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Eine Schülerin hält ein mobiles Telefon in der Hand.

© dpa/Armin Weigel

„Im Unterricht zu untersagen“: CDU-Vize Prien spricht sich für Handyverbot an Schulen aus

Schleswig-Holstein könnte nach Worten von Kultusministerin Prien bei einem Handyverbot an Schulen in Deutschland vorangehen. Auch in anderen Staaten Europas werden die Pläne konkret.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Kultusministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, hat sich für ein Handynutzungsverbot an Schulen ausgesprochen.

„Unser Erlass, der die private Handynutzung im Unterricht für die weiterführenden Schulen regelt, war der richtige Schritt und hat sich bewährt. Den Weg gehen wir jetzt auch an den Grundschulen. Es gibt die klare Ansage, dass alle Grundschulen sich verbindliche Regeln für die private Handynutzung im Unterricht geben sollen. Dabei ist die private Handynutzung im Unterricht zu untersagen. Ende Mai werden wir diese Regelungen abfragen“, sagte sie der „Bild“-Zeitung.

Im vergangenen August wurden Schleswig-Holsteins Schulen ermahnt, Regeln für die Handynutzung zu erarbeiten. Schüler an weiterführenden und an Grundschulen sollten demnach ihre Handys nur bei ausdrücklicher Erlaubnis der Lehrkräfte nutzen dürfen. Ein generelles Handy-Verbot war nicht vorgesehen.

In den Niederlanden und Neuseeland ist ein grundsätzliches Verbot geplant. Auch die Regierung in Großbritannien hat ihre Pläne für ein Smartphone-Verbot an Schulen vorangetrieben. Dafür veröffentlichte das Bildungsministerium in London am Montag einen Leitfaden für Schulen, wie die Nutzung von Smartphones unterbunden werden kann.

Ein flächendeckendes Handy-Verbot ist das aber noch nicht, und die Schulen haben weitgehend freie Hand bei der Umsetzung. Die empfohlenen Maßnahmen reichen von einem grundsätzlichen Verbot, Handys zur Schule zu bringen, bis zu Regelungen, bei denen Schüler ihre Handys abgeben, einschließen oder lautlos in der Tasche behalten müssen.

Für Oberstufen-Schüler sei auch eine Regelung denkbar, die den eingeschränkten Gebrauch der Geräte vorsehe, hieß es in dem Dokument. Lehrer sollen der Handreichung zufolge ebenfalls ihre Handys vor den Augen der Schüler nur äußerst sparsam verwenden. (lam, dpa)

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