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Reaktionen auf den Tod von John McCain : "Ein wahrer Patriot, eine Inspiration für Millionen"

US-Senator John McCain ist im Alter von 81 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Politiker und Wegbegleiter würdigen seine Verdienste. Ein Überblick.

John McCain bei einer Rede im November 2008
John McCain bei einer Rede im November 2008Foto: AFP/Robyn Beck

Der hoch angesehene US-Senator John McCain ist im Alter von 81 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Der als Kriegsheld geltende McCain war ein unbeirrter Kämpfer für seine Überzeugungen und genoss Respekt über alle Parteigrenzen hinweg. Hier eine Reihe von Reaktionen auf McCains Tod.

Die Witwe Cindy Cain: "Mein Herz ist gebrochen. (...). Er ist gegangen, wie er gelebt hat, zu seinen eigenen Bedingungen, umgeben von den Menschen, die er liebte, an dem Ort, den er am meisten liebte."

Tochter Meghan McCain: "Alles, was mich ausmacht, habe ich ihm zu verdanken. Jetzt, da er weg ist, wird es die Aufgabe meines Lebens sein, seinem Beispiel, seinen Erwartungen und seiner Liebe gerecht zu werden."

US-Präsident Donald Trump: "Mein tiefstes Mitgefühl und Respekt gehen an die Familie von Senator John McCain. Unsere Herzen und Gebete sind bei Euch!“

Tran Tong Duyet, Ex-Direktor des Hoa-Lo-Gefängnisses ("Hanoi Hilton"), in dem McCain fünf Jahre lang Kriegsgefangener war: "Hätte es ein Treffen gegeben, wäre es nach Duyets Worten keines zwischen einem ehemaligen Häftling und einem Gefängnisaufseher gewesen, sondern "zwischen zwei Veteranen von beiden Seiten des Schlachtfelds im Geist der Versöhnung. Bitte übermitteln Sie mein Beileid an seine Familie, wenn Sie können".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Senator McCain war eine der großen politischen Persönlichkeiten unserer Zeit, ein unermüdlicher Kämpfer für ein starkes transatlantisches Bündnis."

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD): "Er stand für ein Amerika, das ein verlässlicher und enger Partner ist, das aus Stärke Verantwortung für andere übernimmt und auch in schwierigen Momenten zu seinen Werten und Prinzipien steht."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb in seinem Kondolenzbrief, McCain sei ein "Kämpfer, ein Vorbild für Generationen, ein Ausnahmepolitiker" gewesen. Auch wenn er mit ihm politisch nicht immer derselben Ansicht gewesen sei, "so habe ich ihn stets als streitbaren, aber überzeugten und unerschütterlichen Transatlantiker erlebt und geschätzt", hieß es weiter. "Seine kraftvolle Stimme, seine Unbestechlichkeit und sein fester Glauben an eine freiere, bessere Welt werden uns allen fehlen."

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) nannte den Tod des 81-Jährigen in einem Beileidsschreiben an McCains Familie einen "schweren Verlust für die Weltgemeinschaft". Deutschland verliere in ihm "eine Stütze der deutsch-amerikanischen Beziehungen und einen Freund Deutschlands".

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) würdigte McCain als "eindrucksvoll geradlinigen, tapferen und unbeugsamen Charakter". "Gerade wir Deutsche wissen, was wir über Jahrzehnte teils schwieriger Zeiten an ihm hatten", erklärte sie. Er habe für das "Amerika der Freiheit und Wahrheit" gestanden, auf das viele in der Welt ihre Hoffnung setzen würden.

Ex-Präsident Barack Obama: „Wenige von uns wurden so herausgefordert, wie John es einst wurde, oder mussten den Mut zeigen, den er gezeigt hat. Aber wir alle können den Mut haben, das Wohl der Allgemeinheit über unser eigenes zu stellen. John zeigte uns in seinen besten Zeiten, wie das geht. Und dafür stehen wir alle in seiner Schuld.“

Ex-Präsident George W. Bush: "Manche Menschenleben sind so strahlend, dass es schwerfällt sich vorzustellen, sie könnten enden. Einige Stimmen sind so kräftig, dass man nur schwer glauben kann, sie könnten verstummen. John McCain war ein Mann von tiefer Überzeugung und ein Patriot höchsten Ranges."

Die frühere US-Außenministerin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton: "Er war ein hartnäckiger Politiker, ein vertrauenswürdiger Kollege. Einen wie ihn wird es einfach nicht mehr geben."

Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau nannte McCain einen "amerikanischen Patrioten und Helden", dessen lebenslanger Dienst an der Gesellschaft eine Inspiration für Millionen gewesen sei.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu würdigte McCain als "großen amerikanischen Patrioten und großen Unterstützer Israels". Quelle seiner anhaltenden Unterstützung für den jüdischen Staat seien McCains "Glaube an Demokratie und Freiheit" gewesen, hieß es in einer Mitteilung Netanjahus. „Der Staat Israel salutiert McCain."

Die britische Premierministerin Theresa May: "John McCain als war ein großer Staatsmann, der den Einsatz für andere über seine eigene Person stellte. Es war eine Ehre, ihn einen Freund Großbritanniens nennen zu können."

Der ehemalige US-Vize-Präsident und Demokrat Joe Biden: "John McCains Leben ist der Beweis, dass einige Wahrheiten zeitlos sind. Charakter, Mut, Integrität, Ehre. (...). Er hat nie die Sicht auf das verloren, an was er am meisten geglaubt habe: Zuerst das Land."

US-Verteidigungsminister James Mattis: "Wir habe einen Mann verloren, der unerschütterlich die höchsten Ideale unseres Landes repräsentierte. (...). Senator McCain stellte den Dienst an der Nation immer vor sich selbst. Er erkannte, dass einflussreiche und leidenschaftliche Menschen dienen müssen, um unser Demokratie-Experiment lange andauern zu lassen."

Die frühere US-Außenministerin und Demokratin Madeleine Albright: "Ich habe niemandem mit größerem Mut, stärkeren Überzeugungen und mehr Hingabe für unser Land kennengelernt als John McCain. Er ist unersetzlich, aber sein Vermächtnis wird weiter leben überall dort, wo Demokratie verteidigt wird..."

Ex-Präsident und Demokrat Jimmy Carter: "John McCain war ein ehrenwerter Mann, ein wahrer Patriot im besten Sinne des Wortes."

Republikanerin Sarah Palin, 2008 McCains Vizekandidatin: "Heute haben wir ein amerikanisches Original verloren. Senator John McCain war ein Maverick und ein Kämpfer, der nie Angst hatte, für seine Überzeugungen einzustehen."



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