Programm „Neustart“ : Zehn Millionen Euro für Museen in Corona-Krise

Insbesondere kleine und mittlere Museen und Kulturhäuser soll mit den Maßnahmen geholfen werden. Ab dem 4. Mai dürfen manche Häuser wieder öffnen.

Die Meister allein Zuhause. Die leere Gemäldegalerie in Berlin.
Die Meister allein Zuhause. Die leere Gemäldegalerie in Berlin.Foto: Christophe Gateau/dpa

Der Bund unterstützt Museen und Gedenkstätten finanziell in der Corona-Krise. Nach Informationen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur zehn Millionen Euro für das Programm „Neustart“ aus dem Kulturetat bereit. Damit würden Kultureinrichtungen bei coronabedingten Maßnahmen unterstützt.

So könnten etwa Schutzvorrichtungen eingebaut, Hygienemaßnahmen ergriffen und die Steuerung der Besucher optimiert werden. Insbesondere kleine und mittlere Museen, Ausstellungshallen, Gedenkstätten sowie sozio-kulturelle Zentren und Kulturhäuser stehen im Fokus der Maßnahmen, wie es demnach aus dem Kanzleramt heißt.

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„Ich finde es wichtig, dass wir die Museen und Gedenkstätten für einen nächsten Öffnungsschritt in den Blick nehmen“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) den Zeitungen. „Kultur stärkt gerade in dieser Lage den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine angemessene Teilhabe - sie ist ein wichtiges Lebensmittel für unsere Demokratie.“

Ihr sei bewusst, dass Museen und Gedenkstätten darauf warteten, ihre Pforten nach der coronabedingten Schließung wieder öffnen zu können. „Sie haben unter dem Dach des Museumsbundes sehr vernünftige und verantwortungsvolle Vorschläge entwickelt, wie sich Zugang und Gesundheitsschutz miteinander verbinden lassen.“

Der Deutsche Museumsbund und die Landesmuseumsbünde sprechen sich demnach unter anderem für eine Begrenzung der Besucherzahlen nach Flächen aus, um einen Mindestabstand von 1,5 Meter möglich zu machen.

Besucher und Personal sollten Schutzmasken tragen, die Reinigung in den Gebäuden und von audiovisuellen Angeboten, etwa Audio-Guides, sollten häufiger erfolgen. Die Besucherzahlen sollten unter anderem durch Zeitfenster begrenzt, Warteschlangen durch Online-Tickets möglichst vermieden werden.

Die Besucherströme sollten gesteuert werden, Gruppenführungen und Vorträge erst einmal nicht stattfinden. Die Lockerungen für Museen in der Krise sind unterschiedlich geregelt. So dürfen den Angaben zufolge etwa in Thüringen die Museen seit dieser Woche wieder öffnen, in Sachsen-Anhalt ab dem 4. Mai. Berlin will einige Museen ebenfalls Anfang Mai öffnen. Das Bundesprogramm steht den Häusern ab sofort zur Verfügung. (dpa)

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