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Greta Thunberg sucht Mitsegel-Gelegenheit : „Es stellt sich heraus, dass ich in die falsche Richtung gesegelt bin“

Greta wollte an der UN-Klimakonferenz in Chile teilnehmen. Da diese nun nach Madrid verlegt wurde, muss sie zurück über den Atlantik. Spanien bietet Hilfe an.

Greta Thunberg lächelt, als sie an Bord der Segeljacht Malizia II in den Hafen von New York einläuft.
Greta Thunberg lächelt, als sie an Bord der Segeljacht Malizia II in den Hafen von New York einläuft.Foto: Craig Ruttle/AP/dpa

Nach der kurzfristigen Verlegung der UN-Klimakonferenz COP25 von Santiago de Chile nach Madrid sucht die Klimaaktivistin Greta Thunberg jetzt eine Mitsegel-Gelegenheit von den USA nach Spanien. "Ich muss einen Weg finden, um im November über den Atlantik zu kommen", twitterte die 16-Jährige am Freitag. "Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen kann."

Weiter schrieb die 16-Jährige: "Es stellt sich heraus, dass ich um die leider in die falsche Richtung um die halbe Welt gesegelt bin." Danach setzte sie ein Grinse-Zeichen, um die Ironie ihrer Aussage deutlich zu machen. Außerdem stellte sie in einem weiteren Tweet klar, es gehe hier überhaupt nicht um sie. "Wir befinden uns in einer klimatischen und ökologischen Notsituation. Ich spreche den Menschen in Chile meine Unterstützung aus."

Die spanische Regierung hat der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg Hilfe angeboten, um ihre Teilnahme an der UN-Klimakonferenz im Dezember in Madrid zu ermöglichen. „Liebe Greta, es wäre toll, Dich hier in Madrid zu haben“, schrieb die amtierende Umweltministerin Teresa Ribera auf Twitter. „Wir würden Dir sehr gerne bei der Überquerung des Atlantiks helfen“, fügte sie in dem Tweet am Freitagabend hinzu und lobte Thunbergs Engagement fürs Klima. Madrid sei bereit, mit der 16-Jährigen in Kontakt zu treten. Wie die Reise-Hilfe aussehen könnte, sagte Ribera nicht.

Greta Thunberg war am 14. August zusammen mit ihrem Vater zur Atlantik-Überfahrt mit dem Segelboot von Großbritannien aus gestartet. Gesteuert wurde die "Malizia II" von dem Deutschen Boris Herrmann und von Pierre Casiraghi, dem Sohn der monegassischen Prinzessin Caroline. Thunberg wollte zum UN-Klimagipfel nach New York wegen der klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen nicht mit dem Flugzeug über den Atlantik reisen.

Nach New York plante Thunberg, nach Kanada, Mexiko und schließlich zur nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember nach Santiago de Chile weiterzureisen. Nach der kurzfristigen Verlegung der UN-Klimakonferenz COP25 von Santiago de Chile nach Madrid muss sie nun wie alle anderen Teilnehmer ihre Reiseplanung ändern. Derzeit hält sie sich in Los Angeles auf, wo sie am Freitag an einer "FridaysForFuture"-Demonstration teilnehmen wollte. (AFP, dpa, Tsp)

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