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Hitlergrüße und sexuelle Übergriffe in Zweibrücker Kaserne: Wehrbeauftragter fordert schnelles Handeln von Pistorius
Ein Missbrauchsskandal in Zweibrücken erschüttert die Bundeswehr. Der Wehrbeauftragte Hennig Otte (CDU) verlangt ein entschiedenes Vorgehen von Verteidigungsminister Pistorius (SPD).
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Nach den Vorwürfen von Rechtsextremismus, sexuellem Fehlverhalten und Drogenmissbrauch bei der Bundeswehr in Zweibrücken fordert der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hennig Otte, ein entschiedenes Vorgehen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).
„Es stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum, die nun vollständig aufgeklärt werden müssen. Deshalb fordere ich, dass das Ermittlungsverfahren zügig und konsequent zu Ende geführt wird“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“.
Ebenso fordere er, dass die Dunkelfeld-Studie zeitnah vom Ministerium umgesetzt und vorgelegt werde, sagte Otte. Sie sei bereits vor mehr als einem Jahr von seiner Vorgängerin Eva Högl gefordert worden. Die Studie untersuche mögliche vorhandene, aber nicht gemeldete Fälle.
„Eine belastbare Analyse ist unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen entwickeln zu können“, so Otte weiter.
Der Verteidigungsausschuss des Bundestages hatte sich am Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung mit den Vorfällen befasst. Ende des Jahres hatte eine Sprecherin des Heeres von umfangreichen Ermittlungen gegen 55 Beschuldigte gesprochen.
Bei 19 Beschuldigten sei die Entlassung eingeleitet worden, in drei Fällen sei dies erfolgt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Soldaten. (dpa)
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