Debatte um Organspende : Kramp-Karrenbauer stellt sich gegen Spahn-Plan

Die CDU-Vorsitzende spricht sich gegen den Organspende-Vorschlag des Gesundheitsministers aus. Sie wirbt für ein Prinzip der Freiwilligkeit.

"Ich bin aus tiefer Überzeugung für eine Lösung, die das Prinzip der Freiwilligkeit akzeptiert", sagt Kramp-Karrenbauer.
"Ich bin aus tiefer Überzeugung für eine Lösung, die das Prinzip der Freiwilligkeit akzeptiert", sagt Kramp-Karrenbauer.Foto: MACDOUGALL / AFP

Einen Tag vor der Bundestagsabstimmung über die Organspende hat sich die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer gegen die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) favorisierte Widerspruchslösung ausgesprochen.

"Ich bin aus tiefer Überzeugung für eine Lösung, die das Prinzip der Freiwilligkeit akzeptiert", sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Mir fällt die Vorstellung schwer, jemand von Staats wegen zur Organspende zu verpflichten, der sich von dieser Pflicht erst wieder freimachen muss", fügte die Bundesverteidigungsministerin hinzu.

Die CDU-Vorsitzende gehört nicht dem Bundestag an und kann daher nicht an der Abstimmung teilnehmen.

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Am Donnerstag stehen zwei konkurrierende Gesetzentwürfe zur Abstimmung. Eine Abgeordnetengruppe um Spahn und den SPD-Politiker Karl Lauterbach schlägt eine "doppelte Widerspruchslösung" vor. Demnach sollen alle Bürger als Spender gelten, sie sollen dem aber jederzeit widersprechen können.

Dagegen stellt sich eine andere Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock und die Linken-Vorsitzende Katja Kipping. Sie schlägt vor, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden. (AFP)

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