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Fidel Castro, Iran-Contra-Affäre, Chile: Vergangene US-Interventionen in Lateinamerika
Panama, Kuba, Nicaragua: Immer wieder haben die USA in Lateinamerika interveniert, nicht immer erfolgreich.
Stand:
Bereits vor dem groß angelegten Angriff auf Venezuela haben die USA wiederholt in Lateinamerika interveniert. Im Zuge der sogenannten Hinterhof-Politik unterstützte Washington im Kalten Krieg nicht selten undemokratische Kräfte. Ein Überblick.
1 1989: USA stürzen Panamas Machthaber
US-Präsident George Bush ordnet 1989 eine Invasion in Panama an. Das Ziel: die Absetzung von Machthaber Manuel Noriega, der wegen mutmaßlicher Verwicklung in den Drogenhandel in Ungnade gefallen ist.

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Rund 27.000 GIs beteiligen sich an dem Militäreinsatz „Just Cause“ (Gerechter Grund) und übernehmen im Dezember 1989 die Kontrolle in Panama, hunderte Menschen werden getötet.
Noriega, der sich in die Botschaft des Vatikans geflüchtet hat, stellt sich am 3. Januar 1990. Ein Gericht in Florida verurteilt ihn zu 40 Jahren Haft wegen Drogenhandels und Geldwäsche. Die Strafe wird später um die Hälfte reduziert. Bis zu seinem Tod 2017 war Noriega in den USA, Frankreich und Panama inhaftiert.
2 1983: US-Invasion in Grenada
Am 25. Oktober 1983 landen US-Soldaten auf der Karibikinsel Grenada. Präsident Ronald Reagan begründet die Operation „Urgent Fury“ (etwa: Dringende Wut) mit regionalen Sicherheitsinteressen und dem Schutz von rund 1000 US-Bürgern auf der Insel.

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Grenada hatte sich nach dem Sturz von Regierungschef Eric Gairy durch den Anführer der sozialistischen „New-Jewel“-Bewegung, Maurice Bishop, im Jahr 1979 Kuba und der Sowjetunion angenähert. Reagan erklärt den Einsatz, bei dem mehr als hundert Menschen getötet wurden, am 3. November 1983 für beendet. Auf Druck aus Washington setzt Grenada eine Übergangsregierung ein und hält 1984 Neuwahlen ab.
3 1980er: Nicaragua und El Salvador
1986 fügt die Aufdeckung der sogenannten Iran-Contra-Affäre dem Ansehen der USA schweren Schaden zu. Wie kam es dazu? Washington sieht ab Ende der 1970er Jahre die Annäherung Nicaraguas an Kuba und die Sowjetunion mit Argwohn. Sandinistische Rebellen hatten 1979 den US-freundlichen Machthaber Anastasio Somoza in Managua gestürzt.

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Der Ende 1980 zum US-Präsidenten gewählte Ronald Reagan finanziert deshalb in einer verdeckten Operation des Auslandsgeheimdienstes CIA den Guerrillakrieg der nicaraguanischen „Contras“, einer anti-kommunistischen Gruppe, mit rund 20 Millionen US-Dollar. Die Mittel werden teils durch illegale Waffenverkäufe an den Iran finanziert. Im nicaraguanischen Bürgerkrieg werden bis April 1990 Schätzungen zufolge 50.000 Menschen getötet.
Darüber hinaus entsendet Reagan Militärberater nach El Salvador, um den Aufstand der linksgerichteten Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) zu ersticken. Im Bürgerkrieg in dem zentralamerikanischen Land kommen von 1980 bis 1992 mehr als 70.000 Menschen ums Leben.
4 1970er: US-Hilfe für Diktatoren in Südamerika
In den 1970er Jahren unterstützen die USA mehrere Militärdiktaturen in Südamerika, die sie als Bollwerk gegen linksgerichtete Kräfte erachten.
In Chile helfen die USA General Augusto Pinochet aktiv beim Staatsstreich vom 11. September 1973 gegen den linksgerichteten Präsidenten Salvador Allende.

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In Argentinien gibt US-Außenminister Henry Kissinger der Junta 1976 grünes Licht für ihren schmutzigen Krieg gegen Oppositionelle, mindestens 10.000 Menschen verschwinden.
Mit Billigung der USA verbünden sich in den 1970er und 1980er Jahren zudem sechs südamerikanische Diktaturen (Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay, Bolivien und Brasilien), um im Rahmen des „Plan Condor“ linksgerichtete Dissidenten zu beseitigen.
5 1961: Schweinebucht-Invasion
Zum Debakel wird die US-Invasion in der Schweinebucht auf Kuba, rund 250 Kilometer von der Hauptstadt Havanna entfernt. Dort versuchen im April 1961 rund 1400 von der CIA ausgebildete und finanzierte Exilkubaner zu landen, um den kommunistischen Machthaber Fidel Castro zu stürzen.

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Der von US-Präsident John F. Kennedy angeordnete Einsatz misslingt jedoch. Castro zwingt die Angreifer mit tausenden Soldaten zur Aufgabe. Auf beiden Seiten werden jeweils etwa hundert Menschen getötet.
6 1954: Umsturz in Guatemala

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US-Präsident Dwight D. Eisenhower nimmt eine Landreform in Guatemala zum Anlass für eine Intervention. Eisenhower sieht durch die Verstaatlichung von Agrarflächen in dem zentralamerikanischen Land die Interessen der mächtigen United Fruit Corporation (später Chiquita Brands) der USA bedroht.
US-finanzierte Söldner jagen den Präsidenten von Guatemala, Oberst Jacobo Arbenz Guzmán, im Juni 1954 aus dem Amt. Offiziell begründen die USA den CIA-Einsatz mit dem Kampf gegen den Kommunismus. (AFP)
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