einer „angemessenen, also umfangreichen deutschen Beteiligung rechtssicher organisieren“. In jedem Fall sollten die Truppen aus den Staaten der „Koalition der Willigen“ auch offen für Beiträge Dritter sein, die die Haltung von Nato und EU unterstützen, sagte der Bundestagsabgeordnete. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

Sicherheitsberater der Ukraine-Verbündeten in Kiew eingetroffen

Delegationen der europäischen Verbündeten der Ukraine sowie der Nato sind am Samstagvormittag zu neuen Beratungen in Kiew eingetroffen. „Sicherheitsberater aus europäischen Ländern sind in Kiew eingetroffen“, schrieb der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umerow im Onlinedienst Telegram. Es stehe „ein arbeitsreicher Tag“ bevor mit Beratungen zu Sicherheits- und Wirtschaftsfragen und der Abstimmung weiterer Schritte mit den Verbündeten.

An dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in der ukrainischen Hauptstadt sollen Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten teilnehmen. Eine US-Delegation wird nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj per Videolink zugeschaltet. (AFP)

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Sandra Lumetsberger

Sicherheitsberater der Ukraine-Unterstützerstaaten beraten in Kiew

In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Freitag ankündigte. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.

In der kommenden Woche will Selenskyj in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen. Die internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, hatten sich jüngst wieder intensiviert. Am Sonntag waren Selenskyj und Trump in dessen Privatanwesen in Florida zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide Seiten meldeten danach Fortschritte. (AFP)

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Sandra Lumetsberger

Kiew ordnet Evakuierung von 3000 Kindern aus Saporischschja und Dnipropetrowsk an

Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von mehreren Tausend Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet. 

Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“ sei beschlossen worden, mehr als 3000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram.

Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt.

Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezembertagen Evakuierungen in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit dem 1. Juni 2025 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, erklärte Kuleba.

Die meisten Zwangsevakuierungen von Zivilisten hatte es in den vergangenen Jahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine gegeben, wo ein Großteil der Kämpfe stattfand. Die russische Armee rückt aber auch in der Region Dnipropetrowsk vor, in die sie im Sommer 2025 eingedrungen war, und in die Region Saporischschja, wo die Front über lange Zeit eingefroren war. (AFP)

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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Update: 19 Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die nordostukrainische Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalbehörden mindestens 19 Menschen verletzt worden. Der Beschuss am Freitag habe Wohngebäude getroffen, teilte Gouverneur Oleg Synegubow mit. Unter den Verletzten sei ein sechsmonatiges Baby. Die Menschen hätten Verletzungen durch eine Explosion sowie durch Glassplitter davongetragen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff „abscheulich“. Nach den ersten Berichten hätten zwei Raketen eine „normale Wohngegend“ getroffen, erklärte er. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus Charkiw zeigten beschädigte mehrstöckige Gebäude, qualmende Trümmerhaufen und Feuerwehrleute im Einsatz.

Moskau hatte am Vortag der ukrainischen Armee einen Drohnenangriff mit zwei Dutzend Toten auf ein Hotel im russisch kontrollierten Teil der südukrainischen Region Cherson vorgeworfen und vor „Konsequenzen“ gewarnt. 

Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, teilte im Onlinedienst Telegram mit, es habe mindestens 24 Tote und „Dutzende“ Verletzte gegeben. 

Nach ukrainischen Angaben richtete sich dieser Angriff jedoch gegen ein Militärtreffen, zu dem Zivilisten nicht zugelassen waren.

In der südukrainischen Stadt Cherson ist zudem ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt worden, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter.

Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom.

In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen. (AFP/dpa)

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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

"DeepState"-Gründer warnt vor Erschöpfung an der Front

Die ukrainische Armee geht offenbar tief erschöpft in das Jahr 2026. Das Beschönigen der realen Lage an der Front werde zu einer Gefahr, sagte der Mitbegründer des Blogs „DeepState“, Roman Pohorylyj, in einem Interview mit „Radio NV“

Nach seinen Angaben befinden sich ukrainische Soldaten in einigen Frontabschnitten 250 bis 300 Tage ohne Rotation im Einsatz – ein Zustand, der Ausdruck eines systemischen Problems sei. Schuld daran seien schlechte Führung und der mangelhafte Umgang mit den Personalressourcen.

In einem Abnutzungskrieg verschärften geschönte Berichte und unaufrichtige öffentliche Kommunikation die Lage zusätzlich, da sie rechtzeitige Entscheidungen über Rotationen, Reserven und taktische Anpassungen verhinderten, so Pohorylyj weiter.

Als einen der wenigen positiven Aspekte des Jahres 2025 nannte er die Operation im Raum Kupjansk an der nordöstlichen Front, wo es den ukrainischen Streitkräften gelang, russische Truppen zurückzudrängen. Zugleich mahnte Pohorylyj jedoch, dass ein Erfolg 2026 nicht von Siegesrhetorik, sondern von effizienter Führung, einer ehrlichen Lageeinschätzung und dem Schutz der Soldaten abhängen werde – ansonsten lasse sich die Front nicht halten. (Yulia Valova)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Selenskyj macht Geheimdienstchef zu neuem Büroleiter

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Geheimdienstchef Kyrylo Budanow die Leitung des Präsidialamts übertragen. Budanow wird damit Nachfolger von Andrij Jermak, der nach Hausdurchsuchungen der Korruptionsbehörden Ende November zurückgetreten war. Selenskyj berichtete in den sozialen Medien über eine Sitzung mit Budanow, in der er ihm den Posten angeboten habe. 

Budanow leitete bisher den Militärgeheimdienst HUR. Selenskyj teilte mit, die Ukraine müsse sich stärker auf Sicherheitsfragen, die Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte und den diplomatischen Weg der Verhandlungen konzentrieren. Das Präsidialamt werde sich diesen Aufgaben vorrangig widmen. Budanow sei besonders erfahren in diesen Bereichen und könne Ergebnisse erzielen, schrieb Selenskyj.

Die Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, wird seit Wochen von einem Schmiergeldskandal erschüttert, der bis in die Staatsführung reicht. Auch Jermak war in diesem Zusammenhang in Erklärungsnot geraten. Ende November trat er nach Hausdurchsuchungen zurück. Jermak ist ein langjähriger Vertrauter von Selenskyj und war eine zentrale Figur bei den Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des Krieges. Er hatte das ukrainische Verhandlungsteam angeführt. (dpa)
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