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Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un steht vor einer Portraitwand gefallener Soldaten.

© REUTERS/KCNA

Update

Neue Schätzungen aus Südkorea: Bereits Tausende nordkoreanische Soldaten im Ukraine-Krieg getötet

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von 2000 getöteten Soldaten. Der Associated Press schreibt von insgesamt 4700 Verlusten. Pjöngjang will wohl weitere 6000 Kämpfer nach Russland schicken.

Stand:

Im Ukraine-Krieg sind nach südkoreanischen Angaben inzwischen schätzungsweise 2000 nordkoreanische Soldaten getötet worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstag unter Berufung auf den südkoreanischen Abgeordneten Lee Seong Kweun.

Der Geheimdienst gehe demnach auf Grundlage neuer Schätzungen davon aus, dass die Zahl der getöteten nordkoreanischen Soldaten auf rund 2000 gestiegen sei, sagte der Politiker am Dienstag in Seoul. Im April war der Geheimdienst noch von mindestens 600 getöteten Nordkoreanern ausgegangen.

Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtete unter Berufung auf den gleichen Abgeordneten Lee Seong Kweun von insgesamt nordkoreanischen 4700 Verlusten, die allerdings sowohl getötete als auch verletzte Soldaten einschließen sollen.

This picture taken on August 29, 2025 and released from North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on August 30, 2025 shows North Korean leader Kim Jong Un handing over a portrait wrapped in the North Korean flag to the family of a soldier who participated in overseas military operations, in Pyongyang. North Korean leader Kim Jong Un met with the families of soldiers killed fighting for Russia against Ukraine and offered condolences for their "unbearable pain", state media said on August 30. (Photo by KCNA VIA KNS / AFP) / South Korea OUT / ---EDITORS NOTE--- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO/KCNA VIA KNS" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS / THIS PICTURE WAS MADE AVAILABLE BY A THIRD PARTY. AFP CAN NOT INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, LOCATION, DATE AND CONTENT OF THIS IMAGE --- /
Am 30. August 2025 überreichte Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un der Familie eines gefallenen Soldaten ein in die nordkoreanische Flagge gehülltes Porträt.

© AFP/STR

Nordkorea will weitere 6000 Soldaten nach Russland schicken

Nach Erkenntnissen südkoreanischer und westlicher Geheimdienste hatte Nordkorea im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Soldaten nach Russland entsandt, die vor allem in der Grenzregion Kursk eingesetzt wurden.

Die AFP berichtete unter Berufung auf Lee, dass Pjöngjang nun plane, weitere 6000 Soldaten nach Russland zu entsenden. 1000 dieser Soldaten seien bereits in Russland eingetroffen, es handele sich um Pioniertruppen.

This picture taken on August 27, 2025 and released by North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on August 28, 2025 shows North Korean leader Kim Jong Un (C) visiting the special operation training base directly under the authority of the General Staff of the Korean People's Army and inspecting the training status of the sniper unit, at an undisclosed location in North Korea. (Photo by KCNA VIA KNS / AFP) / South Korea OUT / ---EDITORS NOTE--- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO/KCNA VIA KNS" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
THIS PICTURE WAS MADE AVAILABLE BY A THIRD PARTY. AFP CAN NOT INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, LOCATION, DATE AND CONTENT OF THIS IMAGE. /
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un besichtigt eine Spezialeinsatz-Ausbildungsbasis.

© AFP/STR

Gemeinsames Verteidigungsabkommen seit 2024 in kraft

Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus bei dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im vergangenen Jahr schlossen Nordkorea und Russland ein Verteidigungsabkommen, das auch eine Klausel zur gegenseitigen Verteidigung enthält. Im April bestätigte Nordkorea dann die Entsendung von Soldaten nach Russland.

Pjöngjang hat bisher keine Angaben zur Zahl der getöteten Soldaten gemacht. Machthaber Kim Jong Un traf sich aber mit Familien getöteter Soldaten. (AFP, mira)

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