zum Hauptinhalt
Die Luca-App als ständige Begleiterin in Pandemie-Zeiten.
© picture alliance/dpa

Luca-App startet Bezahlfunktion: Löscht die Pandemie-Profiteure!

Die Luca-App-Macher wollten in der Pandemie gern helfen und wurden mit Staatsgeld unterstützt. Jetzt haben sie es sich doch anders überlegt. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Oliver Voß

Die Betreiber der Luca-App starten Luca-Pay, Nutzer sollen damit künftig bargeldlos im Restaurant Schnitzel, Salat oder Schorle bezahlen. Dabei hatten das Team und Musiker Smudo gern betont, sie wollten nur einen kleinen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten und hätten sonst keinerlei Pläne mit der App.

41 Millionen Menschen haben die Luca-App hierzulande auch wegen staatlicher Corona-Vorgaben installiert, die so zu einer der am häufigsten herunter geladenen überhaupt wurde. Mit etwa 20 Millionen Euro an Steuergeld wurde das unterstützt. Nun soll diese Ausgangsbasis doch weiter genutzt werden. Das ist eine massive Wettbewerbsverzerrung.

[Wenn Sie die wichtigsten News aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräteherunterladen können.]

Andere Start-ups, die ähnliche Gastro- oder Bezahl-Apps anbieten, müssten nach Schätzungen für eine ähnlich hohe Nutzerzahl 50 bis 60 Millionen Euro in Werbung investieren. Die App wird so zum Pandemie-Parasit. Die Luca-Macher erklären, alle Nutzerdaten aus der Kontaktverfolgung gelöscht zu haben. Wäre auch noch schöner, wenn die von Datenschützern dauerkritisierten App-Macher die Restaurantbesuchshistorie der Nutzer speichern würden. Den wichtigsten Datenschatz wollen sie dagegen behalten: die Zugänge zu den Nutzern selbst. Daher ist nun jede und jeder selbst gefragt – und sollte spätestens jetzt die Luca-App vom Handy löschen.

Zur Startseite