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AfD-Co-Chefin Alice Weidel gibt ein Statement ab.

© Imago/Andreas Gora

AfD in Umfrage weiter vor Union: Pistorius, Söder und Weidel haben bei Wählern größten Rückhalt

Der Verteidigungsminister, Bayerns Ministerpräsident und die Chefin der Rechten – sie sollten nach Ansicht der Bürger viel Einfluss in der Politik haben. In der Sonntagsfrage gibt es wenig Bewegung.

Stand:

In einer der ersten Umfragen des neuen Jahres festigen einige bundesdeutsche Politiker und Politikerinnen im Beliebtheitsranking ihre Positionen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder sowie AfD-Co-Chefin Alice Weidel bleiben einer Umfrage zufolge die am meisten bevorzugten Politiker in Deutschland.

Auf die Frage, wer 2026 möglichst viel Einfluss in der deutschen Politik haben sollte, wurden sie unter 26 Namen am häufigsten genannt, wie die „Bild am Sonntag“ („BamS“) ⁠unter Berufung auf eine repräsentative Insa-Umfrage berichtete. Demnach sprachen sich 43 Prozent ‌für Pistorius aus und 37 Prozent gegen ihn. Söder kam auf 37 Prozent Zustimmung und 49 Prozent Ablehnung. Für Weidel sprachen sich 35 Prozent aus und 53 Prozent gegen sie.

Auf Rang ‍vier folgt demnach BSW-Mitgründerin Sahra Wagenknecht mit 30 Prozent Befürwortern bei 55 Prozent Gegnern. Den fünften Platz teilen sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ​und der Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, mit einer Zustimmung von jeweils 29 Prozent. Bei Merz ist die Ablehnung mit 59 Prozent höher als bei Özdemir mit 50 Prozent.

13 Prozent der Wählerstimmen entfallen auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Parlamentarische Mehrheiten sind bereits mit 44 Prozent möglich.

Hermann Binkert, Insa-Chef

Als wichtigste Themen rangierten der Umfrage zufolge die Sicherung des Rentensystems (57 Prozent), ‌bezahlbarer Wohnraum (48 Prozent), ​Wirtschaftswachstum ankurbeln (46 Prozent), Steuerung ​von ⁠Migration (43 Prozent) und die Bekämpfung des Pflegenotstands (40 Prozent).

Wenig Bewegung gab es zu Jahreswechsel in der Erhebung beim Blick auf die Parteien. ‌Im wöchentlichen Sonntagstrend von Insa für „Bild am Sonntag“ legen CDU/CSU um einen Prozentpunkt auf 25 Prozent zu. Stärkste Partei bleibt die ‍vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD mit 26 Prozent. Unverändert verharren die SPD bei 14 Prozent ‍und die Linke bei elf Prozent. Die Grünen schneiden einen Prozentpunkt schwächer ab als zuletzt und ​kommen nun ebenfalls auf 11 Prozent.

BSW und FDP stehen jeweils bei vier Prozent. Die beiden Parteien wären weiter nicht im Bundestag vertreten.

Insa-Chef Hermann Binkert sagte dem Blatt: „13 Prozent der Wählerstimmen entfallen auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Parlamentarische Mehrheiten sind bereits mit 44 Prozent möglich.“

Schwarz-Rot kommt so nur auf 39 Prozent – sechs Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2025. Ebenfalls keine Mehrheit hätte ein Rot-Rot-Grünes-Bündnis (SPD, Grüne, Linke). Die drei Parteien erreichen zusammen nur 36 Prozent. Eine rechnerisch klare Mehrheit hätten demnach Union und AfD mit zusammen 51 Prozent. Doch dies wird derzeit von CDU und CSU ausgeschlossen.

Das einzig aktuell politisch vorstellbare Regierungsbündnis wäre damit eine Koalition aus Union, SPD und den Grünen – die drei Parteien kommen zusammen auf 50 Prozent der Wählerstimmen. (lem)

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