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Verunglimpfung und Cybermobbing gegen Brigitte Macron: Zehn Personen in Paris schuldig gesprochen
Wegen Cybermobbings gegen Brigitte Macron sind zehn Angeklagte in Paris verurteilt worden – es geht auch um die Verschwörungserzählung, die First Lady sei als Mann geboren.
Stand:
Im Prozess wegen Cybermobbings von Frankreichs First Lady Brigitte Macron sind in Paris acht Männer und zwei Frauen schuldig gesprochen worden. Den Angeklagten, darunter ein Börsenmakler, ein Sportlehrer, ein Kommunalpolitiker und ein Hellseher, wurden zahlreiche böswillige Äußerungen über das Geschlecht der Präsidentengattin sowie über den Altersunterschied zu Emmanuel Macron vorgeworfen. Dabei war teils selbst von Pädophilie die Rede.
Das Gericht verhängte gegen alle Angeklagten Strafen, die von einem Kurs zur Sensibilisierung für Cybermobbing bis zu achtmonatigen Bewährungsstrafen reichten.
Hintergrund ist die schon seit der Wahl von Macron ins Präsidentenamt 2017 in den sozialen Medien kursierende Verschwörungserzählung, wonach Brigitte Macron (72) eine Transfrau sein und als Mann geboren worden sein soll. Die Macrons gingen dagegen schon früher gerichtlich vor.
Brigitte Macron hatte den Ermittlern bei der Einreichung ihrer Klage nach Berichten französischer Medien erklärt, dass das Gerücht, sie sei eine Transfrau, „sehr starke Auswirkungen“ auf ihr Umfeld und auf sie selbst gehabt habe und berichtete, dass ihre Enkelkinder gehört hätten, dass „ihre Großmutter ein Mann“ sei. Ihre Tochter Tiphaine Auzière sagte vor Gericht, die weltweit verbreiteten Falschbehauptungen hätten Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Mutter, die angesichts der ständigen Infragestellung ihrer „Identität“ „ständig auf der Hut“ sei.
Die Macrons klagen auch in den USA wegen Verleumdung
Außer in Frankreich klagen Präsident Macron und Ehefrau Brigitte auch in den USA wegen Verleumdung gegen die rechtsextreme US-Influencerin Candace Owens. Die Klage im US-Bundesstaat Delaware richtet sich unter anderem gegen Owens Behauptung, Brigitte Macron sei als Mann geboren worden. Die Franzosen werfen ihr vor, wissentlich Falschbehauptungen verbreitet zu haben.
Die Macrons seien durch diese Behauptungen zum Opfer einer „globalen Erniedrigungs-Kampagne“ geworden, die „invasiv, entmenschlichend und zutiefst unfair“ sei, heißt es in der Klage. Owens hielt nach Bekanntwerden der Klage an ihren Aussagen fest. (dpa)
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