Kristina Schröder : "In der Diskussion wird zu viel vermischt"

Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder (CDU) sieht die MeToo-Debatte kritisch. Gut sei die Diskussion allerdings, wenn es um körperliche Übergriffe gehe.

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).
Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).Foto: Soeren Stache/dpa

Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat sich skeptisch über die Metoo-Debatte geäußert. "Ich denke, in der Diskussion wird zu viel vermischt: Krasse Fälle der Vergewaltigung oder der körperlichen Annäherung werden in einen Topf geworfen mit anzüglichen Bemerkungen. Das finde ich unangemessen. Man muss das trennen", sagte Schröder dem Tagesspiegel. 

Gut sei die Debatte da, wo es um körperliche Übergriffe gehe. "Da hat Öffentlichkeit eine Grenze verschoben, die früher von vielen noch augenzwinkernd anders gezogen wurde. Jetzt ist klar, dass neben sexueller Gewalt auch die Hand auf dem Knie nicht geht, dass auch die distanzlose Annäherung im Aufzug nicht geht. Negativ finde ich die Metoo-Debatte da, wo sie weit über das Ziel hinausschießt und wo sie versucht, jegliche Äußerung von Anziehung zwischen den Geschlechtern zu tilgen."

Alltäglichen Sexismus in der Werbung zu verbieten lehne sie etwa ab. "Natürlich störe ich mich daran, wenn es primitiv ist", sagte Schröder. Für ein Gesetz sei sie jedoch zu liberal. "Nicht alles, was ich privat geschmacklos finde, will ich auch verbieten." (Tsp)

Das komplette Interview lesen Sie am Sonntag im Tagesspiegel.

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