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Breitscheidplatz-Attentäter : Anis Amri plante auch einen Sprengstoffanschlag

Gemeinsam mit einem Islamisten plante der Attentäter vom Breitscheidplatz einen Anschlag mit TATP. Das geht aus einem Schreiben der Bundesanwaltschaft hervor.

Schriftvorlagen des Mahnmales für die zwölf Opfer des Terroranschlages auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin.
Schriftvorlagen des Mahnmales für die zwölf Opfer des Terroranschlages auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin.Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, hat auch einen Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant. Das geht aus einem Schreiben der Bundesanwaltschaft an das Bundesjustizministerium hervor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Demnach plante Amri die Tat mit einem Islamisten namens Clément B., der derzeit in Frankreich in Haft sitzt und gegen den die Bundesanwaltschaft ermittelt. Den Ermittlungen zufolge sollte dabei TATP zum Einsatz kommen, ein hochexplosiver Sprengstoff.

Eingebunden in die Planung für den Sprengstoffanschlag war auch der Tschetschene Magomed Ali C., in dessen Wohnung der Sprengstoff nach Erkenntnissen der Ermittler hergestellt wurde. Einsatzkräfte der Anti-Terror-Einheit GSG9 hatten ihn in diesem Sommer festgenommen. Damals kam zwar heraus, dass C. und B. Amri kannten, aber es hieß, Amri sei nicht in die Anschlagspläne der beiden eingeweiht gewesen.

Wo und wann der Anschlag hätte stattfinden sollen, konnte noch nicht konkretisiert werden, heißt es in dem Schreiben der Bundesanwaltschaft. Auch Erkenntnisse über eine Verwicklung von Clément B. oder Magomed Ali C. in das Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz hätten sich bislang nicht ergeben.

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