• Gleise sind keine Schwebebalken: Gedenkstätte Auschwitz fordert von Besuchern mehr Respekt

Gleise sind keine Schwebebalken : Gedenkstätte Auschwitz fordert von Besuchern mehr Respekt

Immer wieder balancieren Besucher auf den Gleisen des ehemaligen Todeslagers Auschwitz. Die Gedenkstätte bittet nun, dies zu unterlassen.

Auschwitz-Birkenau war das größte der deutschen Todeslager im besetzten Polen.
Auschwitz-Birkenau war das größte der deutschen Todeslager im besetzten Polen.Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Die Gedenkstätte Auschwitz hat Besucher zu einem respektvollen Verhalten aufgefordert und an sie appelliert, nicht auf den Gleisen zu balancieren und Fotos davon zu machen. „Denken Sie daran, dass Sie sich an dem Ort befinden, an dem mehr als eine Million Menschen getötet wurden“, teilte die Gedenkstätte per Twitter mit und rief dazu auf, der Holocaust-Opfer respektvoll zu gedenken.

„Es gibt bessere Orte, um das Laufen auf einem Schwebebalken zu lernen als den Ort, der die Deportation von Hunderttausenden Menschen in den Tod symbolisiert“, hieß es in dem Post, dem Bilder von Besuchern angefügt worden waren, die sich beim Balancieren auf den Gleisen des Todeslagers hatten fotografieren lassen. Das Fotografieren auf dem Gelände werde nicht verboten. „Wir bitten Besucher jedoch, sich auch beim Fotografieren respektvoll zu verhalten.“

Auschwitz-Birkenau war das größte der deutschen Todeslager im besetzten Polen. Unter den mindestens 1,1 Millionen Opfern waren etwa eine Million jüdische Häftlinge. Nach Angaben der Gedenkstätte wird Auschwitz jedes Jahr von Hunderttausenden Menschen besucht. (dpa)

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