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Rekruten der 65. Separaten Mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte in der Region Saporischschja.

© REUTERS/UKRAINIAN ARMED FORCES

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Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“: Kiew ordnet Evakuierung von 3000 Kindern aus umkämpften Gebieten an

Selenskyj macht Geheimdienstchef zu neuem Büroleiter + Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert + Ukraine täuschte offenbar Tod von Milizenchef vor + Der Newsblog.

Stand:

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Sandra Lumetsberger

Kiew ordnet Evakuierung von 3000 Kindern aus Saporischschja und Dnipropetrowsk an

Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von mehreren Tausend Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet. 

Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“ sei beschlossen worden, mehr als 3000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram.

Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt.

Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezembertagen Evakuierungen in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit dem 1. Juni 2025 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, erklärte Kuleba.

Die meisten Zwangsevakuierungen von Zivilisten hatte es in den vergangenen Jahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine gegeben, wo ein Großteil der Kämpfe stattfand. Die russische Armee rückt aber auch in der Region Dnipropetrowsk vor, in die sie im Sommer 2025 eingedrungen war, und in die Region Saporischschja, wo die Front über lange Zeit eingefroren war. (AFP)

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Sandra Lumetsberger

Sicherheitsberater der Ukraine-Unterstützerstaaten beraten in Kiew

In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Freitag ankündigte. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.

In der kommenden Woche will Selenskyj in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen. Die internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, hatten sich jüngst wieder intensiviert. Am Sonntag waren Selenskyj und Trump in dessen Privatanwesen in Florida zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide Seiten meldeten danach Fortschritte. (AFP)

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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Update: 19 Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die nordostukrainische Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalbehörden mindestens 19 Menschen verletzt worden. Der Beschuss am Freitag habe Wohngebäude getroffen, teilte Gouverneur Oleg Synegubow mit. Unter den Verletzten sei ein sechsmonatiges Baby. Die Menschen hätten Verletzungen durch eine Explosion sowie durch Glassplitter davongetragen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff „abscheulich“. Nach den ersten Berichten hätten zwei Raketen eine „normale Wohngegend“ getroffen, erklärte er. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus Charkiw zeigten beschädigte mehrstöckige Gebäude, qualmende Trümmerhaufen und Feuerwehrleute im Einsatz.

Moskau hatte am Vortag der ukrainischen Armee einen Drohnenangriff mit zwei Dutzend Toten auf ein Hotel im russisch kontrollierten Teil der südukrainischen Region Cherson vorgeworfen und vor „Konsequenzen“ gewarnt. 

Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, teilte im Onlinedienst Telegram mit, es habe mindestens 24 Tote und „Dutzende“ Verletzte gegeben. 

Nach ukrainischen Angaben richtete sich dieser Angriff jedoch gegen ein Militärtreffen, zu dem Zivilisten nicht zugelassen waren.

In der südukrainischen Stadt Cherson ist zudem ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt worden, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter.

Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom.

In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen. (AFP/dpa)

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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

"DeepState"-Gründer warnt vor Erschöpfung an der Front

Die ukrainische Armee geht offenbar tief erschöpft in das Jahr 2026. Das Beschönigen der realen Lage an der Front werde zu einer Gefahr, sagte der Mitbegründer des Blogs „DeepState“, Roman Pohorylyj, in einem Interview mit „Radio NV“

Nach seinen Angaben befinden sich ukrainische Soldaten in einigen Frontabschnitten 250 bis 300 Tage ohne Rotation im Einsatz – ein Zustand, der Ausdruck eines systemischen Problems sei. Schuld daran seien schlechte Führung und der mangelhafte Umgang mit den Personalressourcen.

In einem Abnutzungskrieg verschärften geschönte Berichte und unaufrichtige öffentliche Kommunikation die Lage zusätzlich, da sie rechtzeitige Entscheidungen über Rotationen, Reserven und taktische Anpassungen verhinderten, so Pohorylyj weiter.

Als einen der wenigen positiven Aspekte des Jahres 2025 nannte er die Operation im Raum Kupjansk an der nordöstlichen Front, wo es den ukrainischen Streitkräften gelang, russische Truppen zurückzudrängen. Zugleich mahnte Pohorylyj jedoch, dass ein Erfolg 2026 nicht von Siegesrhetorik, sondern von effizienter Führung, einer ehrlichen Lageeinschätzung und dem Schutz der Soldaten abhängen werde – ansonsten lasse sich die Front nicht halten. (Yulia Valova)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Selenskyj macht Geheimdienstchef zu neuem Büroleiter

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Geheimdienstchef Kyrylo Budanow die Leitung des Präsidialamts übertragen. Budanow wird damit Nachfolger von Andrij Jermak, der nach Hausdurchsuchungen der Korruptionsbehörden Ende November zurückgetreten war. Selenskyj berichtete in den sozialen Medien über eine Sitzung mit Budanow, in der er ihm den Posten angeboten habe. 

Budanow leitete bisher den Militärgeheimdienst HUR. Selenskyj teilte mit, die Ukraine müsse sich stärker auf Sicherheitsfragen, die Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte und den diplomatischen Weg der Verhandlungen konzentrieren. Das Präsidialamt werde sich diesen Aufgaben vorrangig widmen. Budanow sei besonders erfahren in diesen Bereichen und könne Ergebnisse erzielen, schrieb Selenskyj.

Die Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, wird seit Wochen von einem Schmiergeldskandal erschüttert, der bis in die Staatsführung reicht. Auch Jermak war in diesem Zusammenhang in Erklärungsnot geraten. Ende November trat er nach Hausdurchsuchungen zurück. Jermak ist ein langjähriger Vertrauter von Selenskyj und war eine zentrale Figur bei den Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des Krieges. Er hatte das ukrainische Verhandlungsteam angeführt. (dpa)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Erdogan will in Telefonat mit Trump über Ukraine sprechen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will am Montag mit ‍US-Präsident Donald Trump über die Friedensbemühungen zwischen der ​Ukraine und Russland sprechen. In dem Telefonat solle es auch um die Lage ‌im Gazastreifen gehen, sagt ​Erdogan ​vor ⁠Journalisten in Istanbul. Zudem kündigt er an, ‌dass der türkische Außenminister Hakan Fidan ‍an dem Treffen der Ukraine-Unterstützerstaaten ‍aus der „Koalition der Willigen“ am Dienstag in ​Paris teilnehmen werde. (Reuters)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Ukraine: Russland weitet den Einsatz gelenkter Fliegerbomben aus

Russland steigert offenbar den Einsatz verschiedener Typen gelenkter Fliegerbomben. Diese Waffe werde auch im Jahr 2026 eine der zentralen Bedrohungen für die Ukraine bleiben. Das sagte Oberst Yurii Ihnat, Leiter der Kommunikationsabteilung der ukrainischen Luftstreitkräfte, im ukrainischen Fernsehen.

Nach seinen Angaben setzte Russland im vergangenen Jahr rund 60.000 gelenkte Fliegerbomben ein, wobei die Intensität der Attacken monatlich zugenommen habe. Ihnat betonte, dass es weltweit nicht genügend Flugabwehrraketen gebe, um diese Attacken systematisch abzufangen, die Ukraine bei der Abwehr jedoch in einzelnen Einsatzabschnitten erfolgreich sei.

Ein zentrales Element der Verteidigung bleibe der Kampf gegen die feindliche Luftwaffe – insbesondere das Zurückdrängen der Trägerflugzeuge auf eine für die Ukraine sichere Distanz. (Yulia Valova)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Ukraine: Putin versucht, den Krieg zu verlängern

Die Ukraine wirft Russland vor, einen Drohnenangriff auf eine Residenz von Wladimir Putin inszeniert zu haben; Medienberichten zufolge geht unter anderem auch die CIA von einer Inszenierung aus. Andrij Kowalenko, Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, sieht ein bestimmtes Kalkül hinter dem russischen Vorgehen.

Putin versuche demnach, den Krieg gegen die Ukraine bis Mai zu verlängern. Er wolle außerdem neue Sanktionen der USA vermeiden und den aktuellen Entwurf eines Friedensplans zu eigenen Gunsten ändern. (Yulia Valova)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Kiew warnt vor russischer, inszenierter Provokation

Der ukrainische Auslandsgeheimdienst meldet auf Telegram, dass der Kreml angeblich eine großangelegte Provokation vorbereitet, die zu zahlreichen Opfern führen könnte. 

Als wahrscheinlicher Zeitpunkt wird die Zeit kurz vor oder während der Feierlichkeiten zu Weihnachten nach dem julianischen Kalender genannt. Als mögliche Ziele werden religiöse Stätten oder andere symbolisch aufgeladene Objekte genannt – sowohl auf russischem Staatsgebiet als auch in den besetzten Gebieten der Ukraine. Zur Inszenierung einer angeblichen ukrainischen Verantwortung könnte Russland Trümmer westlich produzierter Kampfdrohnen verwenden, heißt in der Meldung.

Ende Dezember hatte Russland einen angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf die Privatresidenz von Wladimir Putin gemeldet. Unter anderem die CIA bezweifelt Medienberichten zufolge den Wahrheitsgehalt der Behauptungen. (Valeriia Semeniuk)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien

Zwischen der Ukraine und Tschechiens neuer Regierung ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Kiews Botschafter in Prag protestierte nun gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Dieser hatte in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen „sinnlosen Krieg“ fortzuführen. Die ukrainische Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschimpfte er laut Medienberichten als korrupte „Diebe“.

In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Vasyl Zvarych die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, „unter dem Einfluss russischer Propaganda“ zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.

In Tschechien regiert seit wenigen Wochen eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der rechtspopulistischen ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis. Tschechien zählte bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine. Ob es unter der neuen Regierung dabei bleibt, ist fraglich. (KNA)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Zweifel an Ukraine-Friedensdeal schieben Rüstungswerte an

Zweifel an einem baldigen Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine geben den Rüstungswerten laut einem Börsianer Auftrieb. Der europäische Branchenindex legt in der Spitze 2,9 Prozent zu. Im Dax verteuert sich Rheinmetall um zwei Prozent. Im MDax steigen Hensoldt und Renk um 3,4 und 2,6 ⁠Prozent.

Auch die Titel von Airbus und dem Triebwerksbauer MTU profitieren dem Händler zufolge von der ‌Hoffnung auf weiter gute Geschäfte im Rüstungssektor. Sie notieren jeweils 2,6 Prozent fester und sind damit Spitzenreiter im deutschen Leitindex. (Reuters)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert

Der militärnahe ukrainische Blog „DeepState“ hat aktuelle Zahlen zu den russischen Eroberungen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Demnach besetzte Russland weitere 4336 Quadratkilometer der Ukraine. Das entspreche etwa 0,72 Prozent des gesamten ukrainischen Territoriums

„Im Vergleich zu den Vorjahren war 2025 ein besonders schwieriges Jahr für die ukrainischen Streitkräfte“, heißt es. 2024 soll die Ukraine nur rund 3600 Quadratkilometer verloren haben, steht in älteren Berichten. Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen auch, wie langsam die russische Armee – unter hohen Verlusten – vorankommt. Seit Januar 2023 habe sie 7463 Quadratkilometer (1,23 Prozent) erobert.

Den größten Zuwachs (+10,6 Prozent) erreichte Russland den Angaben nach 2025 in der östlichen Region Donezk, wo sich die umkämpfte Industriestadt Pokrowsk befindet. Es folge Saporischschja mit 2,1 Prozent. In den anderen Regionen liege der Zuwachs bei ungefähr einem Prozent oder darunter.

Insgesamt halte Russland seit 2014, als die Krim annektiert wurde, 19,25 Prozent der Ukraine besetzt. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) setzte die Zahl des neu eroberten Gebiets etwas höher mit 4952 Quadratkilometern an – aber immer noch deutlich niedriger als die 6640 Quadratkilometer, die seitens Russlands angegeben wurden.
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Ukraine: Greifen nur militärische Ziele und Energieanlagen an

Angesichts russischer Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der von Russland besetzten Region Cherson erklärt das ukrainische Militär, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen „und andere legitime Ziele“ an. Die ukrainischen Streitkräfte ⁠hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter ‌Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Hotel liegt nicht vor. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Angriff auf Putin-Residenz? Moskau übergibt US-Botschafter Material
Russland hat nach eigenen Angaben auf einer ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten. Die angeblichen Beweise enthalten u.a. Bilder einer Drohne in einem Wald im Schnee, Karten mit Flugrouten und Uhrzeiten sowie angebliche Augenzeugen.

Die Ukraine bezeichnet die russischen Vorwürfe seit Tagen als Lüge – mit dem Ziel, Schläge gegen Regierungsgebäude in Kiew zu rechtfertigen. 

Die Übergabe von Material an die USA gilt auch als Reaktion auf Berichte in amerikanischen Medien, nach denen der US-Auslandsgeheimdienst CIA ermittelt habe, dass die ukrainischen Drohnen nicht Putins Residenz als Ziel gehabt hätten. (dpa)

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte im Ringen um Sicherheitsgarantien. „Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. „Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden“, führte er aus.

Beim Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der „Koalition der Willigen“ am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.

Selenskyj berichtete auch von einem Telefonat mit Zyperns Präsidenten Nikos Christodoulides, der den EU-Ratsvorsitz für die nächsten sechs Monate innehat. „Die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union ist auch eine Sicherheitsgarantie, und wir arbeiten ebenfalls auf die Mitgliedschaft hin“, sagte Selenskyj.

Das Wichtigste für die Ukraine sei weiter eine ausreichende Unterstützung von den Partnern. „Davon hängt alles ab, vor allem die Soldaten an der Front, alle unsere Verteidiger und Verteidigerinnen, unsere Industrie, unsere Produktion, die Waffenproduktion“, sagte Selenskyj. Das Land brauche Raketen für die Flugabwehr, Geld für Waffen, Drohnen, Technik – „für alles, was notwendig ist“.

Selenskyj berichtete auch von einem Besuch seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in der Türkei, der das Ziel hatte, die Gefangenenaustausche wieder aufzunehmen. „Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen“, sagte Selenskyj. Nach viel Aktivität 2025 seien die Austausche zuletzt zum Erliegen gekommen.
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel in der Ostsee

Nach der Beschädigung eines Telekommunikationskabels am Boden der Ostsee hat die finnische Polizei ein Schiff beschlagnahmt. Der Frachter „Fitburg“ stehe im Verdacht, für die Beschädigung des Kabels im Finnischen Meerbusen verantwortlich zu sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Das unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und den Grenadinen fahrende Schiff transportierte nach finnischen Angaben russischen Stahl. 

Das vom finnischen Telekommunikationsunternehmen Elisa betriebene Kabel zwischen Helsinki und der estnischen Hauptstadt Tallinn war den Polizeiangaben zufolge am frühen Mittwochmorgen beschädigt worden. Ein Patrouillenboot der finnischen Küstenwache und ein Hubschrauber hätten das verdächtige Schiff mit herabgelassenem Anker geortet. Die Besatzung sei angewiesen worden, den Anker zu lichten und in finnische Gewässer einzufahren.

14 Besatzungsmitglieder wurden dann festgenommen, wie Polizeisprecher Ilkka Koskimaki vor Journalisten sagte. Die Verdächtigen stammen demnach aus Russland, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan. Die 132 Meter lange „Fitburg“ befand sich demnach auf dem Weg vom russischen St. Petersburg nach Haifa in Israel.

Die finnische Polizei ermittelte nach eigenen Angaben in Kooperation mit internationalen Behörden wegen „schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung der Telekommunikation“. Der Kabelbetreiber Elisa erklärte, die Dienste seien durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, da sie umgeleitet worden seien. (AFP)
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde und ein Patrouillenschiff der Küstenwache namens „Turva“ beschlagnahmen das Schiff „Fitburg“.
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde und ein Patrouillenschiff der Küstenwache namens „Turva“ beschlagnahmen das Schiff „Fitburg“.   Bild: Finnische Polizei/Handout via REUTERS
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod eines russischen Milizenführers fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte am Neujahrstag in einem Video den totgeglaubten Denis Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Es kämpft an der Seite ukrainischer Truppen gegen die russische Invasion.

In einer komplizierten Aktion sei es dem HUR gelungen, im russischen Geheimdienst die Drahtzieher eines geplanten Attentats auf Kapustin zu ermitteln, hieß es in einer Mitteilung. Das von Moskau ausgesetzte Kopfgeld von 500.000 US-Dollar (425.000 Euro) sei sichergestellt worden und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute. Unabhängige Quellen zu dieser Darstellung aus Kiew gab es indes nicht.

Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Es wurde Rache für den Tod des Rechtsextremisten mit dem Kampfnamen White Rex angedroht. Das RDK war in der Vergangenheit in dem Krieg auch mit Kämpfern und schwerer Militärtechnik auf russisches Gebiet vorgedrungen und hatte dort zeitweilig Ortschaften kontrolliert.

Ukrainische Geheimdienste hatten schon 2018 einen Todesfall vorgetäuscht und weltweit Schlagzeilen gemacht. Damals hieß es, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Einen Tag später zeigte sich, dass Babtschenko noch lebte. Mithilfe dieser Finte seien die Attentäter entlarvt worden. (dpa)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt

Nach wochenlangem diplomatischen Ringen ist die Ukraine nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj „zehn Prozent“ von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt. „Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache. Kreml-Chef Wladimir Putin ging in seiner Neujahrsrede von einem „Sieg“ Russlands aus.

„Zehn Prozent bleiben“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache mit Blick auf die Verhandlungen. Dies seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine“ bestimmen würden, fügte er hinzu. Sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht „um jeden Preis“. Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten. (AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine nach russischen Angriffen

Russland hat die Ukraine nach deren Angaben erneut mit Luftangriffen auf ⁠die Energieversorgung überzogen und die Stromversorgung zahlreicher Haushalte ‌unterbrochen. In der Neujahrsnacht seien mehr als 200 Drohnen gezählt worden, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe hätten sich gegen die Energieinfrastruktur ‍in sieben Regionen gerichtet. Dem Energieministerium zufolge fiel in Teilen der Regionen Wolhynien (Wolyn) im ​Westen, Odessa im Süden und Tschernihiw im Norden der Strom aus. Allein in der an Polen und Belarus grenzenden Region Wolhynien sind nach örtlichen Angaben mehr als 103.000 ‌Haushalte betroffen. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer
Update 14:02 Uhr: 

Russland meldet mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Café 

Moskau hat der ukrainischen Armee einen Angriff in dem von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson mit mehr als 20 Toten vorgeworfen. Auf ein Café in dem Dorf Chorly sei in der Silvesternacht eine „massive“ Attacke mit ukrainischen Drohnen verübt worden, erklärte das russische Ermittlungskomitee am Donnerstag. Bei der Attacke mit insgesamt drei Drohnen seien mehr als 20 Menschen getötet und „viele weitere verletzt“ worden.

Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, sprach im Onlinedienst Telegram, von 24 Toten und mehr als 50 Verletzten. Dazu veröffentlichte er Bilder mehrerer verkohlter Leichen und der Ruine eines Gebäudes. Der Gouverneur rief eine zweitägige Trauerzeit in den russisch kontrollierten Gebieten in Cherson aus. Die ukrainischen Behörden reagierten zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach von einem „terroristischen Angriff“ gegen die Zivilbevölkerung während der Silvesterfeiern. 

Das Dorf Chorly befindet sich auf einer Halbinsel am Schwarzen Meer. Russland hatte es schon kurz nach Beginn seiner Offensive gegen die Ukraine im Februar 2022 unter seine Kontrolle gebracht. Die ukrainische Armee hatte im Herbst 2022 einen großen Teil der im Süden des Landes gelegenen Region Cherson zurückerobert, darunter die gleichnamige Hauptstadt. Seitdem bildet der Fluss Dnepr die Frontlinie in dieser Region. Beide Seiten verüben regelmäßig tödliche Drohnenangriffe auf die Gegenseite. (AFP)
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Sven Lemkemeyer
Auf diesem Bild ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni 2024 vor einem Flugabwehrsystem Patriot zu sehen.
Auf diesem Bild ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni 2024 vor einem Flugabwehrsystem Patriot zu sehen.   Bild: dpa/Jens Büttner

Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme aus Deutschland ein

Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals.

Für das angegriffene Land sind die Flugabwehrsysteme aus US-Produktion die beste Waffe gegen russische ballistische Raketen und Marschflugkörper. Ein Patriot-System umfasst verschiedene Komponenten wie einen Radar, einen Feuerleitstand, Antennen und Startgeräte für die Flugabwehrraketen. (dpa)

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