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Das Gesundheitsministerium, das 2020 von Jens Spahn geführt wurde, schloss den Maskenliefervertrag mit dem Münchner Geschäftsmann ab.

© imago/IPON/imago/IPON

Masken-Deal des Bundes: Münchner Lieferant soll zwölf Millionen Euro Steuern hinterzogen haben

Ein Münchner Lieferant von Corona-Masken steht vor Gericht. Ermittler vermuten, dass seine Schweizer Firma nur ein Briefkasten war – und Millionen an Steuern in Deutschland fällig gewesen wären.

Stand:

Ein früherer Großlieferant des Bundes für Corona‑Schutzmasken steht laut „Spiegel“ seit Donnerstag in München vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, rund zwölf Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.

Wie der „Spiegel“ berichtet, hatte der Münchner Geschäftsmann im Frühjahr 2020 über eine Schweizer Firma einen Vertrag mit dem Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn geschlossen – für die Lieferung von fünf Millionen FFP2‑Masken.

Ein späterer Rechtsstreit endete in einem Vergleich, nach dem der Bund der Schweizer Firma rund 20 Millionen Euro zahlte.

Eine größere Rücküberweisung aus der Schweiz nach Deutschland alarmierte laut „Spiegel“ die Steuerfahndung. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass die Schweizer Firma möglicherweise nur eine Briefkastenfirma war und die Geschäfte tatsächlich von Deutschland aus geführt wurden. In diesem Fall hätten die Gewinne hier versteuert werden müssen.

Nach mehreren Hausdurchsuchungen sah die Staatsanwaltschaft München II den Verdacht bestätigt und ließ den 44‑Jährigen im Mai 2025 festnehmen. Das Landgericht hat laut „Spiegel“ zunächst 25 Verhandlungstage angesetzt. Die Verteidigung äußerte sich zu den Vorwürfen bisher nicht. (Tsp)

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