Antisemitismus : Berliner Polizei will Kollegah und Farid Bang auf dem Index sehen

"Jung, brutal, gutaussehend 3" ist jugendgefährdend, meint der Berliner Staatsschutz. Schon kurz vor der Echo-Verleihung hat er die Indizierung des Rap-Albums beantragt.

Die umstrittenen Rapper Kollegah (r) und Farid Bang erhielten den Echo der Kategorie Hip-Hop/Urban National.
Die umstrittenen Rapper Kollegah (r) und Farid Bang erhielten den Echo der Kategorie Hip-Hop/Urban National.Foto: Jörg Carstensen/dpa

In der Diskussion um die Verleihung des Echo-Musikpreises an die Rapper Kollegah und Farid Bang wollte Berlins Polizei offenbar noch ein Zeichen setzen.

Wie der Tagesspiegel erfuhr, hat die Staatsschutz-Abteilung des Landeskriminalamts in der Woche vor der Veranstaltung als bisher einzige Behörde einen Indizierungsantrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien für das als antisemitisch kritisierte Album „Jung, brutal, gutaussehend 3“ gestellt. Da die Verfahren jedoch Wochen in Anspruch nehmen, war eine Entscheidung vor der Verleihung ausgeschlossen.

Von beiden Musikern sind bereits Alben als jugendgefährdend eingestuft worden. Ihr Vertrieb ist damit beschränkt. Antragsberechtigt sind rund 800 Stellen, darunter die Jugendbehörden der Länder und das Bundesfamilienministerium.

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