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Regisseur Gianfranco Rosi bekommt den Goldenen Bären für "Fuocoammare".

© REUTERS

Preisverleihung der Berlinale im Live-Ticker: Lampedusa-Doku "Fuocoammare" gewinnt den Goldenen Bären

Die Berlinale endet wieder politisch: Ein Flüchtlingsfilm bekommt den Goldenen Bären. Lesen Sie den Live-Ticker zur Preisverleihung nach - und erfahren Sie, wer über den roten Teppich lief.

Die Preisträger der 66. Berlinale stehen fest: "Fuocoammare" von Regisseur Gianfranco Rosi gewinnt den Goldenen Bären. Den Großen Preis der Jury bekommt Danis Tanović mit "Death in Sarajevo". Lav Diaz wird für seinen 8-Stunden-Film "A Lullaby to the Sorrowful Mystery" mit dem Alfred-Bauer-Preis geehrt. Trine Dyrholm wird für ihr Spiel im dänischen Film "Kollektivet" Beste Hauptdarstellerin. Majd Mastoura, zu sehen im tunesischen Film "Hedi", ist Bester Hauptdarsteller. Die junge Regisseurin Mia Hansen-Løve bekommt mit ihrem französischen Film "L'Avenir" den Silbernen Bären für die Beste Regie. Tomasz Wasilewski gewinnt für seinen polnischen Film "United States of Love" den Preis für das Beste Drehbuch. Und Kameramann Mark Lee Ping-Bing wird für seine "Herausragende Künstlerische Leistung" im chinesischen Wettbewerbsbeitrag "Crosscurrent" belohnt.

Lesen Sie hier den Live-Ticker zur Preisverleihung und den Geschehnissen auf dem roten Teppich nach.

20.23 Uhr - Gianfranco Rosi im Interview auf 3sat. "In meinem Film geht alles da los, wo die Kameras den Ort verlassen. Nach den Tragödien. Ich war in der Lage, mich in das Leben der Menschen dort zu versenken."

20.20 Uhr - Erste Reaktionen im Netz. So mancher meint, die Jury habe gar keine andere Möglichkeit gehabt, als "Fuocoammare" den Goldenen Bären zu geben. Den Silbernen Bären für Trine Dyrholm scheinen nicht alle für gerechtfertigt zu halten.

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19.54 Uhr - Der große Moment! Jury-Präsidentin Meryl Streep darf den Goldenen Bären überreichen. Die Lampedusa-Dokumentation "Fuocoammare" von Gianfranco Rosi gewinnt. "Ein mutiger Film", lobt Streep. Großer Jubel. Rosi, der anderthalb Jahre auf Lampedusa verbrachte, gedenkt derjenigen, die es nie geschafft haben, auf Lampedusa als "Insel der Hoffnung" anzukommen. Er widmet den Preis den Menschen auf Lampedusa, die so offen waren, die Ankommenden aufzunehmen.

Fischer, das habe er dort gelernt, akzeptieren alles, "was uns das Meer schenkt". Davon könnten wir alle lernen. "Mauern und Grenzen haben nie funktioniert in unserem Leben", sagt er und hofft, der Film trägt dazu bei, dass wir nicht akzeptieren, dass Menschen sterben, bloß weil sie versuchen, den Tragödien in ihren Ländern über das Meer zu entkommen. Lesen Sie hier ein Interview mit Rosi.

19.51 Uhr - Lars Eidinger und der Große Preis der Jury: Den Silbernen Bären gewinnt Danis Tanović mit "Death in Sarajevo" - ein tolles Geburtstagsgeschenk. Tanović wird heute 47. Den Großen Preis gewann er vor drei Jahren schon einmal für seine Doku-Fiction "Ein Tag im Leben eines Schrottsammlers" über eine Roma-Familie. Tanović dankt seiner Frau auf französisch und seinen Eltern auf bosnisch.

19.47 Uhr - Małgorzata Szumowska darf den Alfred-Bauer-Preis für einen Film vergeben, der neue Perspektiven eröffnet: Den Silbernen Bären gewinnt Lav Diaz mit "A Lullaby to the Sorrowful Mystery", dem 8-Stunden-Film. Szumowska spricht von einem "epischen Film, der die dunklen Momente in der Geschichte eines Landes" festhält. Lav Diaz sagt: "Ich glaube daran, dass das Kino die Welt verändern kann."

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Anke Engelke
Anke Engelke führt auch durch die Abschlussveranstaltung der Berlinale 2016.

© REUTERS/Fabrizio Bensch

19.45 Uhr - Jetzt kommt die Beste Regie! Alba Rohrwacher verleiht den Silbernen Bären an die junge Regisseurin Mia Hansen-Løve für ihren französischen Film "L'Avenir" mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Der junge Tscheche, der junge Tunesier, jetzt Hansen-Løve - der Bär liebt dieses Jahr eine neue Regie-Generation!

19.40 Uhr - Meryl Streep würdigt die Beste Darstellerin. Den Silbernen Bären bekommt Trine Dyrholm im dänischen Film "Kollektivet". Streep lobt ihre Darstellung einer langsamen, fast unmerklichen, schmerzhaften Veränderung. "Ich bin so ein Fan von Meryl Streep. Ich kann es kaum fassen", sagt Dyrholm. Sie widmet den Preis Regisseur Thomas Vinterberg und dem ganzen Team. Die Männer in der Crew haben Tränen in den Augen.

19.36 Uhr - Schauspieler Clive Owen ehrt den Besten Darsteller: Den Silbernen Bären bekommt Majd Mastoura für sein "empfindsames, zerbrechliches, und präzises Spiel" als Titelheld im tunesischen Film "Hedi". Während er die Bühne betritt, weint seine Filmkollegin im Publikum. Mastoura widmet den Preis den Märtyrern der tunesischen Revolution. Das Fernsehen blendet gleich auf Frank-Walter Steinmeier.

19.33 Uhr - Filmjournalist Nick James vergibt den Silbernen Bären für das beste Drehbuch: Den Preis gewinnt Tomasz Wasilewski für seinen polnischen Film "United States of Love". "Jetzt bin ich sprachlos. Wenn ich jetzt etwas schreiben könnte, würde ich das bevorzugen", scherzt der junge Mann, als er den Bären annimmt.

19.27 Uhr - Die Internationale Jury ist am Zug: Die Fotografin Brigitte Lacombe vergibt den Silbernen Bären für Herausragende Künstlerische Leistungen. Sie sagt, die Jury sei betört gewesen von den magischen Wasserbildern. Der Preis geht an Kameramann Mark Lee Ping-Bing für den chinesischen Wettbewerbsbeitrag "Crosscurrent".

19.20 Uhr - Dieter Kosslick betritt die Bühne: Der Berlinale-Chef, der sich gern für die Umwelt einsetzt, scherzt, dass Global Warming doch auch manchmal seine Vorteile habe. Zum Beispiel als am Donnerstag um 8.30 Uhr vor dem 8-Stunden-Film von Lav Diaz auf dem roten Teppich die Sonne schien.

19.18 Uhr - Der beste Erstling: Regisseur Mohamed Ben Attia gewinnt mit dem tunesischen Film "Hedi". "Ein Film der uns alle zusammenbringt", sagt die Produzentin.

19.06 Uhr - Die Internationale Kurzfilmjury macht den Anfang: Der Audi Short Film Award geht an den taiwanesischen Film "Jin zhi xia mao" von Regisseur Chiang Wei Liang. Der Silberne Bär Preis der Jury geht an den Kurzfilm "A Man Returned" von Mahdi Fleifel - eine Ko-Produktion aus Großbritannien, den Niederlanden und Dänemark. Den Goldenen Bär für den Besten Film gewinnt der portugiesische Beitrag "Balada de um Batráquio" von Leonor Teles.

19.03 Uhr - Kurzer Blick ins Publikum: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist da und auch der Ex-Regierende Klaus Wowereit. Er dürfte in der Reihe hinter der Jury platznehmen.

19.00 Uhr - Es geht los! Moderatorin Anke Engelke steht im aprikotfarbenen Kleid auf der Bühne. Sie kündigt schon mal an: Es werde heute keine langen Reden geben. Für alle, die das live verfolgen wollen: 3sat überträgt die Preisverleihung.

18.43 Uhr - Die Jury kommt gesammelt an: Brigitte Lacombe, Nick James, Clive Owen, Małgorzata Szumowska, Lars Eidinger und Alba Rohrwacher betreten den roten Teppich. Und dann ist sie da, die Jury-Präsidentin: Die Menge kreischt und schreit, es gibt Meryl-Sprechchöre. Meryl Streep, in einem tannengrünen kurzen Kleid mit Strassstein-Besatz, steigt aus dem Auto.

18.33 Uhr - Der Regierende ist da! Michael Müller macht sich mit seiner Frau auf den Weg in den Berlinale Palast.

18.27 Uhr - Hat sie Chancen auf den Goldenen Bären? Regisseurin Anne Zohra Berrached läuft mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel, den beiden Hauptdarstellern ihres Films "24 Wochen", über den roten Teppich. Die zierliche Jentsch trägt ein rosafarbenes Cocktailkleid.

18.24 Uhr - Ehrengast: Kameramann Michael Ballhaus, der am Donnerstag den Goldenen Ehrenbär der Berlinale verliehen bekam, ist ebenfalls eingetroffen.

18.22 Uhr - Orange, mit Gelb und Bunt: Jella Haase gewann einen Nachwuchspreis auf der diesjährigen Berlinale und gibt sich bei der Farbauswahl ihres Outfits recht wagemutig.

18.20 Uhr - Geschickt: Schauspielerin Marleen Lohse, die vielen wegen ihres flammend roten Haares ein Begriff sein dürfte, hat einen Pappbären anstatt einer Begleitung dabei. Die Aufmerksamkeit der Paparazzi ist ihr sicher.

18.15 Uhr - Sehr elegant: Trine Dyrholm aus dem dänischen Wettbewerbsfilm "Kollektivet" betritt im langen schwarzen Abendkleid den roten Teppich. Die Haare hat sie im Tilda-Swinton-Style nach oben toupiert. Die Fotografen sind begeistert.

17.58 Uhr - Der rote Teppich füllt sich: Die Fans haben Meryl-Streep-Plakate aufgehängt, Dieter Kosslick gibt Autogramme, die Fotografen schreien: "Einmal über die Schulter schauen!" Auch Grünen-Politikerin Claudia Roth und Schauspielerin Martina Gedeck sind bereits vorbeiflaniert.

17.15 Uhr - Die Spannung steigt: Wer gewinnt den Goldenen Bären? Die Berlinale scheint in diesem Jahr ein Wettbewerb ohne Top-Favoriten zu sein. Aber dafür gibt es einen echten Geheimtipp - und unsere Kritiker zeigen hier, welche Filme sie favorisieren.

17.00 Uhr - Sieht ganz schick aus: Hier zeigt die Berlinale alle unter #BerlinaleMoments eingelaufenen Bilder. Auch ein laut lachender George Clooney ist dabei.

14.00 Uhr - Wie war's? Vor der Preisverleihung zieht Tagesspiegel-Filmkritiker Jan Schulz-Ojala eine erste Bilanz der 66. Berlinale. Sie habe sich als politisch, aber auch auffallend poetisch erwiesen, schreibt er.

12.15 Uhr - Erste Auszeichnungen: Zwei deutsche Filme sind wenige Stunden vor der Verleihung der Berlinale-Bären mit Preisen der unabhängigen Jurys ausgezeichnet worden. Das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ der Regisseurin Anne Zohra Berrached erhielt am Samstag den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Doris Dörries Schwarz-Weiß-Film „Grüße aus Fukushima“ wurde mit dem Preis des Internationalen Verbands der Filmkunsttheater (CICAE) gewürdigt. Die Tagesspiegel-Leserjury kürte „We Are Never Alone“ von Petr Vaclav zu ihrem Siegerfilm im Forum. Die Lampedusa-Doku „Fuocoammare“ von Gianfranco Rosi erhielt bereits vier Preise - darunter den Filmpreis der Amnesty-Jury.

12.01 Uhr - Kritik vom Berlinale-Direktor: Vor der Bekanntgabe der Preise der unabhängigen Jurys zeigte sich Dieter Kosslick entsetzt über die fremdenfeindlichen Proteste vor einer Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Clausnitz. „Ich konnte nicht glauben, dass es solche Bilder in Deutschland noch einmal geben kann“, sagte er.
(mit dpa)

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