
© REUTERS/EVA MARIE UZCATEGUI
Trump äußert sich zum Militäreinsatz: „Maduro und seine Frau wurden gefangen genommen und ausgeflogen“
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass die USA militärisch gegen Venezuela vorgehen. Es habe sich um einen großangelegten Angriff gegen das Land und seinen Anführer gehandelt.
Stand:
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass die USA in der Nacht zu Samstag Venezuela angegriffen haben. Es habe sich um einen großangelegten Angriff gegen das Land und seinen Anführer gehandelt, teilte Trump am Samstag mit. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei gefangen genommen und außer Landes gebracht worden.
In einem kurzen Telefongespräch mit einem Reporter der „New York Times“ lobte Trump den Einsatz: „Viel gute Planung und viele großartige, großartige Truppen und großartige Menschen. Es war tatsächlich eine brillante Operation.“ Alle Details zum Einsatz werde er in einer Pressekonferenz am Samstag erklären.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass Maduro in den USA der Prozess gemacht werde. Die zahlreichen Militäreinsätze in Venezuela hätten demnach stattgefunden, um die in die Operation zur Festnahme Maduros eingebundenen Einheiten zu schützen.
Trump befindet sich derzeit in Florida.
Auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ schrieb der US-Präsident gegen 4 Uhr morgens Ortszeit:
„Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen großangelegten Angriff gegen Venezuela und dessen Staatschef, Präsident Nicolás Maduro, durchgeführt, der zusammen mit seiner Frau festgenommen und aus dem Land geflogen wurde. Diese Operation wurde in Zusammenarbeit mit den US-Strafverfolgungsbehörden durchgeführt. Weitere Details folgen. Heute um 11 Uhr findet in Mar-a-Lago eine Pressekonferenz statt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Präsident DONALD J. TRUMP“
Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine „Verbrechen“ zur Rechenschaft gezogen. „Der Tyrann ist gestürzt“, schrieb Landau auf X.
Trump hatte immer wieder mit Militärschlägen gegen Venezuela gedroht
In den vergangenen Wochen hatte Trump nach wiederholten US-Einsätzen vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen. Zudem hatte er gesagt, dass die Tage von Maduro „gezählt“ seien.
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.
Die militärische Drohkulisse ist gewaltig: Trump beorderte den größten US-Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ vor die Küste Lateinamerikas. Darauf sind mehr als 4000 Matrosen stationiert und Dutzende Kampfjets. Zudem wurden weitere Kriegsschiffe sowie F-35-Kampfjets und Überschallflugzeuge vom Typ B1-B in die Karibik entsandt. US-Bomber fliegen regelmäßig vor der venezolanischen Küste.
Am Montag hatte Trump sich über einen Angriff geäußert, bei dem es sich womöglich um den ersten US-Angriff an Land in dem Konflikt auf Venezuela handelte. Demnach wurde eine Anlegestelle für mutmaßliche venezolanische Drogenboote zerstört.
Noch am Freitag hatte sich Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro gegenüber den USA gesprächsbereit gezeigt.
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