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Grüne fordern klares Test-Konzept : RKI soll fünf Corona-Warnstufen einführen

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will definieren lassen, wann wer auf das Coronavirus getestet werden muss.

Katrin Göring-Eckardt, die Grüne-Fraktionsvorsitzende im Bundestag.
Katrin Göring-Eckardt, die Grüne-Fraktionsvorsitzende im Bundestag.Michael Kappeler/dpa

Die Grünen fordern ein transparenteres, bundesweit einheitliches Konzept für Coronatests. Dem Tagesspiegel sagte die Chefin der Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt: "Wir schlagen vor, dass das Robert-Koch-Institut, das RKI, fünf Corona-Warnstufen mit entsprechend verbindlichen Testpflichten definiert. Die höchste Stufe bedeutet: Hotspot, die niedrigste Stufe: so gut wie keine Fälle. Je mehr Fälle es in einer Region gibt, desto mehr Stichproben-Tests an bislang symptomfreien Personen sollte es geben. In Hotspots mit besonders vielen Infektionen sollten alle Menschen getestet werden." Nur in Regionen mit der niedrigsten Corona-Warnstufe wären dann lediglich Personen mit bekannten Symptomen zu testen.

Fachleute diskutieren, ab wie vielen Neuansteckungen sollen welche Personen grundsätzlich auf Coronavirus getestet werden?
Fachleute diskutieren, ab wie vielen Neuansteckungen sollen welche Personen grundsätzlich auf Coronavirus getestet werden?Hendrik Schmidt/dpa

Göring-Eckardt forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch zu mehr Transparenz und einem deutlicheren Bekenntnis zum öffentlichen Gesundheitsdienst auf. "Nur durch engmaschige und regional angepasste Kontrollen kann ein Rückfall und eine zweite Welle verhindert werden." Bund und Länder müssten dazu offenlegen, wie sie die aktuelle Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner festgelegt haben, sagte Göring-Eckardt.

Aktuelle und künftige Maßnahmen seien möglichst transparent zu kommunizieren: "Um Verschwörungstheorien und Unsicherheiten mit fundierten Fakten entgegenzuwirken, sollte das RKI weiter zweimal in der Woche eine Pressekonferenz geben."

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Das RKI ist für Infektionskrankheiten zuständige Bundesbehörde. Vor drei Tagen überraschte die RKI-Spitze auf der turnusmäßigen Pressekonferenz mit der Ankündigung, diese Art öffentlicher Briefings vorerst einzustellen.

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