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Ein spanischer Leopard-2-Panzer der NATO (Symbolbild).

© REUTERS/Ints Kalnins

Rückmeldungen aber „sehr positiv“: Rheinmetall-Chef räumt Verluste deutscher Waffen in der Ukraine ein

Trotz der Verluste hat Armin Papperger die Qualität der deutschen Waffensysteme hervorgehoben. Vor allem von der Standfestigkeit der Waffen sei die Ukraine überrascht gewesen.

Der Chef des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, hat Verluste von Deutschland gelieferter Waffensysteme in der Ukraine eingeräumt, gleichzeitig aber deren grundsätzliche Qualität gelobt. 

„Im Leben gibt es immer Verluste“, sagte Papperger im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), man rede aber nicht darüber. Grundsätzlich hätten sich die in Deutschland entwickelten und produzierten Waffensysteme in der Ukraine bewährt, betonte der Rüstungsmanager.

„Die Rückmeldungen der Ukrainer zu den deutschen Waffen sind sehr positiv“, sagte er. Zum Teil seien die Hersteller selbst von deren Standfestigkeit überrascht. „Nehmen Sie die Panzerhaubitze PzH2000, deren Chassis und Waffensysteme Rheinmetall geliefert hat. Wir sagen eigentlich, dass das Rohr nach etwa 4500 Schuss gewechselt werden muss. Die Ukrainer aber schießen bis zu 20.000 Schuss - eigentlich unmöglich“, so Papperger. „Andere Rohre wären da längst eingeknickt.“

Das Versprechen der EU, der Ukraine für ihren Abwehrkampf gegen Russland binnen eines Jahres eine Million Schuss Artilleriemunition zu liefern, sei nur zu erfüllen, wenn Regierungen auf ihrer Arsenale zurückgreifen, sagte der Rheinmetall-Chef: „Kurzfristig wird die Ukraine die eine Millionen Schuss Artilleriemunition nur bekommen, wenn europäische Armeen Lagerbestände zur Verfügung stellen.“

Die Industrie arbeite zwar mit Hochdruck daran, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, Rheinmetall selbst wolle bei Artilleriemunition in den nächsten Monaten von derzeit 450.000 Schuss auf eine Kapazität von 600.000 Schuss pro Jahr kommen, erklärte Papperger. „Allerdings wird es sechs bis zehn Jahre dauern, ehe alle europäischen Munitionsdepots aufgefüllt sind.“ (Reuters)

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