Erstes Projekt der Familienministerin : Giffey will Gesetz für bessere Kitas auf den Weg bringen

Gebührenbefreiung, Betreuungsschlüssel und Sprachförderung: Das sind Inhalte des Gesetzentwurfs, mit dem die Qualität der Kitas verbessert werden soll.

Der Bund will den Ländern in dieser Wahlperiode zusätzlich 3,5 Milliarden Euro bereitstellen.
Der Bund will den Ländern in dieser Wahlperiode zusätzlich 3,5 Milliarden Euro bereitstellen.Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild

Als erstes großes Projekt will Familienministerin Franziska Giffey (SPD) in der kommenden Woche ein Gesetz zur Verbesserung der Qualität von Kitas in die Ressortabstimmung geben. „Das Gesetz enthält neun verschiedene Instrumente, um die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität zu unterstützen - von der Gebührenbefreiung über den Betreuungsschlüssel bis zur Sprachförderung“, sagte Franziska Giffey den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Bund wolle den Ländern dafür in dieser Wahlperiode zusätzlich 3,5 Milliarden Euro bereitstellen.

Giffey betonte, der Bund werde mit jedem Bundesland konkrete Vereinbarungen treffen, welche Instrumente zur Steigerung der Qualität sie wählen wollten, „damit das Geld auch da ankommt, wo es gebraucht wird“. Sie forderte, dringend auch die Ausbildung, Arbeitsbedingungen und Bezahlung für Erzieher zu verbessern, um mehr Menschen für diesen Beruf zu gewinnen.

Es ist das erste große Projekt von Familienministerin Franziska Giffey (SPD).
Es ist das erste große Projekt von Familienministerin Franziska Giffey (SPD).Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Durch Zuwanderung lasse sich der Fachkräftmangel nicht einfach lösen. „Es hilft nicht, einfach Leute aus dem Ausland reinzuholen. Wir müssen schon zusehen, dass der Beruf hier attraktiver wird - und dass mehr junge Leute sich dafür entscheiden.“ Die Bezahlung sei dafür entscheidend.

Die Grünen kritisierten die Ankündigung. Es sei „schon jetzt klar, dass die vorgesehenen Mittel vorne und hinten nicht reichen“, sagte die Vorsitzende Annalena Baerbock am Samstag in Berlin. „Statt der im Koalitionsvertrag eingestellten 3,5 Milliarden Euro bis 2021 bräuchte es 10 Milliarden bis zum Ende der Legislaturperiode.“ (dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar