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Supermarkt in Russland.
© IMAGO/SNA
Tagesspiegel Plus

Mangel, hohe Preise, Qualitätsverfall: Die Folgen der Sanktionen werden in Russland immer spürbarer

Die Strafmaßnahmen des Westens treffen die russische Bevölkerung bislang härter als den Staat. Experten sehen eine Möglichkeit, das zu ändern.

Das Leben in Russland, nach Einführung der Sanktionen gleiche es den „Hungerspielen“. Das schreibt eine russische Bloggerin aus St. Petersburg Anfang April auf Instagram. Das Netzwerk ist in Russland eigentlich gesperrt, doch viele Russen umgehen die Sperre mittels spezieller Software – und äußern sich zumindest kritisch zu den westlichen Sanktionen. So auch die Bloggerin. „Neulich habe ich jemanden sagen hören: Menschen leben nicht in Russland, sie überleben. Und so ist es in der Tat“, schreibt sie damals. Sie berichtet von „Omas, die um Geld für Brot betteln, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben“. Sie beobachte, wie die Preise jeden Tag steigen, die Löhne aber nicht. Und sie berichtet von Frauen, die Zucker horten und die Supermarktregale leer räumen.

Die Bilder leer gekaufter Supermärkte gingen im März um die Welt. Die Botschaft, die sie transportierten: So hart treffen die westlichen Sanktionen Russland. Doch mittlerweile hat sich die Situation in den russischen Supermärkten wieder beruhigt, der Rubel ist wieder so viel wert wie vor dem Krieg und der russische Staat bemüht sich im Inland um Normalität. Wladimir Putin gibt sich unbeeindruckt. Was haben die bisherigen Sanktionen also gebracht? Und was würde ein Öl-Embargo bewirken, das mittlerweile auch die deutsche Regierung für handhabbar hält?

Sanktionen sind bereits sehr hart

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