
© REUTERS/UKRAINIAN ARMED FORCES
Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“: Kiew ordnet Evakuierung von 3000 Kindern aus umkämpften Gebieten an
Selenskyj macht Geheimdienstchef zu neuem Büroleiter + Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert + Ukraine täuschte offenbar Tod von Milizenchef vor + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Kiew ordnet Evakuierung von 3000 Kindern aus Saporischschja und Dnipropetrowsk an
Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von mehreren Tausend Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet.
Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“ sei beschlossen worden, mehr als 3000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram.
Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt.
Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezembertagen Evakuierungen in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit dem 1. Juni 2025 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, erklärte Kuleba.
Die meisten Zwangsevakuierungen von Zivilisten hatte es in den vergangenen Jahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine gegeben, wo ein Großteil der Kämpfe stattfand. Die russische Armee rückt aber auch in der Region Dnipropetrowsk vor, in die sie im Sommer 2025 eingedrungen war, und in die Region Saporischschja, wo die Front über lange Zeit eingefroren war. (AFP)
Sicherheitsberater der Ukraine-Unterstützerstaaten beraten in Kiew
In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Freitag ankündigte. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.
In der kommenden Woche will Selenskyj in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen. Die internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, hatten sich jüngst wieder intensiviert. Am Sonntag waren Selenskyj und Trump in dessen Privatanwesen in Florida zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide Seiten meldeten danach Fortschritte. (AFP)
Update: 19 Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw
Bei einem russischen Luftangriff auf die nordostukrainische Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalbehörden mindestens 19 Menschen verletzt worden. Der Beschuss am Freitag habe Wohngebäude getroffen, teilte Gouverneur Oleg Synegubow mit. Unter den Verletzten sei ein sechsmonatiges Baby. Die Menschen hätten Verletzungen durch eine Explosion sowie durch Glassplitter davongetragen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff „abscheulich“. Nach den ersten Berichten hätten zwei Raketen eine „normale Wohngegend“ getroffen, erklärte er. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus Charkiw zeigten beschädigte mehrstöckige Gebäude, qualmende Trümmerhaufen und Feuerwehrleute im Einsatz.
Moskau hatte am Vortag der ukrainischen Armee einen Drohnenangriff mit zwei Dutzend Toten auf ein Hotel im russisch kontrollierten Teil der südukrainischen Region Cherson vorgeworfen und vor „Konsequenzen“ gewarnt.
Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, teilte im Onlinedienst Telegram mit, es habe mindestens 24 Tote und „Dutzende“ Verletzte gegeben.
Nach ukrainischen Angaben richtete sich dieser Angriff jedoch gegen ein Militärtreffen, zu dem Zivilisten nicht zugelassen waren.
In der südukrainischen Stadt Cherson ist zudem ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt worden, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter.
Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom.
In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen. (AFP/dpa)
"DeepState"-Gründer warnt vor Erschöpfung an der Front
In einem Abnutzungskrieg verschärften geschönte Berichte und unaufrichtige öffentliche Kommunikation die Lage zusätzlich, da sie rechtzeitige Entscheidungen über Rotationen, Reserven und taktische Anpassungen verhinderten, so Pohorylyj weiter.
Selenskyj macht Geheimdienstchef zu neuem Büroleiter
Erdogan will in Telefonat mit Trump über Ukraine sprechen
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will am Montag mit US-Präsident Donald Trump über die Friedensbemühungen zwischen der Ukraine und Russland sprechen. In dem Telefonat solle es auch um die Lage im Gazastreifen gehen, sagt Erdogan vor Journalisten in Istanbul. Zudem kündigt er an, dass der türkische Außenminister Hakan Fidan an dem Treffen der Ukraine-Unterstützerstaaten aus der „Koalition der Willigen“ am Dienstag in Paris teilnehmen werde. (Reuters)Ukraine: Russland weitet den Einsatz gelenkter Fliegerbomben aus
Ukraine: Putin versucht, den Krieg zu verlängern
Kiew warnt vor russischer, inszenierter Provokation
Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien
Zweifel an Ukraine-Friedensdeal schieben Rüstungswerte an
Zweifel an einem baldigen Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine geben den Rüstungswerten laut einem Börsianer Auftrieb. Der europäische Branchenindex legt in der Spitze 2,9 Prozent zu. Im Dax verteuert sich Rheinmetall um zwei Prozent. Im MDax steigen Hensoldt und Renk um 3,4 und 2,6 Prozent.Auch die Titel von Airbus und dem Triebwerksbauer MTU profitieren dem Händler zufolge von der Hoffnung auf weiter gute Geschäfte im Rüstungssektor. Sie notieren jeweils 2,6 Prozent fester und sind damit Spitzenreiter im deutschen Leitindex. (Reuters)
Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert
Ukraine: Greifen nur militärische Ziele und Energieanlagen an
Angesichts russischer Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der von Russland besetzten Region Cherson erklärt das ukrainische Militär, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen „und andere legitime Ziele“ an. Die ukrainischen Streitkräfte hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Hotel liegt nicht vor. (Reuters)Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen
Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel in der Ostsee
Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor
Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt
Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine nach russischen Angriffen
Russland meldet mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Café
Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme aus Deutschland ein
Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals.
Für das angegriffene Land sind die Flugabwehrsysteme aus US-Produktion die beste Waffe gegen russische ballistische Raketen und Marschflugkörper. Ein Patriot-System umfasst verschiedene Komponenten wie einen Radar, einen Feuerleitstand, Antennen und Startgeräte für die Flugabwehrraketen. (dpa)
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