• Verdächtige hat Großbritannien verlassen: Johnson fordert Aufhebung der Immunität von US-Diplomatengattin nach Unfall

Verdächtige hat Großbritannien verlassen : Johnson fordert Aufhebung der Immunität von US-Diplomatengattin nach Unfall

Der Unfalltod eines 19-jährigen Motorradfahrers in Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson auf den Plan gerufen. Er sei bereit, das Problem vor Trump anzusprechen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson.
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson.Foto: imago images/PanoramiC

Im Zusammenhang mit einem tödlichen Unfall hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson die USA aufgefordert, die Immunität einer US-Diplomatengattin aufzuheben. Er sei bereit, das Problem "persönlich beim Weißen Haus anzusprechen", sagte Johnson am Montag. Er wolle erreichen, dass sich die 42-Jährige der britischen Justiz stelle.

Die Frau, die inzwischen in die USA zurückgekehrt ist, wird verdächtigt, an dem Unfall Ende August beteiligt gewesen zu sein. Ein 19-jähriger Motorradfahrer war bei dem Frontalzusammenstoß mit einem SUV nahe einer Militärbasis in Northamptonshire getötet worden.

Er halte es für falsch, die "diplomatische Immunität für diesen Zweck zu nutzen", sagte Johnson mit Blick auf die Ausreise der Verdächtigen. Nach Angaben der Polizei hatte die verdächtige US-Diplomatengattin vor ihrer Abreise erklärt, dass sie nicht vorhabe, Großbritannien in naher Zukunft zu verlassen.

Die US-Botschaft in London hatte am Sonntag betont, dass diplomatische Immunität "selten aufgehoben" werde. Der vorliegende Fall werde auf höchster Ebene sorgfältig geprüft.

Der britische Außenminister Dominic Raab erörterte das Thema bereits mit dem US-Botschafter in Großbritannien, Woody Johnson. Auch in einem Telefonat mit US-Außenminister Mike Pompeo am Montagabend wollte Raab den Fall nach Angaben von Regierungsvertretern ansprechen. (AFP)

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