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Gazprom

Die Öl- und Gasfördertochter von RWE kommt in russische Hände - ausgerechnet jetzt. Kritik ficht den Konzern nicht an. Der Dax steigt nach guten Vorgaben am Montagmorgen weiter an.
Welche Sanktionen gegen Russland sind sinnvoll, welche nicht? EU-Energiekommissar Günther Oettinger kann sich vorstellen, die Ölimporte aus Russland zu drosseln. Aber beim Gas sieht es anders aus.
Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 will die Zusammenarbeit mit Trikotsponsor Gazprom trotz aufkommender Kritik fortsetzen.

Russland feiert den Anschluss der Krim und schafft Fakten - und zeigt sich von westlichem Prostest weiter unbeeindruckt. Die Ukraine zieht derweil ihr Militär von der Halbinsel ab - vorerst.
Bislang gibt sich Moskau unbeeindruckt von den westlichen Sanktionen. Doch nun drohen EU und USA mit weiteren Schritten. Was muss Russland fürchten?
USA und EU beschließen Sanktionen gegen russische und ukrainische Funktionsträger. Doch ein Blick auf die Namenslisten zeigt: Die Strafmaßnahmen treffen die Falschen.

Die deutschen Energiekonzerne, aber auch die Börsen reagieren gelassen auf die Ereignisse auf der Krim. Wintershall warnt vor weiteren Sanktionen.
Ex-Bundeskanzler Schröder legte den Grundstein für die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas. Europa muss sich jetzt gemeinsam daraus befreien. Es braucht eine neue Luftbrückenmentalität des Westens, schreibt Cicero-Chefredakteur Christoph Schwennicke. Seine Kolumne veröffentlichen wir in Kooperation mit Cicero Online.

Die Welt schneidert Uniformen, betreibt populistische Impulspolitik und weckt, angesichts der eigenen 2000-jährigen Geschichte, zu hohe Erwartungen

Im Streit um die Krim droht Russland der Ukraine damit, den Gashahn zuzudrehen. Beobachter der OSZE wurden unterdessen erneut an der Zufahrt zu der Halbinsel gehindert. Und schon bald könnte der Konflikt auf ein Nachbarland überschwappen.

Wir alle wünschen uns ein demokratisches Russland als Partner der Europäischen Union. Doch die jetzige politische Führung des Landes entfernt sich von Europa. Ein Gastbeitrag.
Kritiker im eigenen Land werfen US-Präsident Obama vor, in der Ukraine-Krise zu weich und nachgiebig zu handeln und Amerikas Rolle als Weltpolizist auf internationaler Ebene zu verspielen. Doch kann Obama überhaupt anders handeln?

Nach einer tageslangen Zuspitzung des Krim-Konflikts nennt Russlands Präsident das Eingreifen auf der ukrainischen Krim am Dienstag derzeit nicht nötig. Außenminister Steinmeier sieht Gesprächsbereitschaft auf russischer Seite. Eine OSZE-Mission soll nun ins Land entsandt werden.

Russlands Präsident Wladimir Putin betont die Legitimät des gestürzten ukrainischen Präsidenten Janukowitsch, stellt aber dessen politische Zukunft in Frage. Unterdessen wird die Krise in der Ukraine auch im deutschen Bundestag zum Thema.

Die deutsche Atomangst ist Putins Lebenselixier, die Energiewende eine sprudelnde Einnahmequelle des russischen Staatshaushalts. Deshalb sind die deutschen Reaktionen auf die Drohung mit einer Militärintervention überaus zahm und verständnisvoll.

Spitzendiplomaten versuchen weltweit, einen neuen Ost-West-Konflikt abzuwenden. Ungerührt baut Moskau auf der ukrainischen Halbinsel Krim seine Position aus. Kiew protestiert, die Lage wird täglich explosiver. Die USA bereiten Sanktionen gegen Russland vor.

Die Krise in der Ukraine hat zu einem Ausverkauf europäischer und vor allem russischer Aktien geführt. Der Dax verliert mehr als 2 Prozent. Die Preise für Gold und Öl steigen dagegen kräftig.

Nach dem Sturz des verhassten Ukrainischen Präsident Janukowitsch und den jüngsten Ereignissen auf der Krim gelten die Proteste in Kiew nun Moskau. Und auch in anderen ukrainischen Städten kam es Samstag zu Auseinandersetzungen.

Erst verkündeten die Sicherheitsdienste in der Ukraine einen landesweiten „Anti-Terror"-Einsatz, am Abend dann tauschte der Präsident den Armeechef aus. Unterdessen droht Kanzlerin Merkel der ukrainischen Führung mit Sanktionen.
Olympisches Gold. Im Eishockey. Das ist für Russland ein nationaler Auftrag. Kein Sport ist hier beliebter – und kaum ein Gegner weniger gelitten als die USA. In Sotschi trafen beide Teams schon in der Vorrunde aufeinander. Ein Spiel mit Geschichte.

Anekdoten über die Mächtigen der Welt, ein sehr selbstbewusster Rückblick auf die eigene Politik, scharfe Attacken und Analysen bei den Themen Europa, Russland oder Agenda 2010 und ein bisschen Privates. Das neue Buch von Gerhard Schröder ist lehrreich, launig und lesenswert.
Fast 40 Milliarden Dollar hat die Traumwelt gekostet, die Wladimir Putin in die Berge von Sotschi gezaubert hat. Dummerweise ist nicht alles fertig geworden: Über allem schwebt der traurige Charme des Unvollendeten. Eine Reportage.
Da spielt Hertha seit langem mal wieder eine tolle Bundesligasaison und schon befinden sie sich im Portfolio eines Private-Equity-Unternehmens. Aber wie geht's weiter? Wird Hertha filetiert, liquidiert und in einen Vergnügungspark umgewandelt?

„Wollen Sie noch eine richtige Katastrophe sehen?“ Davon kann der Umweltschützer Wladimir Kimajew so einige zeigen. Rund um Sotschi wird die Umwelt so stark zerstört wie wohl noch nie bei Olympia.

Seit gut zwei Jahren strömt russisches Gas durch die Ostseepipeline nach Deutschland. Es gibt kaum etwas zu tun. Daher baut der Betreiber Nord Stream nun zwei Drittel der Stellen ab. Der Aufsichtsratschef Gerhard Schröder aber ist noch da - für viel Geld.
Das Berlin-Gastspiel des Baltic Youth Philharmonic.

Volleys-Trainer Mark Lebedew spricht im Tagesspiegel-Interview über Stärke und Luxus beim aktuellen Champions-League-Gegner Zenit Kasan, der am Donnerstag (19.30 Uhr) in die Max-Schmeling-Halle kommt.

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ist nicht der erste Politiker, der in die Wirtschaft wechselt. Grundsätzlich ist die Durchlässigkeit sogar eine gute Sache, doch es bedarf klarer Regeln, die in Erinnerung rufen, was sich gehört und was nicht. Ein Kommentar.

Russische Ultraliberale bejubeln den kremlkritischen Oligarchen Chodorkowski. Umstritten ist, ob seine Begnadigung mehr Vertrauen in den Staat schafft.
Im Champions-League-Achtelfinale trifft der BVB auf Zenit St. Petersburg - das Schalke Osteuropas. Nicht nur deswegen war der Zweite der russischen Premjer Liga, bei allem Respekt, eines der schönsten Lose im Topf, meint unser Autor.

Kanada stellt Ansprüche auf ein Seegebiet am Nordpol, und Russland reagiert mit einer erhöhten Militärpräsenz. Das Territorium eröffnet den Weg zu wichtigen Ressourcen. An dem frostigen Streit um die Schätze der Arktis sind aber auch noch andere beteiligt.
Workuta war der Inbegriff des Straflagers unter Stalin. Nach dessen Tod 1953 wehren sich die Häftlinge – unter ihnen Erwin Jöris. 60 Jahre später sucht unser Autor Spuren am Polarkreis.

Weil es kein Fördergeld vom eigenen Staat erhält, wirbt das Frauenbob-Team der USA für russischen Wodka. "Das Logo auf einen russischen Bob zu kleben – das würde keinen interessieren", sagt Manager Lenny Kasten, der den Deal eingefädelt hat.
Nicht jeder kann es sich leisten, nach Cannes, Venedig oder Toronto zu fliegen, um dort die neuesten Spitzenfilme zu begutachten. Mitreden möchte der Liebhaber trotzdem.
Russland übt massiven Druck auf seine Nachbarländer wie Ukraine oder Georgien aus, weil die eine Annäherung an die Europäische Union anstreben. Die Kanzlerin macht nun deutlich, dass sie das nicht länger hinnehmen will - und setzt Präsident Putin unter Druck.

Jede zehnte Stelle soll wegfallen - mit dieser Nachricht schockte RWE seine Belegschaft. "Die guten Jahre sind vorbei", sagte Konzernchef Peter Terium. Schuld sei die Energiewende.

Russland ist vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburgwegen der Festsetzung eines Greenpeace-Schiffes und seiner Besatzung angeklagt. Was kann der Prozess, dem Russland fernbleibt, bringen?

Peter Willcox und Sini Saarela – zwei von 28 Greenpeace-Aktivisten, die in Russland in Haft sind. Die junge Finnin ist schon mal auf eine russische Ölplattform geklettert, und der erfahrene amerikanische Kapitän steuert seit 30 Jahren Schiffe der Umweltorganisation durch die Weltmeere.

Russische Behörden behaupten, auf dem Greenpeace-Schiff Drogen gefunden zu haben. Die Umweltorganisation sieht das als Rufmordkampagne. Die 30 Aktivisten sind bereits seit drei Wochen in Haft. Eine Freilassung auf Kaution hat das Gericht in Murmansk schon abgelehnt.