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Der britische Premier Boris Johnson beim G7-Gipfel in Elmau
© AFP/Markus Schreiber/Pool

„Wäre Putin eine Frau, ...“: Johnson sieht Putin als Paradebeispiel für toxische Männlichkeit

Eine Frau an der Spitze Russlands hätte keinen machohaften Krieg vom Zaun gebrochen, sagt der britische Premier. Es brauche mehr Frauen in Macht-Positionen.

Der britische Premier Boris Johnson hält das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin für ein gutes Beispiel toxischer Männlichkeit, also einem auf Gefühllosigkeit, Härte und auch Aggressivität basierendem Rollenbild.

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In einem Interview mit dem ZDF am Dienstagabend warf Johnson die Frage auf, ob es den Krieg in der Ukraine überhaupt geben würde, wäre eine Präsidentin in Russland an der Macht. „Man braucht einfach mehr Frauen in Macht-Positionen“, sagte Johnson.

„Wenn Putin eine Frau wäre, so hätte er, glaube ich, nicht einen so verrückten, machohaften Krieg vom Zaun gebrochen“, fuhr er dann fort. „Wenn sie ein perfektes Beispiel haben wollen von toxischer Männlichkeit, dann haben wir es hier vor uns.“

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Johnson hatte kürzlich die Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland mit dem Kampf gegen den Nazi-Diktator Adolf Hitler verglichen. Der Preis für die Freiheit sei es wert, gezahlt zu werden, sagte er.

Die Demokratien hätten in der Mitte des 20. Jahrhunderts lange gebraucht, um eine Antwort zu Tyrannei und Aggression zu finden, und es sei sehr teuer gewesen. „Aber mit der Niederlage der Diktatoren, vor allem von Nazi-Deutschland, brachte dies viele Jahrzehnte der Stabilität, eine Weltordnung, die sich auf ein regelbasiertes internationales System stützte“, sagte Johnson. „Das ist schützenswert, das ist es wert, verteidigt zu werden, das bringt langfristigen Wohlstand.“ (mit dpa)

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