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US-Präsident Donald Trump.

© Patrick Semansky/AP/dpa

Nominierung in Charlotte: US-Präsident Trump schließt Medien bei Parteitag aus

Folgen der Corona-Krise: Statt 2550 sollen nur 336 Republikaner Trump zum Präsidentschaftskandidaten küren. Auch die Medien müssen draußen bleiben.

US-Präsident Donald Trump will Medienvertreter von der Parteiversammlung ausschließen, die ihn offiziell zum Kandidaten der Republikaner für die Präsidentenwahl am 3. November küren soll. Begründung sei die Coronavirus-Krise, berichteten die „Arkansas Democrat Gazette“, CNN und andere US-Medien unter Berufung auf Sprecher des Nominierungsparteitags am Samstagabend (Ortszeit).

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Die Abstimmung soll am 24. August in Charlotte im US-Staat North Carolina erfolgen und CNN zufolge direkt im Internet übertragen werden. Trump werde in Charlotte keine offizielle Ansprache halten. Laut der „Arkansas Democrat Gazette“ wird Trump erst am 27. August in einer Rede, deren Umstände noch nicht geklärt seien, seine Nominierung annehmen.

„Angesichts der im Staat North Carolina gültigen gesundheitsbedingten Restriktionen und Beschränkungen planen wir, dass die (Parteitags-) Arbeit in Charlotte vom Freitag, 21. August, bis zum Montag, 24. August, für die Presse nicht zugänglich ist“, erklärte eine Sprecherin des Nominierungsparteitags dem Sender NBC.

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Der Vorsitzende des Verbands der Korrespondenten im Weißen Haus, Zeke Miller, kritisierte den geplanten Ausschluss der Presse am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter: „Das ist eine unkluge Entscheidung, die die Republikanische Partei überdenken sollte.“ Die Ernennung des Präsidentschaftskandidaten einer der wichtigsten Parteien des Landes „geht die amerikanische Bevölkerung in hohem Maße etwas an“.

Später schrieb Miller unter Berufung auf einen Parteivertreter bei Twitter dann, die Entscheidung der Republikaner sei nicht endgültig und es werde nach Möglichkeiten der Berichterstattung gesucht.

Zuvor war bereits wegen der Corona-Pandemie der Parteitag zwischenzeitlich nach Florida verlegt worden. Wegen der Infektionsgefahr senkten die Republikaner zudem die Anzahl der Delegierten von 2550 auf 336. Die Demokraten, die den früheren Vizepräsidenten Joe Biden auf den Schild heben wollen, gehen ähnlich vor. Sie verschoben ihren Nominierungsparteitag in Milwaukee wegen der Corona-Pandemie um gut einen Monat. Zu dem Kongress vom 17. bis 20. August werden der „New York Times“ zufolge nun nur 300 Delegierte und Journalisten erwartet. (dpa, AFP)

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