Angst vor China? : Berlinale wehrt sich gegen Vorwürfe von Ai Weiwei

Der Künstler Ai Weiwei wirft der Berlinale vor, seinen Film „Vivos“ aus Angst vor chinesischen Geldgebern abgelehnt zu haben. Das Festival widerspricht.

Ai Weiwei in seinem Berliner Studio.
Ai Weiwei in seinem Berliner Studio.Foto: AFP/John Macdougall

Die Berlinale hat auf die erneuten Vorwürfe von Ai Weiwei reagiert, sie zeige seine Filme aus Angst vor chinesischen Geldgebern und dem Regime nicht. Auf Nachfrage zu seinem Film „Vivos“ von 2019 über verschwundene Studenten in Mexiko teilt das Festival mit, der Beitrag sei für die Sektion Panorama eingereicht und gesichtet worden. Wegen des Interesses auch eines anderen Festivals habe Ai Weiwei um schnelle Entscheidung gebeten. „Das Panorama konnte aber bis Mitte Dezember noch keine finale Entscheidung über eine Einladung treffen und hat es der Produktion daher überlassen, sich für ein anderes Festival zu entscheiden“, so Pressechefin Frauke Greiner.

6813 Titel wurden für die Berlinale eingereicht, gezeigt werden 340 Filme, deren Auswahl im Januar abgeschlossen wurde. Ai Weiwei zeigt seine Werkschau mit Filmarbeiten nun fast parallel zur Berlinale im Kino Babylon Mitte (19.–25.2.). (Tsp)

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